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Ich weiß, wie du fühlst Die geheimen Botschaften des Körpers von Strobel, Tatjana D. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2012
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Ich weiß, wie du fühlst

Jeder Gedanke ist Gehirnaktivität und wird über die Muskulatur in unseren Bewegungen zum Ausdruck gebracht. Bevor wir etwas sagen, haben wir unsere Gedanken und Gefühle bereits zu 90% preisgegeben, und zwar durch Gestik und Körpersprache. Aber auch Hand-, Fuß- und Fingerformen offenbaren die Charaktereigenschaften und Neigungen eines Individuums. Tatjana Strobel ist Expertin für Physiognomie und Körpersprache. Schritt für Schritt erklärt sie, was sich hinter bestimmten Gesten, Haltungen und Formen verbirgt. So wird es gelingen, die faszinierende Sprache des Körpers zu verstehen und uns selbst und andere besser einzuschätzen. Tatjana Strobel ist Gründerin der Coaching-Firma ts HEAD WORKS. Sie studierte Pädagogik und arbeitete anschließend viele Jahre lang als Verkaufsleiterin und Sales Managerin in der Parfüm- und Kosmetikbranche. Bereits in dieser Zeit eignete sie sich Wissen zur Physiognomik an. 2008 machte sie sich selbstständig; heute agiert sie als freie Trainerin und Seminarleiterin. Sie bildet in der Menschenkenntnis-AKADEMIE Berater nach der TDS-Methode aus, bietet Einzelsitzungen und Inhouseseminare an und hält Vorträge zum Thema Physiognomik. Tatjana Strobel lebt in Zürich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 12.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641066437
    Verlag: Goldmann
    Größe: 3612 kBytes
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Ich weiß, wie du fühlst

Kapitel 2

Landkarte Mensch - wie Sie Menschen lesen lernen

Mischen Sie 44,1 Kilogramm Sauerstoff mit 14 Kilogramm Kohlenstoff und 2,1 Kilogramm Stickstoff. Geben Sie ein Kilo Kalzium und 700 Gramm Phosphor hinzu, außerdem 170 Gramm Kalium, 140 Gramm Schwefel, 70 Gramm Chlor und die gleiche Menge Natrium. Zum Schluss reichern Sie diese Mischung noch mit 30 Gramm Magnesium, 3 Gramm Eisen, 300 Milligramm Kupfer, 100 Milligramm Mangan und 30 Milligramm Jod, Wasser und Selen an, dann haben Sie die Hauptbestandteile Ihres Körpers.

Faszinierend, oder? Erst recht, wenn man bedenkt, wie komplex unser Körper und Geist funktionieren, wie einzigartig jeder Einzelne von uns ist ... und dass es uns tagtäglich gelingt, uns mit vielen anderen Menschen zu verständigen und mit ihnen zu leben.

Wir Menschen kommunizieren über drei Kanäle: unsere Stimme, unsere Mimik und unseren Körper.

Nehmen wir einmal an, ein guter Freund oder eine Freundin ruft Sie an. Schon daran, wie er oder sie sich meldet, werden Sie in den meisten Fällen erkennen können, wie es ihm/ihr geht. Will Ihr Freund Ihnen von einem tollen Erlebnis erzählen, das er hatte? Hat Ihre Freundin gerade eine Enttäuschung erlebt, ist sie wütend oder eher frustriert? Stimmen können heiter und beschwingt, sachlich, leise und gedämpft oder auch müde und kraftlos klingen. So, wie wir uns fühlen, hören wir uns meist auch an.

Tiefe Stimmen assoziieren die meisten Menschen mit Selbstbewusstsein und Dominanz, hohe Stimmen hingegen mit Nervosität, Unsicherheit und Unzufriedenheit. Die beiden Psychologen Stanford Gregory und Timothy Gallagher haben sich 19 Debatten zwischen Politikern aus amerikanischen Wahlkampagnen zwischen 1960 und 2000 ganz genau angehört: Mit Hilfe der Spektralanalyse maßen sie die Grundfrequenz der Stimmen der einzelnen Politiker. Sie stellten fest, dass in jeder der acht Wahlen der Kandidat mit der tiefsten Stimme den höchsten Prozentsatz an Wählerstimmen erhielt. Der Klang einer Stimme kann unser Verhalten also beinflussen.

Noch deutlicher als der Klang unserer Stimme sagt die Wahl unserer Worte etwas darüber aus, wie es uns geht. In meinen Seminaren zum Thema Menschenkenntnis zeige ich den Teilnehmern drei unterschiedliche Bilder und bitte sie, schriftlich eine kurze Geschichte dazu zu erzählen: Wie kam es zu der abgebildeten Situation, was geschieht gerade, und wie könnte die Szene weitergehen? Das erste Bild zeigt eine romantische Kussszene zwischen zwei Menschen auf einem Kornfeld. Auf dem Foto ist erkennbar, dass es regnet, was die beiden Liebenden nicht vom Küssen abhält. Normalerweise bekomme ich zu diesem Bild romantische Liebesgeschichten erzählt. Eine Teilnehmerin schrieb dazu jedoch Folgendes auf: "Zwei Menschen küssen sich im Kornfeld. Sie sollten die Zeit noch genießen, denn schnell ist sie vorbei, der Alltag kehrt ein, und die Beziehung stumpft ab. Bald schon werden Lüge und Betrug bei ihnen einziehen." Auch ohne dass ich die Vorerfahrungen dieser Seminar-Teilnehmerin kannte, lag es nahe, dass sie aus eigener, schmerzlicher Erfahrung sprach. Ein persönliches Gespräch bestätigte meine Vermutung. Wir zeigen also auch durch die Art, wie wir etwas erzählen, wer wir sind und was wir erlebt haben. Optimisten und Pessimisten erkennt man so meist rasch.

Und die Mimik? Es gibt über 10 000 Gesichtsausdrücke, denen sieben Basisemotionen zugrunde liegen: Freude, Trauer, Überraschung, Zorn, Ekel, Verachtung und Angst. Der Anthropologe und Psychologe Paul Ekman, einer der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet, hat festgestellt, dass diese Emotionen angeboren, nicht erlernt sind. Weltweit zeigen sich diese Emotionen in menschlichen Gesichtern auf die gleiche Weise, auch wenn die Auslöser ganz unterschiedlich sein mögen. Ganz gleich, ob eine Wildschweinherde auf uns zustürmt oder jemand uns mit einer Waffe bedroht: die Angstmechanismen, die dann ein

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