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Psychologie Ein Grundkurs für Anspruchsvolle von Bischof, Norbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2014
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
30,99 €
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Psychologie

'Bischof [...] macht mit den wesentlichen Theorien, Fragestellungen und Erkenntnissen der Psychologie vertraut. Er bereitet die allgemein anerkannten psychologischen Erkenntnisse aber nicht nur lehrbuchartig auf. Vielmehr hinterfragt er den Wissensfundus auch kritisch, zeigt, warum dem jeweils herrschenden Zeitgeist einige Theorien und Methoden akzeptabler erscheinen als andere, versucht Querverbindungen transparent zu machen und weist auf manches hin, das noch der Klärung bedarf. Eine das Bewusstsein des Lesers schärfende, sehr fundierte, in die Tiefe gehende und dennoch gut lesbare Darstellung, zusätzlich aufbereitet mit Abbildungen, einem abwechslungsreichen Druckbild, Hinweisen auf 'Was man sich merken sollte' am jeweiligen Kapitelende u. a. mehr. Für Psychologie-Studenten eine unverzichtbare Ergänzung zu den einschlägigen Standard-Einführungen und -Lehrbüchern [...]. Auch bestens geeignet für am Fachgebiet interessierte Laien, die mehr wollen als eine 'Psychologie für Dummies' [...].' (Quelle: Reinhold Heckmann, ekz-Informationsdienst 10/08) Prof. em. Dr. Dr. h.c. Norbert Bischof lehrte Allgemeine Psychologie am CalTech, Pasadena und den Universitäten Zürich und München. Er ist Mitglied der Leopoldina und Träger des Deutschen Psychologiepreises.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 600
    Erscheinungsdatum: 10.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170239982
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Originaltitel: Psychology
    Größe: 23532 kBytes
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Psychologie

Einstimmung

1 Wissenschaft und Kennerschaft

1.1 Das öffentliche Geheimnis

1.1.1 Warten auf den Knoten

Das Studium der Psychologie kann von irritierenden Erfahrungen begleitet sein. Natürlich hängt das auch davon ab, aus welchen Motiven heraus man sich für das Fach interessiert. Die meisten werden es aber wohl deshalb gewählt haben, weil sie ihre Mitmenschen und sich selbst besser verstehen möchten, also gewissermaßen professionelle "Menschenkenner" werden wollen.

Vielleicht haben sie schon bemerkt, dass sie ganz gut auf andere eingehen können, ihre Mitmenschen richtig beurteilen; sie mögen die Erfahrung gemacht haben, dass andere Vertrauen zu ihnen fassen, dass sie da und dort nützlichen Rat geben konnten; und nun erhoffen sie sich vom Studium Vertiefung und Ausbau dieses Talents. Oder sie kennen jemanden, der über diese Qualitäten verfügt, und möchten auch so werden. Vielleicht haben sie umgekehrt erleben müssen, dass sie sich in ihren Mitmenschen gründlich getäuscht haben, vielleicht immer wieder erneut täuschen, und wollen diesem Mangel auf den Grund gehen. Oder sie finden ganz einfach Menschen faszinierend und wollen mehr über sie erfahren.

Wenn Sie so denken, sollten Sie sich nicht von Frustrationen beirren lassen, denen Sie im Studium mit einiger Wahrscheinlichkeit ausgesetzt sein werden. Vielleicht haben Sie sich ja beeindrucken lassen von der Professionalität der Psychologen, die man in Fernsehfilmen in der Regel als erstaunlich kompetent darzustellen pflegt, und meinen nun, das Studium bestünde in einer systematischen Schulung solcher Lebensweisheit. In diesem Fall ist Ihnen eine herbe Enttäuschung sicher. Sie werden erleben, dass an die Stelle der Fragen, die Sie für wichtig gehalten haben, ganz andere treten, Fragen, die Ihnen irrelevant, abwegig oder einfach nur langweilig erscheinen, von denen Ihnen aber versichert wird, dass erst sie die Psychologie in den Rang einer Wissenschaft erheben.

Es gibt Studierende, denen das so zusetzt, dass sie zu überlegen beginnen, ob sie wirklich an die Uni gekommen sind, um "Wissenschaft" zu betreiben, wo sie doch eigentlich auf etwas aus sind, das man besser mit dem Wort "Kennerschaft" umschreiben würde. Das vorliegende Buch soll ihnen Mut machen, sich durch solche Zweifel nicht am Studium eines Themenfeldes beirren zu lassen, das nach wie vor die faszinierendsten Fragen der menschlichen Existenz bereithält, egal wie viel davon die gegenwärtig wirkende Forschergeneration nun für sich entdeckt haben mag.

Das Problem ist im Übrigen nicht allzu zeitgebunden. Im Jahre 1967, in den Vorwehen der studentischen Revolte, erschien in einer von der Münchner studentischen Fachschaft herausgegebenen Psychologenzeitung die nachfolgende Glosse.

Ein Newton zu wenig

" Einer muss einmal Knoten machen in diesen endlosen Faden! " (Robert Musil)

Das Heldenzeitalter der Psychologie ist vorbei. Die Psychologie ist heute fest in der Hand der großen Zahl der durchschnittlichen Köpfe. Und man sollte nicht auf sie herabsehen, die ihren wissenschaftlichen Schrebergarten mit Hingabe und Einfalt bestellen: Wir brauchen viele, sehr viele Untersuchungen über die mittlere Variation des Intelligenzquotienten bei vorschulpflichtigen Knaben unter der Einwirkung von Himbeerbrause, über die Korrelation der Lidschlagfrequenz mit der Produktion von Kleindetailantworten im Z-Test bei sensitiven Psychopathen und über dergleichen brennende Probleme mehr. Wir brauchen sie wirklich, ... diese zähen Hilfsarbeiter des Geistes, die sich unverdrossen an dem Faden entlang tasten, den man ihnen zu Beginn ihrer Wanderung durch das Labyrinth der Psychologie in die Hand gedrückt hat, die mit unendlicher Mühe die Wissensch

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