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Wie Träume wahr werden Das Geheimnis der Potentialentfaltung von Hüther, Gerald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.09.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Wie Träume wahr werden

Wenn es nicht immer wieder Menschen gegeben hätte, die ihren Träumen gefolgt sind, säßen wir heute immer noch auf den Bäumen.
Der renommierte Hirnforscher Gerald Hüther zeigt uns in diesem außergewöhnlichen Buch, wie die Verwirklichung kleiner und sogar ganz großer Träume gelingen kann. Die überraschende Erkenntnis ist: Träumen kann jeder von uns allein, aber umsetzen können wir unsere Pläne und Vorhaben nur gemeinsam mit anderen. In einer immer komplexeren Welt werden solche Dream-Teams als wirkungsvolle Gestalter unserer Zukunft immer wichtiger. Wer erfahren will, wie Träume wahr werden, sollte also wissen, wie diese Dream-Teams zusammenfinden, woher sie die Zuversicht nehmen, etwas zu wagen, was alle anderen für nicht realisierbar halten - und woher sie die Kraft schöpfen, um weiterzumachen, auch wenn es scheinbar nicht mehr weitergeht.
Hüthers erstaunliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Neurowissenschaften werden dabei von der Geschichte der beiden Radsportler Nicole Bauer und Sven Ole Müller anschaulich und packend in die Praxis übertragen. Mit ihrem Amateurteam konnten sie 2016 völlig unerwartet das anspruchsvollste Radrennen der Welt, das Race Across America, gewinnen. Gemeinsam suchen die drei Autoren nach nichts weniger als dem Geheimnis des Gelingens. Im Kern geht es ihnen dabei um die Beantwortung der Frage, wie die Mitglieder einer Gemeinschaft miteinander umgehen, einander begegnen, einander ermutigen und inspirieren müssen, damit nicht nur der Einzelne, sondern das Team als Ganzes die in ihm angelegten Potentiale entfalten kann.
Wie Träume wahr werden eröffnet uns eine vollkommen neue Perspektive auf die wissenschaftlichen Hintergründe der Potentialentfaltung - am Beispiel einer mitreißenden Erfolgsstory.

Prof. Dr. Gerald Hüther, geb. 1951, gehört zu den renommiertesten Entwicklungsbiologen und Hirnforschern Deutschlands. Er ist Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher. Ein besonderes Anliegen ist dem dreifachen Vater, neue Wege anzustoßen, wie wir Kindern ihre angeborene Begeisterung fürs Lernen erhalten können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 24.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641223830
    Verlag: Goldmann
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Wie Träume wahr werden

Zeit für Träume

Gerald Hüther

"I have a dream!", rief Martin Luther King den in Washington versammelten Demonstranten vor einem halben Jahrhundert zu. Wohl kaum einer, der diesen Satz noch nicht gehört oder gesagt hat, aber Dr. King hätte damals noch lange davon träumen können, dass die Diskriminierung der afro-amerikanischen Bürger in den Vereinigten Staaten endlich aufhört. Entscheidend für die Erfüllung war, dass auf einmal so viele diesen Traum auch zu träumen wagten und sich gemeinsam auf den Weg machten, um ihn endlich wahr werden zu lassen. Auch die Initiatoren der Bürgerrechtsbewegung in der DDR hatten zunächst nur einen Traum. Aber dann liefen mit einem Mal montags hunderttausende mit Kerzen in der Hand gemeinsam durch ihre Städte, bis das Unvorstellbare geschah und das SED -Regime mitsamt der von ihm errichteten Mauer wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzte.

Alle tiefgreifenden Veränderungen, so scheint es, beginnen damit, dass jemand den Mut hat, sich vorzustellen, dass es auch anders sein könnte. Nur wir Menschen sind zu dieser Gedankenleistung in der Lage. Nur wir können uns etwas vorstellen, etwas imaginieren, also eine Idee von etwas entwickeln, was es noch gar nicht gibt. Und wenn dann auch noch andere Personen den gleichen Traum in sich tragen und sich tatsächlich gemeinsam auf den Weg begeben, um ihn zu verwirklichen, wird das zur Realität, was zu Anfang einer nur zu träumen gewagt hatte.

Weil die Kraft, die menschliche Gemeinschaften bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen entfalten, so unvorstellbar groß werden kann, bezeichnen wir Visionäre gern als Träumer. Das klingt ungefährlich. Das macht weniger Angst. Denn träumen kann jeder, was er will - zu Hause im Bett. Dadurch ändert sich nichts an den Realitäten. "Träume sind Schäume", heißt es, und die im Schlaf vom Gehirn hervorgebrachten Traumgebilde sind beim Aufwachen der meisten Menschen schnell wieder verschwunden.

Wenn aber einer sagt: "I have a dream", beschreibt er damit keinen Traum, sondern eine Vorstellung, die wahr werden kann. Da wir als Einzelperson nicht allzu viel zustande bringen, braucht die Verwirklichung einer solchen Vision den Einsatz anderer Menschen. Je größer die Idee, desto mehr solcher Akteure müssen für ihre Umsetzung gefunden werden.

In allen hierarchisch geordneten Gesellschaften, wie wir sie aus den zurückliegenden fünf- bis zehntausend Jahren kennen, waren es immer nur die Anführer, die das Privileg hatten, ihre jeweiligen - und oft genug ziemlich verrückten - Vorstellungen zu entwickeln und sie dann auch Realität werden zu lassen. Es war nicht nötig, dass diejenigen, die sie umsetzten, denselben Traum träumten. Meist wurden sie als Sklaven, als Leibeigene, als Söldner dazu gezwungen oder als diskriminierte Frauen, gern auch als von der Gunst ihres Chefs abhängige Arbeiter und Angestellte dazu gebracht. Bis heute hat sich daran in weiten Teilen der Welt nicht viel geändert. Überall werden Menschen von den Reichen und Mächtigen dieser Erde zur Umsetzung von deren Träumen, Visionen, Vorstellungen oder verrückten Ideen benutzt.

So wird es wohl auch noch einige Zeit weitergehen, und doch zeichnet sich seit einigen Jahrzehnten eine Entwicklung ab, die dieser Art der Verwirklichung der Träume von Machthabern ein natürliches Ende bereitet. Je komplexer die von Menschen geschaffene Welt zu werden beginnt, desto schwieriger lässt sie sich anhand der von einzelnen Personen entwickelten Vorstellungen gestalten. Die alten selbstgefälligen, alleinherrschenden Traumtänzer sind damit zu einem Auslaufmodell geworden.

Wenn die Welt zusammenwächst, alles mit allem verbunden ist und sich wechselseitig beeinflusst, kann ein Einzelner - auch wenn er Albert Einstein hieße - nur eine sehr begrenzte Vorstellung davon entwickeln, wie es angesichts dieser Komplexität weitergehen soll. Dazu braucht es das Wissen und die Erfahrung möglichst v

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