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Menschen durchschauen und richtig behandeln Psychologie für Beruf und Familie von Correll, Werner (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.11.2005
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Menschen durchschauen und richtig behandeln

Sowohl für Ihren beruflichen Erfolg als auch für Ihre persönlichen Beziehungen ist es sehr wichtig, andere Menschen richtig zu verstehen. In diesem Buch erläutert Werner Correll Alltagsprobleme und - fragen aus psychologischer Sicht: Wie entsteht ein Konflikt und wie wirkt er sich aus? Was erwarten Partner voneinander? Wie kann ich meinem Kind eine positive Lebenseinstellung vermitteln? Wie funktioniert Motivation und welche Grundregeln ermöglichen ein zufriedenes Leben? Werner Correll behandelt unter anderem die Bereiche Motivation, Erziehung, ärztliche und juristische Praxis, Personalführung, Rhetorik und Partnerschaft. Er vermittelt Ihnen psychologische Grundkenntnisse und gibt praktische Ratschläge, wie Sie Ihren Mitmenschen gegenüber verständnisvoller und wirksamer auftreten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 17.11.2005
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864155567
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 2103 kBytes
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Menschen durchschauen und richtig behandeln

II. Die menschlichen Grundmotive und Möglichkeiten der Motivierung des Menschen

1. Motivationen: Antriebe , Sehnsüchte und ihre Wirkung

Wir haben erwähnt, dass der Mensch im Grunde immer ein Wesen mit Motiven oder Strebungen ist, dass er also immer "unzufrieden" ist und immer voranstrebt. Dies kann man entweder bedauern – oder auch begrüßen. Bedauern müsste man es, wenn man in Betracht zöge, dass damit der Zustand, nach welchem wir uns letzten Endes sehnen, nämlich der der totalen Befriedigung aller unserer Sehnsüchte, nie auf die Dauer erreichbar ist. Sobald wir ein Ziel erreicht haben, beginnt sich bereits ein neues in den Vordergrund zu schieben, das uns erneut aktiv hält! Begrüßen müsste man diesen Umstand, wenn man bedenkt, dass dadurch der Mensch immer ein aktives Wesen ist und dass er dadurch erst zu seinen großen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und auch künstlerischen Leistungen befähigt ist. Wäre er ein für allemal befriedigt, gäbe es keine Aktivität mehr, nur noch passives Vegetieren! Die dauernde Aktivität ihrerseits aber macht den Menschen auch grundsätzlich führbar und überzeugbar. Wenn er schon alles hätte, was er angestrebt hat, könnte man ihm kein Führungsziel plausibel machen und natürlich auch verkaufspsychologisch kein sinnvolles Angebot unterbreiten. Weil er aber immer nach einem Motiv strebt, haben wir darin den eigentlichen Motor im Leben; wir müssen dann jeweils an dasjenige Motiv appellieren, das die größte Dringlichkeitsstufe hat, wenn wir führen oder überzeugen wollen. Bevor wir diese praktische Frage weiter erörtern können, müssen wir aber klären, welche Motive es sind, die uns grundsätzlich antreiben.

2. Die menschlichen Grundmotive als Antriebskräfte

Diejenigen Motive, die bei allen Menschen innerhalb einer vergleichbaren Kultur und Zivilisation gleich sind, nennt man die Grundmotive, eben weil sie grundsätzlich vorhanden sind, wenn auch nicht notwendig alle immer in derselben Intensität, sondern möglicherweise in einer gewissen Abwechslung oder Veränderung. Es liegt auch auf der Hand, dass die inhaltliche Ausrichtung dieser Grundmotive von einer Zeitepoche zu einer anderen wechseln kann: Was wir heute anstreben, haben unsere Vorfahren noch nicht in derselben Weise angestrebt, und unsere Nachkommen werden es vermutlich wieder auf andere Weise zu erreichen suchen als wir. Auch klimatische und kulturgeschichtliche Bedingungen können die Wirkung der Grundmotive wesentlich beeinträchtigen, was z. B. erklärt, dass in tropischen Klimazonen grundsätzlich ein anderes Aktivitätsniveau herrscht als etwa bei uns, wo der Mensch ganz einfach aktiv sein muss, um überleben zu können.
Ein Grundmotiv – sonst nichts?

Befassen wir uns deshalb mit der Frage der Grundmotive, wie sie sich in unserer Kultur und in unserem Klima stellt, so können wir zunächst – psychologiegeschichtlich – feststellen, dass wir zwei voneinander abweichende Grundauffassungen aufzeichnen können: Zuerst ist da der Ansatz des motivationspsychologischen Monismus, der davon ausgeht, dass es ein einziges Grundmotiv geben müsse, von dem aus sich alle anderen ebenfalls wirksamen Motive ableiten ließen. Zum anderen haben wir den motivationspsychologischen Pluralismus , der davon ausgeht, dass es mehrere Motive geben müsse, die den Menschen – vielleicht abwechslungsweise, vielleicht auch gleichzeitig – antreiben und lenken.

Als einen Vertreter des monistischen Standpunktes können wir den klassischen Sigmund Freud rechnen, der in seinen

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