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Der Schuld entwachsen In sechs Schritten Schuldgefühle bewältigen und das Leben zurückgewinnen von Eckert, Holly M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2012
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
12,99 €
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Der Schuld entwachsen

Sich von Schuldgefühlen befreien Stecken Sie in Ihren Schuldgefühlen fest? Und egal, wie sehr Sie sich bemühen, es ist nie genug? Tun Sie sich schwer damit, sich selbst für längst Vergangenes zu vergeben? Fühlen Sie sich schuldig, wenn Sie sich auch einmal um Ihre eigenen Bedürfnisse kümmern? Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie mithilfe eines ganz einfachen Sechs-Schritte-Prozesses der Schuld entwachsen und Vergebung, Selbstakzeptanz und Empowerment spüren können. An lebensnahen, auf dem GFK-Prozess basierenden Beispielen werden Sie lernen, wie Sie: - emotional auszehrenden Schuldgefühlen entwachsen, - Ihren inneren Kritiker beruhigen und - sich um Ihre Bedürfnisse kümmern können, ohne sich egoistisch zu fühlen; - sich vergangene Fehler verzeihen, - gesunde Bindungen eingehen und - zerbrochene Beziehungen erfolgreich wieder heilen können. 'Der Schuld entwachsen' bringt Sensibilität und Klarheit in das Wirrwarr von Schuld und inneren Konflikten. Von den zahlreichen Beispielen werden alle diejenigen profitieren, die nach Orientierung suchen und Klarheit über Selbst-Empathie haben wollen.' - Wes Taylor Holly Michelle Eckert ist zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation. 2001 begann die mit 'Radiant Relationships', einer äußerst erfolgreichen Seminarreihe. Außer Mediationen in Unternehmen und Retreats für Frauen führte sie Kommunikations-Coachings für Einzelpersonen und Familien durch. 2008 gründete sie das 'Nonviolent Communication Training Center of North Seattle'. <A href="

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 23.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955710996
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: Graduating From Guilt
    Größe: 572 kBytes
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Der Schuld entwachsen

2. Selbstsorge lernen

Lassen Sie uns ein anderes Beispiel aus dem Seminar "Der Schuld entwachsen" betrachten. Ein Teilnehmer fühlte sich schuldig, weil er Bedürfnisse hatte. Grundlegende Bedürfnisse, die wir alle teilen, bilden das Kernstück der Gewaltfreien Kommunikation, doch viele Menschen werden dazu erzogen, selbstlos, großzügig und mildtätig gegenüber anderen zu sein. Wenn sie dann die GFK erlernen, werden sie zuweilen von starken Schuldgefühlen geplagt, überhaupt Bedürfnisse zu haben.
Schritt 1: Identifizieren Sie die Schuld

Roger gehörte zu dieser Gruppe. Während unseres Seminars wollte er an den Schuldgefühlen arbeiten, die durch sein neues Bewusstsein, dass er tatsächlich Bedürfnisse hatte, ausgelöst worden waren.
Schritt 2: Benennen Sie die "Sollansprüche"

Darum gebeten, die Vorstellung, dass er keine Bedürfnisse haben sollte, näher zu erläutern, wartete Roger mit zwei Aussagengruppen auf, die miteinander im Widerspruch zu stehen schienen. Die erste Gruppe: "Ich sollte meine Bedürfnisse nicht auf Kosten anderer erfüllen", "Ich sollte anderen keine Unannehmlichkeiten bereiten oder sie verletzen" und "Ich sollte meine Talente zum Wohle anderer nutzen".

Die Aussagen der zweiten Gruppe waren Ausdruck seiner inneren Stimme, die ihm im Gegensatz dazu sagte, er solle für sich selbst eintreten: "Ich sollte meinem Herzen folgen" und "Ich sollte deutlicher und mutiger äußern, was ich brauche und möchte". Obendrein kritisierte Roger sich dann noch für seine Verwirrtheit: "Ich sollte in der Lage sein, mehr Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen."

Ich las Roger seine Liste vor, und die Aussage, die ihn am meisten berührte, war: "Ich sollte deutlicher und mutiger äußern, was ich brauche und möchte."
Schritt 3: Nehmen Sie Kontakt mit den unerfüllten Bedürfnissen auf

Ich lud Roger ein, Kontakt mit seinen unerfüllten Bedürfnissen aufzunehmen, indem ich ihn fragte: "Welche Ihrer Bedürfnisse werden nicht erfüllt, wenn Sie nicht deutlich und mutig äußern, was Sie brauchen und möchten?"

Roger hatte kein Problem zu antworten: "Das nach Anerkennung meines eigenen Gefühls der Authentizität. Ich habe die Verbindung zu meiner Autonomie, Kreativität, meinem Selbstausdruck und meiner Selbstbestimmung verloren. Wenn ich nicht entsprechend meinen Wünschen nach dem, was ich im Leben will, handle, fehlen mir Erfüllung, Freude, Ziele, Sinn und Gerichtetheit. Ich möchte wirklich wachsen, und auch dieses Bedürfnis wird nicht erfüllt. Und wenn ich nicht authentisch bin, wie kann mir dann jemand Empathie oder Verständnis entgegenbringen?"
Schritt 4: Nehmen Sie die mit den unerfüllten Bedürfnissen verbundenen Gefühle wahr

Ich hielt diese Bedürfnisse in Form einer Liste fest und sagte: "Ich werde Ihnen Ihre Liste jetzt ganz langsam vorlesen. Zwischen jedem Bedürfnis mache ich eine Pause, damit Sie jedes Wort tief in sich aufnehmen können." Wir holten einmal tief Luft, bevor ich fortfuhr: "Akzeptanz, Authentizität. Autonomie, Kreativität, Selbstausdruck und Selbstbestimmung. Erfüllung, Freude, Ziele, Sinn und Gerichtetheit. Wachstum. Empathie und Verständnis. Wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt werden, wie fühlen Sie sich dann?"

Langsam und leise antwortete Roger: "Traurig und müde. Auch zerrissen. Und ängstlich und frustriert." Wir hielten kurz inne, damit Roger diese Gefühle auf sich wirken lassen konnte.
Schritt 5: Erkennen Sie die positiven Beweggründe

"Roger", fuhr ich fort, "ich bin mir ziemlich sicher, dass es einige positive Bedürfnisse gibt, die Sie in dem Muster gefangen halten, der Erfüllung der Bedürfnisse anderer Priorität vor der Erfüllung Ihrer eigenen Bedürfnisse einzuräumen. Sind Sie bereit, herauszufi

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