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Den Träumen auf der Spur - Zugang zur modernen Traumforschung von Strauch, Inge (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2004
  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (ePUB)
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Den Träumen auf der Spur - Zugang zur modernen Traumforschung

Wie und warum träumt man? Wer träumt wie? Welche Faktoren beeinflussen Träume? Was sind die Trauminhalte? Das Buch bildet ein Grundlagenwerk für alle, die sich für die moderne Traumforschung interessieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 265
    Erscheinungsdatum: 01.01.2004
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456741383
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 1563 kBytes
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Den Träumen auf der Spur - Zugang zur modernen Traumforschung

2. Methoden zur Erhebung von Träumen

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind die Methoden zur Erhebung der Träume vielfältiger geworden. Die Selbstbeobachtung wurde ergänzt durch die Fremdbeobachtung, kasuistische Traumbeispiele wurden erweitert mit systematischen Traumsammlungen und zu den Aufzeichnungen spontan erinnerter Träume kam die gezielte Traumaufnahme hinzu.

Eine wesentliche Einschränkung müssen wir jedoch gleich an den Anfang stellen: In der Traumforschung gibt es keine Methode, mit der es gelingt, den Inhalt des Traums einzufangen und den Verlauf des Traumgeschehens unmittelbar zu beobachten. Mit allen Methoden der Traumerhebung können wir uns dem Traumerleben nur indirekt und nachträglich annähern. Der Traum selbst ist ein psychisches Phänomen, das sich nur den Träumenden erschließt und über das nur sie in introspektiver Rückbesinnung nachträglich Auskunft geben können.

Aber auch den Träumern ist das Traumerleben nicht immer in gleicher Weise zugänglich, weil Träume sich nicht auf Wunsch einstellen, weil sie vielfach gleich nach dem Aufwachen dem Gedächtnis wieder entgleiten und weil sie nicht selten schwer zu beschreiben sind.

Träume sind private Erlebnisse, bei denen keine Beobachter zugelassen sind, der Träumer ist der einzige Zeuge des Traumgeschehens. Wollen wir einem anderen Menschen Einblick in unsere Träume geben, dann müssen wir sie erst in eine mitteilbare Form bringen. Diese notwendige Umsetzung des Erlebens bringt allerdings mit sich, dass in einem solchen Traumbericht nur das zum Ausdruck kommt, was wir in Worte fassen oder etwa zeichnerisch darstellen können.

Wenn wir Träume nicht nur für uns behalten möchten als persönliche Erfahrungen, die beeindruckend, bereichernd oder auch beängstigend sein können, sondern wenn wir Träume festhalten wollen, um weiter über sie nachzudenken oder um sie auszuwerten, dann ist es unumgänglich, sie in Sprache zu übersetzen und in irgendeiner Form aufzuzeichnen.
Die Sammlung von spontan erinnerten Träumen

Traumforschung setzte zu dem Zeitpunkt ein, als einzelne Gelehrte begannen, ihre eigenen Träume systematisch zu beobachten und aufzuschreiben. Bereits im vorletzten Jahrhundert haben Alfred Maury und d'Hervey de Saint-Denys solche Traumtagebücher geführt und von diesen Traumsammlungen interessante Einsichten und Aussagen über das Wesen des Traums abgeleitet.

Traumtagebücher kann man jedoch auf sehr verschiedene Weise führen. Wesentliche Gesichtspunkte sind Zeitpunkt und Art der Protokollführung. Zunächst hängt es einmal davon ab, wann wir einen Traum aufschreiben. Wir können dies gleich nach jedem, auch nächtlichem Aufwachen tun oder wir halten erst am Morgen nach dem Aufstehen alle Träume der Nacht fest, an die wir uns noch erinnern. Schließlich kann es aber auch vorkommen, dass wir einen Traum erst später am Tage notieren, er ist uns ganz plötzlich wieder eingefallen, obwohl er am Morgen nicht greifbar war. Es leuchtet ein, dass eine Niederschrift, die dem Traum zeitlich nahe steht, in der Regel detaillierter und wirklichkeitsgetreuer ist als ein späterer Bericht. Mit wachsendem Zeitabstand entschwinden Einzelheiten dem Gedächtnis, und die Traumerinnerung vermischt sich zudem leichter mit Wachgedanken, die das ursprüngliche Erlebnis abwandeln.

Von der Art der Protokollführung hängt es ab, wie genau und ausführlich ein Traum übertragen wird. Halten wir nur das Auffälligste in Stichworten fest, dann erfassen wir zwar das Traumthema, machen aber weniger Aussagen über Darstellungsmittel und Ausgestaltung des Traums. Versuchen wir dagegen, möglichst alle Einzelheiten zu b

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