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Schluss mit dem Eiertanz Für Angehörige von Menschen mit Borderline von Mason, Paul T. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2009
  • Verlag: BALANCE buch + medien verlag
eBook (ePUB)
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Schluss mit dem Eiertanz

Borderline-Verhalten ist für die Betroffenen aufreibend und oft zerstörerisch, aber auch für Angehörige, Partner und Freunde, die häufig von den prekären Verhaltensweisen der Erkrankten dominiert werden. Wie also verhält man sich als Angehöriger "richtig"? Auf diese Frage geben die Autoren Antwort, indem sie die täglichen Verhaltens- und Beziehungsfallen aufzeigen, die sich im Leben mit Borderlinern auftun. Sie geben wertvolle Anregungen und Tipps, um selbst psychisch stabil zu bleiben und hilfreich zu sein für den erkrankten Partner. "Was bleibt noch übrig, wenn unser Umgang mit dem anderen ein ewiger Eiertanz ist? Oberflächlicher Smalltalk, angespanntes Schweigen, jede Menge Stress. Was früher ein leichtfüßiger Tanz der Zuneigung und Nähe war, verwandelt sich in einen Maskenball." Randi Kreger, Schriftstellerin und Borderline-Angehörige, moderiert zahlreiche Internet-Diskussionsgruppen. Paul T. Mason, Psychotherapeut und Borderline-Experte, arbeitet in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 05.11.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867398046
    Verlag: BALANCE buch + medien verlag
    Originaltitel: Stop Walking on Eggshells
    Größe: 3629 kBytes
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Schluss mit dem Eiertanz

Einführung

Vertraute Fremde: Wie dieses Buch entstand

" Ich muss defekt sein." Das war die einzige Erklärung, die mir für sein Verhalten einfiel. Warum war er gerade noch so liebevoll gewesen und zerriss mich plötzlich in tausend Stücke? Warum sagte er mir erst, wie talentiert und wunderbar ich sei, und brüllte dann, er verachte mich und ich sei die Ursache all seiner Probleme? Wenn er mich so liebte, wie er behauptete, warum kam ich mir dann manipuliert vor und fühlte mich ohnmächtig? Und wie konnte sich jemand, der so intelligent und gebildet war, manchmal so völlig irrational verhalten?

Auf der Ebene bewusster Reflexion war mir völlig klar, dass ich nichts getan hatte, was solch eine Behandlung rechtfertigte. Aber im Laufe der Jahre übernahm ich allmählich seine Sicht auf die Dinge: dass ich fehlerhaft sei und im Grunde alles meine Schuld war. Selbst das Ende der Beziehung änderte nichts an dem Misstrauen und dem niedrigen Selbstwertgefühl, die sich bei mir eingeschlichen hatten. Deshalb ging ich zu einer Therapeutin.

Nach mehreren Monaten machte sie mir eine Eröffnung über meinen Ex-Partner, die mein Leben radikal veränderte – und vielen anderen Menschen geht es ähnlich: "Das Verhalten, das Sie beschreiben, ist sehr typisch für einen Menschen, der an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet", sagte sie. "Ich kann zwar keine Diagnose stellen, da ich ihm nie begegnet bin, aber wie Sie ihn mir geschildert haben, scheint er den einschlägigen Kriterien zu entsprechen."

Borderline-Persönlichkeitsstörung? Davon hatte ich noch nie gehört. Sie empfahl mir Ich hasse dich – verlass mich nicht von J. KREISMAN und H. STRAUS zu lesen. Das tat ich – und fand heraus, dass das verwirrende Verhalten meines Freundes sieben von neun Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung erfüllte, aufgelistet in der "Bibel" der Kliniker, dem Diagnostischen und Statistischen Manual . Und: Nur fünf Kriterien sind erforderlich für eine Diagnose!

Ich wollte mehr über diese Störung erfahren, die mich so stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Vor allem musste ich wissen, wie ich selbst wieder genesen konnte. Aber ich fand ganze zwei Bücher über Borderline, obendrein eher populärwissenschaftliche Darstellungen der Störung als praktische Anleitungen zur Selbsthilfe für Angehörige.

Also beschloss ich, mein eigenes Selbsthilfebuch zu schreiben. Da in Nordamerika etwa sechs Millionen Menschen Borderline haben, errechnete ich, dass mindestens achtzehn Millionen Familienangehörige, Partner und Freunde – so wie ich – sich die Schuld an einem Verhalten geben, das nur wenig mit ihnen zu tun hat.

Eine Freundin wusste von meinem Plan, das Buch gemeinsam mit einem anerkannten psychologischen Profi zu schreiben, und schlug vor, mich an einen ihrer Kollegen zu wenden: Paul Mason. Paul, ein Psychotherapeut, arbeitete seit zehn Jahren mit Borderlinern und ihren Familien, stationär wie ambulant. Eine renommierte Zeitschrift hatte soeben seine Forschungsarbeit zu Subtypen der Borderline-Störung veröffentlicht. Außerdem hatte er zu dem Thema mehrere Vorträge vor Berufskollegen und vor Laien gehalten.

So wie ich war Paul der festen Überzeugung, dass Freunde, Partner und Familienangehörige von Borderlinern unbedingt erfahren sollten, dass es nicht ihnen allein so ergeht. "Familienangehörige sagten mir, dass sie emotional praktisch im Kriegszustand leben. Sie wissen nicht mehr, was sie tun sollen", berichtete er.

Paul begann für das Buch zu recherchieren; zunächst sammelte er Fachliteratur zu

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