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Weil Worte wirken ... Gewaltfreie Kommunikation praktisch anwenden von Lasater, Judith Hanson (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2012
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Weil Worte wirken ...

Kennen Sie das Gefühl der Enttäuschung und Frustration, wenn Sie einem anderen gegenüber Ihre Wünsche nicht so ausdrücken können, wie Sie das eigentlich gerne möchten? Sagen Sie manchmal gar nicht erst, was Sie sich wünschen, weil Sie den anderen nicht belasten wollen? Tendieren auch Sie dazu, Ihre Wut und Schuldzuweisungen gegen sich selbst zu richten? Judith und Ike Lasater haben sich lange Zeit mit Yoga und Buddhismus beschäftigt und auch sie kennen solche Situationen. Obwohl sie mit dem Yoga-Prinzip des Satya (Wahrhaftigkeit) und der buddhistischen Regel der richtigen Sprache vertraut waren, haben sie erst durch ihre Beschäftigung mit Marshall Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation (GFK) gelernt, diese Prinzipien im alltäglichen Leben umzusetzen. In diesem Buch beschreiben Judith und Ike Lasater ihre Reise durch die Welt der GFK und machen deutlich, wie Sprache zu einer spirituellen Praxis werden kann, die auf mitfühlendem Geben und Nehmen basiert. Sie schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen, geprägt von Versuch und Irrtum, Erfolg und Misserfolg, Lachen und Herausforderungen - selbst beim Schreiben dieses Buches! Das Ergebnis ist eine verständliche Einführung in die GFK mit anschaulichen Beispielen und hilfreichen Übungen. Über den Autor: Judith Hanson Lasater ist Physiotherapeutin und Psychologin. Sie arbeitet als Yoga-Lehrerin in San Francisco und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zum Thema Yoga publiziert. Ike K. Lasater arbeitet weltweit als Trainer und Mediator mit den Techniken der Gewaltfreien Kommunikation. Einer der Schwerpunkte seiner Arbeit ist die Beratung in juristischen Auseinandersetzungen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 114
    Erscheinungsdatum: 23.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955711115
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: What we say matters
    Größe: 285 kBytes
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Weil Worte wirken ...

3. Vier Möglichkeiten der Kommunikation

Eine neue Idee wird zuerst als unsinnig verurteilt,
dann als lächerlich hingestellt, bis sie schließlich
als selbstverständlich akzeptiert wird.
- William James

Mit der spirituellen Sprache lassen sich die Lehren von Satya und die "Rechte Sprache" zwar ins tägliche Leben integrieren, aber ohne eine Technik wie die der Gewaltfreien Kommunikation bleiben ihre Werte und Ideale auf der Strecke. Es bleibt die Frage: Wie können wir die Ideen von Satya und der "Rechten Sprache" auf eine Weise leben, die uns zu uns selbst bringt, und gleichzeitig eine Welt erschaffen, in der wir leben wollen?

Wenn wir anfangen, GFK zu lernen, denken wir meist, es gehe nur um die Wortwahl in unserer Sprache oder darum, ganz bestimmte Worte einzusetzen. Es ist zwar wichtig, die "Stützräder" zu nutzen und die in Kapitel 2 vorgestellten Übungssätze zu verwenden, doch es ist noch wichtiger, sich an den Ausgangspunkt zu erinnern: Die Anwendung der GFK erfordert zuallererst einen inneren Wandel in unserem Bewusstsein. Nur dann können wir diese Sprache wirkungsvoll einsetzen. Denken Sie daran, wie wertvoll es ist, sich zunächst mit sich selbst zu verbinden und den inneren Wandel zuzulassen. Erst dann sollten Sie versuchen die Sprache der GFK einzusetzen. Setzen Sie die Fähigkeiten ein, die Sie in Ihrem Yoga-Kursus oder Ihren Meditationsstunden gelernt haben, oder halten Sie einfach inne und nehmen wahr, was in Ihnen vorgeht. Ohne diese Selbst-Wahrnehmung vergessen wir, dass alles, was wir sagen, immer auf uns selbst zutrifft, besonders wenn es um unsere Gefühle und Bedürfnisse geht. Es geht nie um die Gefühle oder Bedürfnisse der anderen, denn was wir sagen, entspricht immer unserer Wahrnehmung dessen, was ist. Das stimmt auch dann, wenn unsere Worte so klingen, als redeten wir über eine oder zu einer anderen Person.
Möglichkeit 1: Den Fokus auf stille Selbst-Empathie richten

Es ist wichtig, bei sich selbst anzufangen, besonders solange wir noch lernen. Die meisten von uns sind durch einen kulturellen Hintergrund und eine Religion geprägt worden, die es als Egoismus verurteilen, wenn man sich selbst in den Mittelpunkt stellt. Nichts könnte uns mehr vom wahren Weg abbringen. Wenn und solange wir uns unserer Gefühle und Bedürfnisse nicht bewusst sind, werden wir kaum in der Lage sein, mit anderen eine Beziehung aufzubauen. Wenn wir mit uns selbst nicht im Reinen sind, erschaffen wir mit unseren Worten Konsequenzen (Karma) für alle Beteiligten, die uns wahrscheinlich nicht gefallen.

Unsere Worte leben in unseren Beziehungen weiter und ihre Auswirkungen werden von Generation zu Generation als "emotionale DNA" weitergegeben. Die emotionale DNA spielt bei der Gestaltung unseres Lebens eine genauso mächtige Rolle wie unsere physische DNA, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben. Die emotionale DNA erschafft die unser Leben kontrollierenden Muster für unser Denken, unseren Glauben und unser Handeln. Wenn wir uns mit Selbst-Empathie bewusst machen, was in uns aufkommt, können wir größere Klarheit über unsere geerbten Sprachmuster erlangen. Aus diesem Bewusstsein heraus erwächst eine Wahlmöglichkeit und wir können anfangen, unsere Sprache so zu benutzen, dass wir uns selbst, unsere Kinder und die ganze Welt heilen können.

Um Selbst-Empathie zu üben, machen Sie es sich am besten sitzend oder liegend an einem ruhigen Ort bequem und erinnern sich an etwas, das Sie heute von jemandem gehört haben und das eine Reaktion in Ihnen ausgelöst hat. Vielleicht schreiben Sie den Wortwechsel sogar auf, um ihn in Gedanken zu verlangsamen. Wenn Ihnen die Situation gedanklich klar ist, reduzieren Sie sie auf einen einfachen Satz, den der andere zu Ihnen gesagt hat. Benutzen Sie am Anfang Beobachtungssprache.

Da

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