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Erwache Auf dem Weg zu deinem wahren Selbst von Stämpfli, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2014
  • Verlag: Cameo Verlag
eBook (ePUB)
16,99 €
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Erwache

In den Welten abendländischer Mystik und moderner körperzentrierter Psychotherapie daheim weist uns Christoph Stämpfli auf eindrückliche Art und Weise den Weg zu unserem inneren Selbst. Er ermutigt uns, negative Muster zu überwinden und die Reise zu unserem befreiten Ich anzutreten. Christoph Stämpfli vermittelt nicht nur Wissen, mit dessen Hilfe wir unser befreites Inneres finden können, sondern lässt uns auch an packenden Erfahrungen und Geschichten aus seiner Praxis teilhaben. Zudem gewährt er uns Einblicke in seinen persönlichen Werdegang und schildert, wie und wo er sich diese wertvollen Weisheiten aneignen durfte.

Christoph Stämpfli wurde 1958 in Langnau i.E. in der Schweiz geboren. Nach Abschluss seines Grundstudiums zum Lehrer erwarb er das Lehrdiplom für Elementarpantomime an der Fachhochschule für Musik und Theater in Bern. Während dieser Zeit trat er 1981 seine erste Stelle an der heilpädagogischen Sonderschule "Christophorus" in Bern an. Von 1982 bis 1999 arbeitete er für die Universitären Psychiatrischen Dienste in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik Bern, Neuhaus, erst als heilpädagogischer Sonderschullehrer, später als Therapeut. Parallel dazu war er auch als Supervisor und Fachberater tätig. Er absolvierte eine Ausbildung zum körperzentrierten Psychotherapeuten am Gerda Boyesen Institute, London. Wegweisend war seine Begegnung mit Daskalos, einem griechisch-zypriotischen Weisheitslehrer und Heiler, für den er viele Vorträge und Veranstaltungen simultan übersetzte und dem er in der praktischen Arbeit assistierte. Während seiner Anstellung in der Klinik in Bern begann Christoph Stämpfli 1990 seine Arbeit als eigenständiger Therapeut in eigener Praxis. Heute arbeitet er erfolgreich als selbstständiger Psychotherapeut, pflegt rege Kontakte mit renommierten Fachärzten und Psychiatern und leitet Kurse und Seminare für Bewusstseins- und Wahrnehmungsentwicklung im In- und Ausland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 06.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783952415191
    Verlag: Cameo Verlag
    Größe: 7289 kBytes
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Erwache

Der innere Raum - Frau Holles Welt

Gewisse Dinge sind mir wie ein Geschenk zugeflogen. Dazu gehört folgendes Erlebnis in der Zeit vor Schuleintritt:

Ich liebte es, wenn mir meine Mutter Märchen erzählte. Meistens wollte ich sie immer wieder hören, sie faszinierten mich. So erzählte sie mir auch das Märchen von Frau Holle, der Goldmarie und der Pechmarie. Es ist die Geschichte der beiden ungleichen Halbschwestern. Die eine ist fleißig, hübsch und liebenswürdig, die andere ist faul, frech und abstoßend. Die fleißige Schwester wird von früh bis spät herumgehetzt. Ihre Stiefmutter kann sie nicht ausstehen und schikaniert sie, wo sie nur kann. Die faule Schwester dagegen bleibt den halben Tag im Bett, ist Mutters Liebling und wird pausenlos verwöhnt.

Die Goldmarie sitzt am Ziehbrunnen und spinnt. Als sie die mit Blut beschmutzte Spindel säubern will, entgleitet sie ihrer Hand und verschwindet in den Tiefen. Um sie zu holen, springt die Goldmarie in den Brunnen und entdeckt dabei Frau Holles Welt. Von dieser Frau wird sie freundlich aufgenommen und gut behandelt. Ein Jahr lang schüttelt die Goldmarie fleißig die Kissen, sodass es auf der Erde unten schneit. Aus Heimweh möchte sie wieder nach Hause. Frau Holle gibt ihr die Spindel sauber wieder zurück und verspricht ihr gerechten Lohn. Auf dem Nachhauseweg holt die Goldmarie die rufenden Brote aus dem Ofen, schüttelt den Apfelbaum und sammelt die Äpfel umsichtig in den Korb. Am Ende wird sie beim Durchschreiten des Tores zwischen den Welten mit Gold überschüttet.

Die Pechmarie ist ganz anders geartet. Geblendet von dem vielen Gold, erwacht in ihr die Gier. Sie will auch so schön werden und Frau Holles Welt einen Besuch abstatten. Am Brunnen zu sitzen und zu spinnen, ist ihr zu mühsam. So wirft sie die Spindel kurzerhand in den Brunnen und springt ihr nach. Kaum hat sie in der Tiefe des Brunnens die Welt der Frau Holle entdeckt, möchte sie auch schon mit diesem Gold übergossen werden. Zuerst Kissen schütteln? Das ist ihr nach kurzer Zeit zu anstrengend. Schon will sie wieder nach Hause. Sie bekommt auch die Spindel wieder zurück, und Frau Holle verspricht ihr den gerechten Lohn für ihre Arbeit. Auch die Pechmarie hört die frisch gebackenen Brote rufen, will sich aber nicht die Hände verbrennen und schmutzig machen. Auch den Apfelbaum mag sie nicht schütteln. Sie würden ja irgendwann mal von selber herunterfallen, ruft sie ihnen zu. Als sie zum Torbogen kommt, wird ihre gespannte Erwartung zunichtegemacht. Mit Pech übergossen, findet sie sich zu Hause bei ihrer Mutter wieder. Alles Schrubben und Bürsten hilft nichts, die Pechmarie bleibt pechschwarz.

Doch zum Erstaunen meiner Mutter fand ich dieses Mal das Märchen total doof, ich wollte es kein zweites Mal hören. Natürlich fragte sie nach dem Grund. Zu hören bekam sie dann Folgendes:

"Da sitzt die Goldmarie also vor dem Haus am Brunnen, springt hinein, geht dann über die Felder zum Haus der Frau Holle, wo sie Kissen schütteln muss. Und dann soll es von unten her auf der Erde oben schneien? Das ist ja gar nicht möglich, weil sie unter dem Boden weilen. Dieses Märchen ist doof."

Meine Mutter lächelte bloß und bat mich, die Augen zu schließen:

"Wenn du jetzt in dir nach unten gehst, vom Kopf aus in den Bauch, als wenn du in den Brunnen hüpfen würdest und er dich verschlucken könnte, ist es da unten nun hell und weit oder eng und dunkel?"

Mit geschlossenen Augen versenkte ich mich in meinen Bauch und fand natürlich heraus, dass es da hell und weit war.

"Wenn du dich jetzt gaaanz weit machst, so weit wie die Felder, bist du dann größer oder kleiner als unser Haus?"

Natürlich fand ich nach einigen Anläufen heraus, dass ich größer werden konnte als unser Haus.

"Wenn du jetzt unser Haus betrachtest, blickst du nun von unten her unter das Vordach oder von oben auf das Dach?"

Ich staunte nicht schlecht, das Gefühl zu haben, auf un

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