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Runter von der Macht-Wippe! Souverän umgehen mit Autorität von Strubel, Ulrike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2020
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
13,99 €
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Runter von der Macht-Wippe!

Keine Angst vor Autoritäten! - Gewonnene Erkenntnisse können in beruflichen und privaten Konflikten sofort umgesetzt werden Autoritätsprobleme manifestieren sich auf vielfältige Weise - im beruflichen Umfeld, der Partnerschaft, zwischen Eltern und Kindern ... und natürlich im ganz normalen Alltag. In diesem Buch erfahren die LeserInnen, wo Autoritätsprobleme herrühren und welche Denken- Fühlen-Handeln-Kreisläufe automatisch ablaufen, die geradewegs auf die Macht-Wippe führen. Anhand einer eingängigen Typologie erkennen sie, ob sie ein Löwe, Adler, Chamäleon oder eine Schildkröte sind und welche - oft unbewussten - Trigger zu den persönlichen Verhaltensmustern führen. Die Beispiele und Übungen unterstützen dabei, sich neue - bessere - Strategien anzueignen, um bisherige Muster zu durchbrechen. Ziel ist es, die Macht-Wippe schleunigst zu verlassen - gleich, ob man oben oder unten sitzt. Dieses Buch richtet sich an: Frauen und Männer, die wissen wollen, warum sie Probleme im Umgang mit Autoritäten haben und wie sie ihrer typischen Verhaltensfalle entkommen.

Ulrike Strubel, Individualpsychologin, ist seit mehr als 20 Jahren Speakerin, Trainerin und Supervisorin; sie lebt in Schifferstadt und führt dort eine Praxis für ein menschliches Miteinander in Leben & Beruf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 19.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608120523
    Verlag: Klett-Cotta
    Größe: 4123 kBytes
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Runter von der Macht-Wippe!

1. Was den Umgang mit Autoritäten prägt

Autoritätsprobleme beginnen bei der Geburt. Hier haben wir zum allerersten Mal Kontakt mit Autoritäten, mit Erwachsenen, die uns in jeder Hinsicht haushoch überlegen sind. Diese sind groß, sie können sprechen, laufen, selber essen und vieles mehr. Wir sind klein, können außer schreien, strampeln und Grimassen schneiden nicht viel tun. Wir sind gezwungen, liegen zu bleiben, so wie die Großen uns hingelegt haben. Wir sind absolut abhängig vom Goodwill der Autoritäten der ersten Stunde. Wir spüren intuitiv, dass wir die Erwachsenen brauchen, um zu überleben. Wie lösen wir dieses Dilemma? Wir treten in Beziehung mit diesen ersten Autoritäten, nehmen von Anfang an Kontakt auf mit den Menschen, die uns auf dieser Welt empfangen haben. Doch da gibt es noch etwas, was wir von den Erwachsenen wollen. Sie sollen unsere vier Ursehnsüchte erfüllen, unsere Grundbedürfnisse, damit wir uns körperlich und seelisch gesund entwickeln können:

  • Sicherheit und Liebe. Das Bedürfnis dazuzugehören, mich mit anderen verbunden zu fühlen, wertgeschätzt und fair behandelt zu werden, mich geborgen und sicher zu fühlen.

  • Selbstwirksamkeit. Das Gefühl, wichtig zu sein für andere, Einfluss zu nehmen, Beiträge zu leisten, meine Talente und Fähigkeiten immer besser nutzen zu können, meine Welt mit allem, was dazugehört, gestalten zu können.

  • Gesehen und gehört zu werden. Das Bedürfnis, dass ich wahr- und ernst genommen werde, dass ich einzigartig bin, dass meine Stimme etwas zählt, dass ich für andere Bedeutung habe, einen Unterschied mache.

  • Ermutigung. Das Bedürfnis, dass andere an mich glauben. Dass ich mit den Dingen fertig werde - komme, was wolle. Zuspruch und Motivation, etwas auszuprobieren, dass ich »es schon schaffen werde«, lernen und mir Hilfe holen kann.

Bereits als Kind entwickeln wir Strategien, um diese Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen. Wie treten Babys in Kontakt mit ihren Autoritäten? Nun, sie versuchen von Stunde null an, alles, was sie sehen, hören, riechen, schmecken und körperlich fühlen können, irgendwie einzusortieren. In der Regel sind wir hellwach, weil alles ja neu und unbekannt ist. Wie fühlt sich Holz, Haut, Haar an, welches Gesicht sehe ich, welche Stimme höre ich, wenn ich gefüttert oder gewickelt werde? Wir nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Sinne, achten penibel auf die Rückmeldung der Erwachsenen auf unser Schreien, Strampeln, Lächeln. Dabei beschäftigen uns vor allem zwei Fragen:

  • Womit bin ich erfolgreich? ... im Sinne von: Meine Lage ist angenehmer, schöner als vorher.

  • Wodurch verschlechtert sich meine Lage? ... im Sinne von: Wann fühlt es sich unangenehmerer als vorher an?

Wir sortieren, filtern alles nach diesem Prinzip, behalten bei, was aus unserer subjektiven Sicht angenehm, lustvoll, schön ist. Was dauerhaft unangenehm, unlustig, unschön ist, werden wir über kurz oder lang fallen lassen. So gestalten wir von Beginn an unser Leben nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum in der Interaktion mit den Autoritäten der frühen Kindheit. Und ich behaupte, dass wir diese Ziele heute noch verfolgen, dass diese Sehnsüchte hinter unseren Autoritätsproblemen und -konflikten liegen. Doch was haben bitte schön diese vier Ursehnsüchte mit Autoritätsproblemen zu tun? Immerhin sind wir aus dem Baby- und Kleinkindalter doch raus, oder?

Ja, wir sind erwachsen, doch wir haben im zarten Alter von 0-5 Jahren aus dem, was uns begegnet ist, sehr individuelle Rückschlüsse gezogen, haben vielfältige Strategien entwickelt, mit denen wir als Kind erfolgreich waren, oder zuminde

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