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Ess-Störungen Gemeinsam wieder entspannt essen von Reich, Günter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2015
  • Verlag: Trias
eBook (PDF)
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Ess-Störungen

Zurück zum entspannten Familien-(Ess-)Alltag Bulimie, Anorexie oder Orthorexie - eine Essstörung betrifft immer die ganze Familie. Doch wie findet diese nach der Therapie wieder zu einem 'normalen' (Ess-)Alltag? Wie ändere ich eingeschliffene Gewohnheiten und Verhaltensweisen? Woran zeigt sich ein drohender Rückfall und wie können Sie ihn abwenden? Experten geben lebensnahen Rat und Betroffene und ihre Eltern sprechen hier offen von Krisen und vom Gelingen. - Heilung als gemeinsamer Weg: Alltagshürden wie Familienfeiern, Einkaufen oder Urlaube meistern - Gemeinsam stark sein: Sich als Familie neu finden - Gesunde Ernährung wiederentdecken: 73 Rezepte von Betroffenen getestet - lecker und ausgewogen Als leitender Psychologe der Ambulanz für Familientherapie und für Essstörungen der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen betreut Prof. Dr. Günter Reich täglich Menschen mit Essstörungen. Durch diese Tätigkeit und seine wissenschaftlichen Forschungen zur Entwicklung und Behandlung von Essstörungen hat er viele Einblicke in diese Thematik erhalten. 'Ich möchte den Betroffenen und ihren Angehörigen etwas in die Hand geben, womit sie mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung bekommen und womit sie sich während und nach einer Therapie selbst helfen können.' Prof. Dr. Günter Reich sitzt unter anderem im Kuratorium des Bundesfachverbandes Essstörungen (BFE) und hat einige Fachbücher zur Therapie von Essstörungen veröffentlicht. Silke Kröger, Diplom-Oecotrophologin und Ernährungsberaterin VDOE, ist seit 1991 in der Ernährungsberatung tätig, betreut eine Wohngruppe für Mädchen mit Essstörungen und betreibt eine eigene Praxis in Göttingen. Dort arbeitet sie eng mit der Ambulanz für Familientherapie und Essstörungen zusammen. 'Mir ist es besonders wichtig, dass die Mädchen ein entspanntes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper bekommen, regelmäßig essen und kochen und, mit meiner Hilfe, gemeinsam Hürden bewältigen.'

Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Günter Reich leitet die Ambulanz für Familientherapie und Essstörungen an der Uni-Klink Göttingen. Er sitzt u.a. im Kuratorium des Bundesfachverbandes Essstörungen (BFE) Silke Kröger ist Diplom-Oecotrophologin, hat eine eigene Praxis als Ernährungsberaterin und arbeitet mit der Ambulanz der Uni-Klinik Göttingen zusammen. Zudem betreut sie eine Wohngruppe für Mädchen mit Essstörungen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 21.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830468844
    Verlag: Trias
    Größe: 12540 kBytes
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Ess-Störungen

1 Was bedeutet "Essstörung"?

Welche Krankheitsbilder werden unterschieden? Welche Folgen haben Essstörungen und wodurch entstehen sie überhaupt erst? Dieses Kapitel gibt einen Überblick.

Essstörungen sind schwerwiegende psychosomatische Erkrankungen. Hauptmerkmal ist die andauernde, zwanghafte Beschäftigung mit dem Thema "Essen". Es werden abnorm geringe oder abnorm große Mengen an Nahrung zugeführt. Die Nahrungsaufnahme sowie deren Auswirkungen können übermäßig kontrolliert werden und von Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel Erbrechen begleitet sein. Essstörungen zeigen sich oft im äußeren Erscheinungsbild, das heißt im Unter- oder Übergewicht. Mit Essstörungen sollen Probleme gelöst werden, die den Betroffenen unlösbar erscheinen. Zudem ist der Bezug zum eigenen Körper gestört: Dieser wird verzerrt wahrgenommen (Körperschemastörung) und negativ bewertet.

Man unterscheidet verschiedene Formen von Essstörungen:

Magersucht (Anorexia nervosa): Hier kommt es vor allem durch Hungern, aber auch durch exzessive sportliche Betätigung, Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln und anderen Medikamenten zu extremer, oft lebensgefährlicher Abmagerung. Weitere Merkmale sind eine ausgeprägte Körperschemastörung, die Angst vor einer Gewichtszunahme, hormonelle Störungen sowie Verleugnung der Krankhaftigkeit des Zustandes.

Bulimie (Bulimia nervosa): Hier kommt es zu Essanfällen mit gegensteuernden Maßnahmen wie Erbrechen ("Ess-Brech-Sucht"), Sport, Abführmittelmissbrauch oder Hungern. Dieses Verhalten wird überwiegend heimlich praktiziert. Die Betroffenen sind meist normalgewichtig, manchmal auch über- oder untergewichtig. Krankheitseinsicht ist in den meisten Fällen vorhanden, aus Scham wird eine Therapie aber oft lange vermieden.

Essstörung mit Essanfällen (Binge-Eating-Störung): Hier kommt es regelhaft zu heimlichen "Fressattacken", die starke Schuld- und Schamgefühle hervorrufen. Jedoch fehlen hier, im Gegensatz zur Bulimie, anschließende gegensteuernde Maßnahmen wie das Erbrechen. Die Betroffenen sind daher nicht selten übergewichtig.

Sonstige Essstörungen: Hierzu gehört unter anderem das "Nachtesser-Syndrom", bei dem die hauptsächliche Nahrungsaufnahme - oft suchtartig - nach der Abendmahlzeit bzw. nachts stattfindet. Zudem fallen hierunter die Essstörungen, die den typischen Formen nicht zugeordnet werden können. Der Leidensdruck bzw. die Schädigung ist auch hier oft erheblich und es besteht genauso Behandlungsbedarf.

Orthorexie (Orthorexia nervosa): Ob die sogenannte Orthorexie auch zu den Essstörungen zählt, wird diskutiert. Hierbei handelt es sich um das ausgeprägte krankhafte Verlangen, sich "gesund" zu ernähren. Das Essen wird extrem ideologisiert und moralisiert. Die Nahrungsmittelvielfalt wird aus Angst vor "Ungesundem" oder "falscher Ernährung" immer stärker eingeschränkt. Infolgedessen kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Die Krankheitseinsicht fehlt typischerweise.

Vor allem Mädchen und Frauen sind von Essstörungen betroffen. Das gilt besonders für die Magersucht und die Bulimie. Die Binge-Eating-Störung hingegen ist auch bei Männern verbreitet.

Essstörungen sind keine "schlechten Angewohnheiten". Sie haben schwer wiegende körperliche, seelische und soziale Folgen. Es kommt zu dauerhaften Störungen der Hormonregulation, vor allem der Geschlechtshormone, Störungen der Pubertätsentwicklung und des Wachstums, Konzentrationsproblemen, Haut-, Haar- und Zahnschäden, Störungen der Libido, Veränderungen der Knochensubstanz bis hin zu Osteoporose und vermutlich auch Veränderungen der Hirnfunktionen. Hierbei sind die Hunger-Sättigungs-Regulierung, die Körperwahrnehmung und das Belohnungssystem betroffen. Auf sozialer Ebene finden sich oft Rückzug und Vereinsamung, auf psychischer Ebene Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Apathie, De

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