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Ratgeber Exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen Informationen für Eltern und Erzieher von Bolten, Margarete (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
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Ratgeber Exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen

Säuglinge und Kleinkinder, die exzessiv schreien, quengeln und Probleme mit dem Schlafen und Essen haben, können Eltern an ihre Belastungsgrenzen bringen. Ziel des Ratgebers ist es, Eltern über die verschiedenen Verhaltensschwierigkeiten zu informieren und ihnen praktische Schritte zur Verbesserung der Situation mit ihrem Kind zu vermitteln. Der Ratgeber informiert über die verschiedene Erscheinungsformen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter. Eltern und andere Bezugspersonen erhalten zahlreiche Anregungen, was sie selbst tun können, damit ihr Kind besser zur Ruhe kommt und weniger schreit, leichter ein- und durchschlafen kann und es seltener zu Problemen mit dem Essen kommt.

Produktinformationen

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Ratgeber Exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen

Viele bevorzugen Getränke gegenüber fester Nahrung, manche essen zu langsam, einige sind nicht am Essen interessiert und manche können sogar aggressiv und provokativ das Essen verweigern. In ihrer Verzweiflung greifen die Eltern zu verschiedenen Hilfsmitteln. Viele Eltern bestechen ihre Kinder, indem sie ihnen neue Nahrungsmittel (z. B. Süßigkeiten) anbieten. Viele versuchen, ihre Kinder mit Spielen abzulenken und in vielen Familien laufen bei den Mahlzeiten Fernsehen, DVDs oder Musik. Manche Eltern versuchen in ihrer Hilflosigkeit, ihre Kinder zu bestrafen, indem sie ihnen keinen Nachtisch geben, das Essen wegnehmen oder sie zum Essen zu zwingen.

Typische Fütterund Essstörungen. Fütterund Essstörungen sind sehr viel seltener. Hier sind die Symptome stärker ausgeprägt, treten häufiger auf und halten länger an. Fütterund Essstörungen sind sehr vielgestaltig. Es gibt nicht die eine Störung für alle Kinder und Familien - sondern eine ganze Anzahl. Fütterund Essstörungen können gemeinsam mit körperlichen Erkrankungen auftreten oder deren Folge sein. Eine Fütterund Essstörung kann auch zu einer Mangelernährung, Gewichtsabnahme und fehlendem Wachstum führen. Deshalb muss das Kind bei Fütterund Essstörungen unbedingt einem Kinderarzt vorgestellt werden. Dieser klärt ab, ob das Kind gesund ist und sich altersentsprechend entwickelt. Wie können sich Fütterund Essstörungen zeigen? Es gibt Säuglinge, die beim Stillen oder bei der Flaschenfütterung große Schwierigkeiten haben, wach und entspannt zu bleiben. Manche sind zu müde und schlafen ein, andere sind übererregt und lassen sich durch äußere Reize leicht ablenken. Die Folge ist jeweils, dass das Füttern nicht zu Ende gebracht wird, was bei Eltern Ängste und Besorgnis auslösen kann.

Andere Kinder geraten beim Füttern unter Belastung, weil eine Grunderkrankung des Herzens, der Lunge oder des Darmtraktes vorliegt. Sie bekommen Atemnot, verschlucken sich oder schreien, weil das Füttern so anstrengend ist. Eine besondere Risikogruppe sind beispielsweise Frühgeborene, insbesondere wenn sie über eine Sonde ernährt wurden. Andere Kinder verweigern das Füttern und Essen, weil sie unangenehme Erfahrungen wie Würgen, Erbrechen oder Verschlucken beim Essen gemacht haben. Das Essen ist deshalb negativ konditioniert und das Kind wehrt sich dagegen.

Andere Kinder dagegen haben einfach kein Interesse am Essen. Sie spielen gerne, sind dauernd auf "Entdeckungsreise" und sind an allem interessiert - nur nicht an der Nahrung. Diese aktiven Kinder haben oft zusätzliche Probleme, wie z. B. beim Schlafen. Der fehlende Appetit kann für die gesamte Familie nervend und frustrierend sein. Manche Eltern "verbiegen sich", indem sie ihre Kinder ablenken, mit ihnen spielen, hinter ihnen herlaufen und ihnen sogar Essen in den Mund stecken.

Andere Kinder dagegen haben ganz klare Vorlieben beim Essen. Es kann sein, dass sie nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich nehmen, die eine bestimmte Farbe (z. B. grüne aber nicht gelbe), einen bestimmten Geschmack oder Geruch oder eine bestimmte Konsistenz (Brei aber nicht Stückchen) haben. Im Extremfall essen solche Kinder sogar nur Nahrungsmittel einer bestimmten Marke. Die bevorzugte Nahrung wird problemlos gegessen. Neue Nahrungsmittel dagegen werden verweigert, das Kind kann diese sogar ausspucken und erbrechen. Manche Kinder sind auch in anderen Bereichen überempfindlich, sie mögen nicht barfuß gehen oder lehnen besondere Kleidungsstücke ab. Erstaunlicherweise zeigen in diesen Familien auch manche Eltern ein selektives Essverhalten mit wenigen bevorzugten Nahrungsmitteln.

Zuletzt sind manche Eltern mit der Fütterund Essenssituation vollkommen überfordert - nicht weil sie kein Interesse an ihrem Kind haben, sondern weil sie es einfach zurzeit nicht können. Manche haben eine belastende Lebenssituation, eine schwierige Schwangerschaft und Geburt hinter sich. Andere Eltern sind isoliert, haben wenig Kontakt

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