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Psychologie der Leichtigkeit In fünf Schritten Wahrnehmungsperspektive und Bewusstsein erweitern von Hullmann, Ina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2020
  • Verlag: Schattauer
eBook (ePUB)
24,99 €
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Psychologie der Leichtigkeit

Perspektiven erweitern mit Leichtigkeit - Ganz einfach: Die erweiterte Perspektive der Leichtigkeit ist erlernbar! - Humorvoll: Optimistische Leichtigkeit macht Spaß und gibt Sinn! - Von der Wissenschaft bestätigt: Leichtigkeit macht das Gehirn leistungsfähiger! - Neue Sichtweisen: Nutzen Sie Leichtigkeit, um Perspektiven zu erweitern! Eine innere Ordnung hilft uns, uns Übersicht zu verschaffen und eingeschränkte Sichtweisen zu erweitern - vor allem in schwierigen Situationen! Eine innere Haltung von Leichtigkeit ist dabei immer das tragende Element, welches uns hilft, aus dem Ozean an Möglichkeiten zu schöpfen. Dieses Buch vermittelt Grundlagen und Techniken, wie Menschen aus schweren Situationen wie Krisen oder einer Burnout-Diagnose wieder in den Zustand der Leichtigkeit finden können. Auf der Grundlage neuropsychologischer Erkenntnisse werden Übungen angeboten, die in die innere Ordnung und Ruhe führen, die wahre Kraft entfalten helfen und einen Zustand von Leichtigkeit aktivieren. Dieses Buch richtet sich an: TherapeutInnen, BeraterInnen, Coaches, MedizinerInnen, Menschen in sozialen und helfenden Berufen, daneben aber auch Betroffene: Menschen mit Burnout, Depressionen, Ängsten und in Krisensituationen

Ina Hullmann ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin, HeilprG, Mitglied der Föderation Schweizer Psychologen (FSP), Mitglied der Gesellschaft für Klinische Hypnose Schweiz (GHYPS), Inhaberin des Instituts für Coaching & Hypnotherapie in Luzern, Konzeption und Leitung des neuen CAS Masterstudiengangs »Hypnosystemisches Coaching«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 19.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608120684
    Verlag: Schattauer
    Größe: 4205 kBytes
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Psychologie der Leichtigkeit

2 Ordnung schafft Balance

Es sind die gleichen ordnenden Kräfte,

die die Natur in allen ihren Formen gebildet haben

und die für die Struktur unserer Seele,

also auch unseres Denkvermögens verantwortlich sind.

(Werner Heisenberg, Physiker und Nobelpreisträger, Begründer der Quantenmechanik)

2.1 Ordnung stabilisiert die Stimmung

Gedanken kreisen wie ein Schwarm Geier

»Meine Gedanken kreisen wie ein Schwarm Geier über mir«, so beschrieb mein Klient, ein IT-Experte mit depressiver Verstimmung und chronischer Kopfschmerzsymptomatik, mir sein Problem. »Immer wieder kreisen die gleichen negativen Gedanken, beispielweise: 'Wie soll ich das bloß weiter aushalten? Ich schaffe das nicht mehr. Ich habe Angst davor, zu versagen. Ich mache mir Sorgen über meine Zukunft.' Ich fühle mich immer schlechter. Diese Gedanken kreisen in meinem Geiste umher, wie Geier über einem verletzen Tier. Und ich werde diese Mistviecher nicht mehr los. Je mehr ich nach ihnen schlage und versuche, sie zu vertreiben, desto enger umkreisen sie mich. Gedankenkreisen nonstop. Das macht mich echt fertig, und vor Schmerzen zerplatzt mir dann fast der Schädel.« Er fragte mich: »Wie kann ich diesen Teufelskreis der Gedanken nur unterbrechen und den ganzen mentalen Mist mal loswerden? Wie kriegt man den Kopf frei von diesem Gedankenmüll?«

Vielleicht kennen Sie auch diese Phasen im Leben, in denen Sie sich solchen bedrohlichen »Gedankengeiern« ausgeliefert fühlen, zwanghaft ins Grübeln verfallen und innerlich pausenlos Probleme wälzen? Manchmal stört dieses verflixte Grübeln ja sogar noch unseren erholsamen Nachtschlaf, den wir doch gerade in anstrengenden Zeiten so nötig haben. Wir geraten dann noch mehr unter Druck und je mehr Druck wir haben, desto stärker zieht uns die Grübelspirale in tiefe emotionale Abgründe. Besonders in Krisenzeiten, bei Beziehungsproblemen, unter beruflicher Belastung, bei chronischen Erkrankungen oder seelischem Druck allgemein scheint unser Denken außer Rand und Band zu geraten.

Gehirn und Geist interagieren permanent

Dr. Gerhard Blasche, Psychologe und Dozent der Medizinischen Universität Wien, erforscht, wie Gehirn und Geist permanent miteinander interagieren. Gedanken an Probleme, die Menschen beschäftigen und belasten, führen zu physiologischen Stressreaktionen, erklärt er. Und je mehr die Gedanken kreisen, desto größer sei die wechselseitige Verstärkung (Blasche et al. 2018). Am liebsten würde man doch einfach den Ausschalter drücken und sein Gehirn in einen erholsamen Stand-by-Modus schalten, oder? Zumindest auf »lautlos« - das wäre ja schon mal was. Aber einen solchen Schalter gibt es in unserem Gehirn nicht.

Wie können wir nun also trotzdem verhindern, dass diese endlosen Grübeleien uns emotional immer weiter herunterziehen? Wie können wir uns eventuell sogar selbstständig in einen positiven inneren Zustand lenken, in wohltuende und heitere Gedankenbahnen, die uns stärken und ein Gefühl der Leichtigkeit erzeugen? Inwieweit die Ordnung im Inneren, also die Ordnung des Denkens, in Zusammenhang steht mit einer Ordnung im Äußeren und unseres Verständnisses der Wirklichkeit, beschreibt der Physiker Werner Heisenberg (1989) mit folgenden Worten:

Nun hat der Begriff Ordnung nicht nur die zu ordnende Sache, sondern auch uns selbst zur Voraussetzung, und insofern erscheint es nicht verwunderlich, wenn bei einer Ordnung nicht entschieden werden kann, ob sie uns als eine Ordnung der Wirklichkeit oder unseres Verständnisses der Wirklichkeit entgegentritt.

Ähnliches schrieb der Begründer der Anthroposophie und der »Naturwissenschaft des Geistes«, Rudolf Steiner, bereits vor über hundert Jahren (Steiner 1918):

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