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Befreit von alten Mustern Tipi - eine Körperreise zum Ursprung unserer Emotionen und Ängste von Nicon, Luc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2012
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
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Befreit von alten Mustern

Unser Körper vergisst nichts. Wo auch immer Angst, Panikattacken, Depression oder emotionale Überreaktionen ihren Ursprung haben mögen - unser Körper besitzt ein Gedächtnis für die ursächlichen Empfindungen, die mit ihnen im Zusammenhang stehen. T.I.P.I. ist eine Methode, über diese Körperempfindungen bis zum Ursprung unserer Angst oder Depression zu gehen und sie aufzulösen. Der Begriff kommt aus dem Französischen und steht für 'Technique d'identification sensorielle des peurs inconscientes' (Technik zur Identifizierung unbewusster Ängste auf der Grundlage unserer Körperempfindungen). Die genannten Probleme sind Folgen von Angsterlebnissen, die weit zurückliegen, teils sogar noch vor unserer Geburt. Deren Ursprung gilt es zu identifizieren, um die von der Angst hervorgerufenen spezifischen Verhaltensweisen zu deaktivieren. Sucht ein Mensch den Ursprung der Angst über seine Körperempfindungen und nicht über seinen Intellekt, kann er die Angst in der Regel sehr rasch auflösen. Mithilfe seiner Sinne vermag er so bis zu den ältesten Spuren seiner Angst zurückzugehen.

Luc Nicon ist Experte für Pädagogik und Verhaltens-Kommunikation. 2003 erschien in Frankreich sein erstes Buch 'Comprendre ses emotions'. Momentan bildet er schwerpunktmäßig Therapeuten aus und erforscht die Ursachen unbewusster Ängste.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 23.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955711139
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: Tipi - Technique d'identification sensorielle des peurs inconscientes
    Größe: 415 kBytes
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Befreit von alten Mustern

1. Die Grundlagen

Ohne den vollständigen Inhalt des Buches "Seine Emotionen besser verstehen lernen" wiederholen zu wollen, erscheint es mir dennoch wichtig, dessen grundlegende Erkenntnisse einleitend zu erklären. So wird besser verständlich, wie ich die Ergebnisse der Untersuchung gewann. Die spezifische Vorgehensweise, um die es in diesem Buch geht, bezeichnete ich mit "Tipi", dem Akronym aus den französischen Wörtern "Technique d'Identification sensorielle des Peurs Inconscientes". Übersetzt bedeutet dies "Technik zur Identifizierung unbewusster Ängste mit allen Sinnen - auf Körperebene". Es geht in der Tat darum, Ängste als Schlüssel unserer emotionalen Schwierigkeiten zu erkennen. Und dabei zu verstehen, dass sie am stärksten diejenigen unserer Reflexe konditionieren, mit denen wir reagieren, wenn Unbehagen und Schmerzen das erträgliche Maß übersteigen. Diese Reflexe umfassen vermeidende Verhaltensweisen und Flucht, das Erleben innerer Blockaden oder Hemmungen, Aggressivität und - dies eher unerwartet - auch Machtausübung 1 .

Angst entsteht in einem Menschen dann, wenn er zuvor eine erste unangenehme Erfahrung gemacht hat. Bei Tipi geht es darum, diese Erfahrung auf dem Weg über ihre konkreten Auswirkungen im Alltagsleben wiederzufinden, um die von ihr hervorgerufenen spezifischen Verhaltensweisen deaktivieren zu können. Noch kennen wir nicht mit absoluter Sicherheit den biologischen Mechanismus zu dem von uns erforschten Phänomen. Jedoch zeigen die Resultate der Untersuchungen: Wenn ein Mensch eine emotionale Situation wiedererlebt, die auf der Konfrontation mit einer ursprünglichen Angst beruht, wird diese Angst vollkommen aufgelöst. Voraussetzung dabei ist, dass dieses "Wiedererleben" keine intellektuelle Projektion darstellt, sondern als emotionale und körperbezogene Realität erlebt wird. Oder anders ausgedrückt: Es ist notwendig, dass die Person den Ursprung der Angst über die eigenen Körperempfindungen sucht und erlebt und nicht über ihren Intellekt. Und genau an dieser Stelle ergeben sich häufig die größten Schwierigkeiten: Wir sind es so viel mehr gewohnt nachzudenken, als nachzuempfinden. Dabei sind es unsere Sinne, die es jedem von uns erlauben, bis zu den ältesten Spuren unserer Ängste zurückzugehen. Zu jenen Ängsten, die in unserem Leben die entscheidende Rolle spielen. Kurz und gut: Es ist möglich, auf diese Art und Weise mit den vielfältigen Erlebnissen in Kontakt zu kommen, die beispielsweise während unserer Geburt stattfanden, ja selbst mit Erfahrungen aus der Zeit im Mutterleib.

Es gibt heute eine Vielzahl von anderen therapeutischen Herangehensweisen, die mehr oder weniger in diese Richtung gehen. Was den besonderen Erfolg von Tipi erklären kann, hängt mit dem Zusammentreffen von vier entscheidenden Grundsätzen zusammen, die im Folgenden dargestellt werden.
1.1 Angst

Angst ist definiert als eine Emotion, die bei Gefahr oder Anzeichen von Gefahr auftritt. Auf der ursprünglichsten Ebene offenbart sich Angst in zwei verschiedenen Formen: Bei der passiven Angst fühlen sich Menschen gehemmt, blockiert oder wie gelähmt. Bei der aktiven Form der Angst reagieren sie kopflos in ihren körperlichen Bewegungen und verbalen Ausdrucksweisen. Die spezifischen Reaktionen auf Anzeichen von Angst können sehr unterschiedlich ausfallen. Zu ihnen gehört der Ausdruck von Sorgen und Furcht, physische und psychische Stressreaktionen, Unruhe, Ängstlichkeit bis hin zu regelrechter Panik. Alle diese Reaktionen entstehen durch ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der Gefahr und der als bedrohlich erlebten Welt. Der Begriff "Gefahr" sollte in diesem Zusammenhang in seiner stärksten Bedeutung verstanden werden: als Konfrontation mit dem Tod. Bei einer direkten Auswirkung führt sie zum physischen Tod. Indirekt spürt ein Mensch die Wirkung von Gefahr, wenn er beispielsweise materielle oder soziale Verluste erleidet, die seine Überlebenschancen vermindern.

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