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Übungsbuch Resilienz 50 praktische Übungen, die der Seele helfen, vom Trauma zu heilen von Berg, Fabienne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.04.2014
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
17,99 €
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Übungsbuch Resilienz

Warum schaffen es einige Menschen, selbst mit schlimmsten traumatischen Erfahrungen fertig zu werden, während andere daran zerbrechen? Auch die Wissenschaft beschäftigt sich seit längerem mit dieser Frage und bietet das Konzept der Resilienz als Erklärungsansatz an. Was Menschen gesund erhält und sie u.a. dazu befähigt, schlimme Lebensereignisse zu bewältigen, steht im Mittelpunkt des Interesses, nicht allein mehr krank machende Faktoren. Nach dem Konzept der Resilienz helfen die innere Einstellung und praktische psychische Fähigkeiten dabei, Krisen zu überstehen und an ihnen zu wachsen. Zu den meist genannten Resilienz-Faktoren zählen: Optimismus, Akzeptanz, Verantwortung übernehmen und die Opferrolle verlassen, Lösungsorientierung, Loslassen, Neuorientierung, Eingebunden-Sein/Vernetzung, Glauben. Diese Faktoren kann man trainieren und so hat die Autorin 50 ganz praktische Übungen zusammengestellt, die traumatisierten Menschen helfen sollen, vom Trauma zu genesen und die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Fabienne Berg ist Sprach- und Sozialwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt außeruniversitäre Erwachsenenbildung. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie hilfreich die Stärkung der seelischen Widerstandskraft für die Bewältigung von traumatischen Erfahrungen ist. Sie lebt und arbeitet in Süddeutschland.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 29.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955712150
    Verlag: Junfermann
    Größe: 364 kBytes
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Übungsbuch Resilienz

2. Akzeptanz

Während meiner Beschäftigung mit dem Resilienzkonzept bin ich auf eine interessante Differenzierung des Begriffs "Akzeptanz" gestoßen. Das Wort Akzeptanz geht auf das lateinische "accipere" zurück und bedeutet einerseits, dass wir etwas ganz bewusst aktiv in Empfang nehmen, annehmen, ja vielleicht sogar willkommen heißen. Gleichermaßen kann "accipere" auch das passive Empfangen von dem bedeuten, was auch ohne unser Dazutun und unseren Willen in unserem Leben geschieht.

Für das Stärken unserer Seele ist es sinnvoll und wichtig, dass wir uns beide Seiten der Akzeptanz bewusst machen. Die passive Seite kann uns dabei helfen zu akzeptieren, dass wir nicht alles in unserem Leben steuern und bestimmen können. Dass es auch einfach Dinge gibt, die passieren. Auch wenn sie nicht durch unseren aktiven Willen in unser Leben gekommen sind: Sie gehören dazu. Sie sind da.

Die aktive Seite kann uns zu der bewussten Entscheidung führen, uns mit allem, was zu unserem Leben gehört, liebevoll anzunehmen. Akzeptanz kann hier zu einer bedingungslosen und ganz bewussten Selbstannahme werden. Wir lieben uns selbst mit allem, was wir bewusst willkommen geheißen und herbeigeführt haben, aber auch mit all dem, was einfach passiert ist, was wir empfangen haben, ohne dass wir dies aktiv wollten.

Der Resilienzfaktor Akzeptanz ist das bedingungslose Ja-Wort zu uns selbst. Zu allem, das wunschgemäß kommt und kommen soll und auch zu all dem, das wir weder planen noch vorausahnen können.

Inwieweit kann eine bedingungslose Selbstannahme bei der Bewältigung von traumatischen Erfahrungen helfen?

Meiner Erfahrung nach kann das bewusste Üben von Akzeptanz vor allem in den folgenden vier Punkten eine Hilfe sein. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Ihnen können dazu noch ganz andere Aspekte einfallen.

Zu wissen und zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die einfach passieren, ohne dass wir daran selbst "beteiligt" waren, kann helfen, sich von eventuell vorhandenen Schuldgefühlen zu befreien. Es hilft niemandem, am wenigsten uns selbst, wenn wir uns zusätzlich mit den eigenen Schmerzen martern.
Akzeptanz bedeutet auch, die Dinge klar zu sehen wie sie sind. Schönes wie Schlimmes. Eine mutige klare Sicht auf das eigene Leben ist notwendig, um der eigenen Wahrheit angemessen zu begegnen und von Schlimmem heilen zu können.
Die Entscheidung für eine ehrliche bedingungslose Selbstliebe kann bereits einen Teil unserer Schmerzen heilen, da wir uns ohne Vorbehalte mit allem annehmen und uns selbst mit Mitgefühl anstatt mit Vorwürfen begegnen.
Der Schritt zur bewussten Selbstannahme führt uns aus der passiven Rolle heraus zu mehr Aktivität. Die Entscheidung, uns selbst mit all unseren Seiten und unserer ganzen Geschichte zu lieben und uns für uns selbst und für die eigene Wahrheit zu öffnen, anstatt uns von der Vergangenheit beherrschen zu lassen, kann ein großer und sehr aktiver Schritt auf dem Weg zur Heilung und zu uns selbst sein. ÜBUNG 10: Bestandsaufnahme: Wie sehe ich meine Situation?

Ich stelle Ihnen im Folgenden einige Fragen zum Thema Akzeptanz und Eigenliebe. Nach meiner Erfahrung ist es sinnvoll, diese Übung schriftlich zu machen. Wenn Ihnen bestimmte Fragen unangenehm sind oder wenn sie alte Wunden berühren sollten, so lassen Sie diese Punkte zunächst außen vor und beginnen mit dem, was Ihnen leichter fällt.

Wie würden Sie die Beziehung zu sich selbst beschreiben?
Welche Eigenschaften mögen Sie besonders an sich?
Gibt es Teile Ihrer Persönlichkeit oder bestimmte Eigenschaften, die Sie innerli

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