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Wenn die Kindheit krank macht Frühe seelische Verletzungen - die wahre Ursache für Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen und Co. - Mit wirksamen Strategien für Betroffene und Eltern von Jackson Nakazawa, Donna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Wenn die Kindheit krank macht

'Ein Buch ... wie eine Medizin' Jack Kornfield Kann eine kalte Kindheit körperlich krank machen? Neueste Studien belegen, dass klassische internistische Erkrankungen wie Krebs, Rheuma oder Herz-Kreislaufleiden häufig Folgen von frühkindlichen traumatischen Erfahrungen sind. Der Mechanismus ist komplex: Seelische Dauerbelastung löst neuronale Entzündungsprozesse im Gehirn aus, die Veränderungen im körperlichen Stresssystem schädigen das Immunsystem. Die gute Nachricht: Dieser Prozess lässt sich stoppen - selbst im Erwachsenenalter. Die renommierte Gesundheitsexpertin Donna Jackson Nakazawa hat ein elementares Resilienz-Programm entwickelt. Zentrale Elemente sind Achtsamkeitsübungen für Körper und Geist sowie Techniken zum Umgang mit Traumata. So gelingt es, die schwere biologische Hypothek zu tilgen und ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu führen. Donna Jackson Nakazawa ist eine renommierte Gesundheitsjournalistin und schreibt über Themen aus den Bereichen Medizin, Integrative Gastroenterologie und Autoimmunerkrankungen. Neben Büchern verfasst sie regelmäßig Beiträge für Psychology Today oder die Washington Post. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maryland, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 18.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225520
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Childhood Disrupted
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Wenn die Kindheit krank macht

Einführung

Dieses Buch untersucht, wie wir von den Erfahrungen in unserer Kindheit geprägt und zu den Erwachsenen gemacht werden, die wir dann später einmal sind. Neueste Forschungen zeigen: Was uns nicht umbringt, macht uns nicht zwangsläufig stärker. Viel häufiger ist das Gegenteil der Fall: Die frühen chronischen Stressoren, Verluste und Belastungen, mit denen wir als Kinder konfrontiert werden, beeinflussen unsere Biologie auf eine Weise, die später über unsere Gesundheit bestimmt. Diese frühe biologische Entwicklung bestimmt unsere Tendenz zu so schwerwiegenden Krankheiten wie Herzerkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie und Depressionen, wenn wir erwachsen sind. Sie bildet auch die Grundlage dafür, wie wir mit anderen in Beziehung treten, wie erfolgreich wir in Liebesangelegenheiten sind und wie gut es uns gelingt, für unsere eigenen Kinder zu sorgen und sie zu erziehen.

Ich begann, den Zusammenhang zwischen belastenden Erfahrungen in der Kindheit und dem Gesundheitszustand des Erwachsenen zu erforschen, nachdem ich mich ein gutes Dutzend Jahre lang mit mehreren Autoimmunerkrankungen herumgeschlagen hatte. Sie schränkten mein Leben ein, während meine Kinder klein waren und ich als Journalistin arbeitete. Als ich zwischen 40 und 50 war, wurde ich zweimal von einer Autoimmunerkrankung namens Guillain-Barré-Syndrom außer Gefecht gesetzt. Die Krankheit ähnelt der Multiplen Sklerose, setzt aber unvermittelter ein. Ich litt unter Muskelschwäche und allgemeinen Taubheitsgefühlen. Ich hatte einen Herzschrittmacher wegen vasovagaler Synkopen, bei denen es zu Bewusstlosigkeit und Krämpfen kommt. Die Anzahl meiner weißen und roten Blutkörperchen war so gering, dass meine Ärztin vermutete, in meinem Knochenmark würde sich etwas zusammenbrauen. Hinzu kam eine Schilddrüsenerkrankung.

Trotz alledem wusste ich, dass ich Glück hatte, am Leben zu sein, und war fest entschlossen, mein Leben voll auszukosten. Wenn die Muskeln in meinen Händen nicht mitspielten, umklammerte ich mit der Faust einen überdimensionalen Bleistift, um zu schreiben. Wenn ich die Treppe nicht hinaufkam, weil sich meine Beine sträubten, setzte ich mich auf halbem Wege hin und ruhte mich aus. Ich quälte mich durch Tage, an denen ich mit einer grippeartigen Erschöpfung kämpfte - und die Ängste verdrängte, was meinem Körper wohl als Nächstes zustoßen würde. Ich mogelte mich durch berufliche Telefonate, bei denen ich rücklings auf dem Boden lag. Ich sparte meine Energie für die Zeit mit meinen Kindern, meinem Mann und unser Familienleben auf. Ich tat, als könnte ich mit dieser Art von "Normalität" leben. Das musste ich, denn eine Alternative war nicht in Sicht.

Meine Fähigkeiten als Wissenschaftsjournalistin setzte ich immer mehr dafür ein, Frauen mit chronischen Erkrankungen zu helfen und über die Schnittstelle zwischen Neurowissenschaft, Immunsystem und den innersten Regungen des menschlichen Herzens zu berichten. Ich untersuchte die vielen verschiedenen Krankheitsauslöser, berichtete über Chemikalien in unserer Umwelt und unserer Nahrung, über die Gene und darüber, wie entzündungsfördernder Stress die Gesundheit schwächt. Ich informierte darüber, wie uns ein umweltbewusstes Leben, eine gesunde Ernährung mit naturbelassenen Lebensmitteln sowie Techniken wie die Geist-Körper-Meditation helfen können, wieder zu Kräften zu kommen und gesund zu werden. Auf Konferenzen hielt ich Vorträge für Patienten, Ärzte und Wissenschaftler. Es wurde meine Mission, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um den Leserinnen und Lesern, die in einem chronischen Kreislauf aus Leiden, Entzündungen oder Schmerzen gefangen waren, zu einem gesünderen und besseren Leben zu verhelfen.

Im Zuge dieser Bemühungen stieß ich im Jahr 2012 auf eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen, die sich auf eine bahnbrechende Studie zur Bevölkerungsgesundheit stützten: die Adverse Childhood Experiences S

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