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Körpersprache - Das Trainingsbuch Überzeugend auftreten - Die unbewussten Signale deuten können von Schmid-Egger, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.09.2014
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
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Körpersprache - Das Trainingsbuch

Körpersprache ist der Schlüssel, um Menschen wirklich zu verstehen. Wenn Sie Gestik, Mimik und Körperhaltung Ihres Gegenübers deuten können, wissen Sie auch, was dieser denkt und fühlt. Dieses Buch verfolgt dabei einen völlig neuartigen Ansatz. Erstmalig überhaupt verbinden die Autoren eine moderne Typenlehre, die auf aktuellen Ergebnissen der Gehirnforschung basiert, mit der herkömmlichen Deutung von Körpersprache. Außerdem nutzen sie Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung, um die Funktion von Körpersprache einfach und verständlich darzustellen. Diese Erkenntnisse erleichtern Ihren Zugang zur Körpersprache deutlich! Mit etwas Übung können Sie schnell und einfach sehen, was in Ihren Mitmenschen vor sich geht. Ihr Vorteil: Sie können unbekannte Menschen schnell und sicher einschätzen. - Sie können Ihre Kommunikation viel gezielter als bisher steuern. - Sie durchschauen Ihren Gesprächspartner und lassen sich nicht mehr manipulieren. Im Trainingsteil lesen Sie außerdem, - wie Sie Ihre eigene Körpersprache beeinflussen und damit Ihre Wirkung deutlich verbessern. - wie Sie Ihr Wissen um Körpersprache in den typischen Situationen des beruflichen Alltags gezielt nutzen. So können Sie Gespräche erfolgreicher führen oder Konflikte leichter schlichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 283
    Erscheinungsdatum: 18.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406665530
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 7104kBytes
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Körpersprache - Das Trainingsbuch

33 2. Kapitel

Wie entsteht Körpersprache?

Steinzeit im Büro

Bestimmen wir unser Verhalten wirklich selbst? Sind wir immer Herr der Lage und haben uns ständig im Griff? Seit der Philosoph René Descartes im 17. Jahrhundert die Zeit der Aufklärung begründet hat, setzte sich die Ansicht durch, dass der Mensch ein durch und durch vernunftbegabtes Wesen ist. Wir bestimmen mit unserer Ratio, die in unserer Großhirnrinde sitzt, was wir tun und sagen.

Erste Zweifel an dieser Ansicht äußerte bereits der Wiener Psychoanalytiker Sigmund Freud zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Er brachte das sogenannte "Unbewusste" ins Spiel, ohne es allerdings noch richtig deuten zu können. Für ihn blieb es geheimnisvoll und schwer verständlich. Bis heute glauben viele Psychologen, dass das Unterbewusste höchstens eine untergeordnete Rolle bei dem spielt, was wir tun und wie wir uns verhalten.

Diese Vorstellung stellen moderne Hirnforscher gründlich infrage. Inzwischen gehen Wissenschaftler davon aus, dass zwei Teile unseres Gehirns, das limbische System sowie das das Stammhirn, auch Reptiliengehirn genannt, zentralen Einfluss auf uns haben. Diese beiden Gehirnteile steuern sowohl unsere Gefühle und Emotionen als auch unser primäres Verhalten wie Herzschlag, Fluchtverhalten und vieles mehr. Sie beeinflussen uns weit mehr, als uns das bewusst und vielen auch lieb ist. Doch wir bekommen das meist nicht mit, weil uns vieles von unserem täglichen Verhalten so normal und natürlich erscheint, dass wir einfach nicht mehr darüber nachdenken. Die wirklichen Verhältnisse im Gehirn sind noch etwas komplexer. Der Einfachheit halber verwenden wir im Buch jedoch die beiden 34 Begriffe "limbisches System" und "Reptiliengehirn" immer dann, wenn wir uns auf die unbewussten Prozesse und Handlungen im Gehirn beziehen.

Das Reptiliengehirn rettet Ihr Leben

Stellen Sie sich dazu vor, dass Sie in Gedanken versunken eine Straße überqueren. Plötzlich rast ein großer, schwerer LKW auf Sie zu, den Sie einfach übersehen haben. Wenn Sie über ein normales Reaktionsvermögen verfügen, werden Sie wahrscheinlich innerhalb einer drittel bis halben Sekunde zur Seite springen und damit wahrscheinlich Ihr Leben retten. Der LKW rast an Ihnen vorbei.

Doch bis Ihr Bewusstsein diesen Vorgang registriert hat und Sie so richtig Angst bekommen, vergehen weitere drei Sekunden. Denn so lange dauert es, bis ein Außenreiz, hier der optische Eindruck des LKW, Ihre Großhirnrinde erreicht hat, dort einen Denk- und Analyseprozess durchläuft und sich das Großhirn zu einer Reaktion entschließt.

Wenn wir wirklich so vernunftbegabt wären, wie das Descartes postulierte, lägen Sie inzwischen unter dem LKW. Gerettet hat Sie das Reptiliengehirn. Es reagiert unmittelbar und fragt nicht lange nach Begründungen. In diesem Fall hat es das lebenserhaltende System "Flucht" aktiviert. Nach Ihrer Rettung werden Sie jedoch kaum darüber nachdenken, sondern wie selbstverständlich davon ausgehen, dass Sie Ihr schnelles Reaktionsvermögen gerettet hat. Eine Heuschrecke ganz ohne Großhirn hätte sich jedoch genau mit demselben System im Gehirn und demselben Fluchtprogramm gerettet. In diesen Sekunden waren Sie hinsichtlich der Leistung Ihres Gehirns von der Heuschrecke nicht sehr weit entfernt.

Dazu noch ein weiteres Beispiel, das Ihnen den Einfluss Ihrer "alten" Gehirnteile noch stärker verdeutlichen wird:

Michael Rot greift an

Stellen Sie sich vor, dass Michael Rot, die selbstbewusste Führungskraft, die wir Ihnen weiter oben be

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