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Burnout Mit Akzeptanz und Achtsamkeit den Teufelskreis durchbrechen von Waadt, Michael (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
21,99 €
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Burnout

Vorbeugen und helfen - mit der Akzeptanz- und Commitment-Therapie ACT

Das Burnout-Syndrom trifft immer mehr Menschen in unserer hektischen und auf Leistung getrimmten Welt. Die Autoren zeigen, wie Betroffenen mit der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) nachhaltig geholfen werden kann - und wie man gezielt einem drohenden Burnout vorbeugen kann.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie ist ein Verfahren, das zur sogenannten dritten Welle der Verhaltenstherapien zählt. Sie setzt bei den Kognitionen, den Strategien und beim Autonomieerleben des Individuums an und entfaltet dadurch gerade für die Burnout-Problematik höchste Wirksamkeit. Die Autoren zeigen, wie Burnout - aus der ACT-Perspektive - entsteht und wie es gelingt, mit Hilfe von Achtsamkeit und Akzeptanz den verhängnisvollen Kreislauf zu durchbrechen und ein reiches, erfülltes und selbstbestimmtes Leben zurückzugewinnen.

Michael Waadt ist ACT-Therapeut und Leiter des Münchener Instituts für Arbeit und seelische Gesundheit. Jens Acker ist Arzt und Spezialist für Diagnose und Therapie stressbezogener Erkrankungen. Er leitet als Oberarzt eine Tagesklinik, die Spezialangebote für Menschen mit depressiven Störungen und Burnout bereithält.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 227
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456950822
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 2605 kBytes
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Burnout

Guter Stress - schlechter Stress?

Wir alle können ohne Stress nicht leben. Auch Dinge, die wir als positiv wahrnehmen, sind für unseren Körper erst einmal Stress. Erinnern Sie sich zum Beispiel an Ihre erste Beziehung: Ständig an einen Menschen denken, mit ihm zusammen sein wollen und das Getrenntsein als Last empfinden kann eindeutig als Stress gemessen werden, obwohl Liebe an sich etwas Schönes ist. Früher verwendete man in diesem Zusammenhang häufig die Begriffe "positiver" und "negativer Stress". Wenn Sie zum Beispiel an Ihre Hochzeit denken, werden Sie zuerst die Assoziation "positiver Stress" haben. Wenn Sie jedoch an Ihren Ehevertrag denken, an schwierige Schwiegereltern, die Organisation der Hochzeitsfeier, das Erstellen der Gästeliste (Sitzordnung), wird sich gegebenenfalls auch ein Gefühl der Anspannung einstellen. An diesem Beispiel wird klar, dass das gleiche Ereignis positive und auch negative Gefühle hervorrufen kann. Deshalb hat man die Einteilung in guten und schlechten Stress aufgegeben. Wichtig ist allein, wie wir auf die jeweilige Situation reagieren. Dies kann je nach unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten durchaus unterschiedlich sein. Dazu ein anderes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie müssen für einen erkrankten Kollegen einspringen und einen Vortrag vor unbekanntem Publikum halten. Mit dem Thema haben Sie im Alltag fast nie zu tun, die Zeit ist knapp. Wie fühlen Sie sich? Unsicher? Nervös, angespannt? Eine negative Stressreaktion kann die Folge sein. Anders sieht es aus, wenn Sie eine derartige Situation bereits früher erfolgreich gemeistert haben. Ist die Aufgabe mit hoher Anerkennung verbunden? Liegt Ihnen das Thema? Dann kann Ihr Auftritt eine willkommene Abwechslung bieten und sogar Spaß machen.

Unser Stresssystem

Das System, das uns Menschen die Auseinandersetzung mit Stress ermöglicht, hat sich vor weit mehr als hunderttausend Jahren entwickelt und findet sich in ähnlicher Form auch im Tierreich. Sehr viel später hat das menschliche Gehirn einige zusätzliche Fähigkeiten und Bereiche ausgeprägt, durch die wir uns maßgeblich von dem Großteil der Tiere unterscheiden. Wir sprechen deshalb davon, dass wir ein "neues" und ein "altes" Gehirn besitzen, die allerdings untrennbar miteinander verwoben sind. Stark vereinfacht lässt sich das so darstellen: Wir Menschen verfügen über ein einfaches und sehr zuverlässiges Alarmsystem, das sich in vielen hunderttausend Jahren bewährt hat. Diese alten Teile des Gehirns sind zuallererst auf das Überleben bedacht und stehen in engem Kontakt zum Körper. Sie kontrollieren oder regulieren fast alle Körperfunktionen, die für unser Leben wichtig sind, zum Beispiel die Atmung, den Appetit, den Herzrhythmus, den Blutdruck, Schlafen und Wachen, sexuelle Aktivität, Ausschüttung von Hormonen und Immunreaktionen. Und ganz wichtig: Auch Emotionen werden hier erzeugt und erlebt.

Wenn wir ein Modell des menschlichen Gehirns betrachten, können wir diesen uralten Teil des Gehirns jedoch nicht sehen, weil sich ein neuer Gehirnteil entwickelt und ihn überformt hat: das Denkhirn, der sogenannte Neokortex, all die vielen grauen Windungen, die ein menschliches Gehirn ausmachen und auf die wir so stolz sind. Unser Gehirn ist im Verhältnis zu unserer Körpergröße deutlich größer als das der Tiere, und es verleiht uns einzigartige Fähigkeiten: Planung der Zukunft, Entwicklung einer Sprache, Unterdrückung von sofortigen Impulsen und Instinkten, um nur einige zu nennen. Es kann erstaunlich komplizierte Aufgaben vollbringen, kann zum Beispiel ein vertrautes Gesicht in einer Menschenmenge wiedererkennen oder in einem vollen Lokal ein weit entferntes Gespräch belauschen und sich Sekunden später wieder dem gegenübersitzenden Tischpartner zuwenden.

Stellen Sie sich vor, wie viele Evolutionsschritte das Gehirn in den letzten hunderttausend Jahren bis zu seinem jetzigen Reifegrad durchlaufen musste. Und halten Sie sich vor Augen, dass u

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