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Wut, Schuld & Scham Drei Seiten der gleichen Medaille von Larsson, Liv (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2012
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
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Wut, Schuld & Scham

Hinter dem Empfinden von Wut und Schuld verbergen sich oft ein Gefühl der Scham und eine Sehnsucht, respektvoll behandelt zu werden. Um unsere wahren Bedürfnisse zu erkennen, sollten wir also unsere Wut und unsere Schuldgefühle hinterfragen und uns mit der darunterliegenden Scham vertraut machen. Scham, Schuld und Wut spielen eine große Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation und sind ein wichtiger Schlüssel zu unserem Inneren. Daher ist es sinnvoll, sich mit diesen als negativ empfundenen Gefühlen anzufreunden und zu ganz neuen Einsichten zu gelangen. Es ist der Autorin außerdem ein Anliegen zu zeigen, wie eng Scham, Schuld und Wut zusammenhängen. Diese Gefühle beruhen auf Denkweisen, die wir Menschen in den vergangenen 8000 Jahren entwickelt haben. Sie sind demnach ein Resultat des Dominanzsystems, in dem wir sozialisiert wurden. Erst wenn wir dieses System von Grund auf neu definieren, können wir auch unsere Art zu leben wirklich verändern. Liv Larsson ist CNVC-zertifizierte GFK-Trainerin. In Schweden sowie in europäischen und asiatischen Ländern gibt sie ihre GFK-Kenntnisse an viele Menschen weiter: an Führungskräfte, UN-Mitarbeiter, Friedensarbeiter, Mediatoren, Theatergruppen, Ärzte, Lehrer u.v.m.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 20.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955712839
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: Ilska, Skuld & Skam
    Größe: 2098 kBytes
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Wut, Schuld & Scham

1. Scham, Schuld und Wut

1.1 Scham, Schuld und Wut

"Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen,
die zu seiner Entstehung beigetragen haben."

Albert Einstein

Mein Interesse an Wut, Schuld und Scham wurde geweckt, als ich Folgendes bemerkte: Dass es oft herausfordernd ist, mit diesen Gefühlen umzugehen, liegt an einer bestimmten Art zu denken. Diese Denkweise findet sich in den meisten heutigen Kulturen und kann daher als eine übergreifende "Kultur innerhalb der Kulturen" angesehen werden. Hinter diesem Denken verstecken sich Gefühle und Bedürfnisse, die wir manchmal vergessen, da wir eher damit beschäftigt sind, die Dinge in "richtig" und "falsch" einzuteilen, als darauf zu achten, was wir tatsächlich brauchen. Das Ermutigende daran ist: Wenn wir uns diese Zusammenhänge bewusst machen, können wir neue Denk- und Verhaltensweisen entwickeln.

Die Annahmen, auf denen dieses Buch begründet ist, sind folgende:

Scham, Schuld und Wut sind im Grunde lebensdienliche Signale.

Wir haben diese Signale bislang missverstanden.

Wir müssen sie neu interpretieren, um sie konstruktiv nutzen zu können.

Solange wir nach jemandem suchen, dem wir die Verantwortung für unsere eigenen Gefühle aufbürden können, wird uns die wichtige Botschaft dieser Gefühle entgehen. Daher sollten wir uns klarmachen, dass wir Scham, Schuld und Wut bislang falsch interpretiert haben und nun nach neuen Deutungen suchen. Wenn wir die Bedürfnisse hinter diesen Gefühlszuständen wahrnehmen, wird es leichter werden, mit unserer Wut, unserer Schuld und unserer Scham umzugehen. Denn haben wir einmal den Kontakt zu unseren Bedürfnissen hergestellt, werden belastende Gefühle plötzlich zu Wegweisern, die uns dabei unterstützen, Kontakt mit uns selbst und anderen aufzunehmen.

Was das Erforschen von Wut, Schuld und Scham so interessant macht, ist die enge Verknüpfung dieser Gefühle mit unseren gelernten Urteilen darüber, was richtig und was falsch , was passend und was unpassend , was unnormal und was normal ist. Man kann diese Gefühlszustände als "Restprodukte" einer Lebensweise bezeichnen, die nicht an unsere tatsächlichen Lebensumstände angepasst ist. Im Kern dieser Restprodukte finden sich natürliche Gefühle und Bedürfnisse.

Wut, Scham und Schuld sind nützliche Signale dafür, dass wir uns Denkmuster zu eigen gemacht haben, die nicht lebensdienlich sind und daher unvermeidlich diese Restprodukte hervorbringen. Wir profitieren also davon, diese Gefühle ganz bewusst wahrzunehmen, denn sie machen uns darauf aufmerksam, auf welchem System sie basieren, und zeigen uns, wie wir von den Glaubenssätzen dieses Systems beeinflusst werden.

Vielleicht sind wir der Ansicht, dass jeder Einzelne lernen muss, mit seiner Wut, Schuld und Scham umzugehen. Oder aber wir machen das System für diese Gefühle verantwortlich. Viel interessanter ist jedoch, dass diese Gefühle uns verraten können, wie wir Veränderungen bewirken und unsere Lebensweise umstellen können, damit uns diese "Restprodukte" weniger zu schaffen machen. Wie können wir in unserem eigenen Inneren, aber auch in Familien, Schulen und anderen Gesellschaftsstrukturen, ein lebensdienlicheres Klima gestalten? Ein erster Schritt wäre es, eine Sprache zu entwickeln, die uns eher auf die inneren Prozesse von Menschen aufmerksam macht, statt auf "richtig" und "falsch" zu pochen. So könnten wir beginnen, auf eine Weise zu leben, die die Bedürfnisse aller im Blick behält.
1.2 Wie unsere Denkmuster Probleme hervorrufen

Im Kern jeden Ärgers findet sich ein Bedürfnis, das nicht erfüllt ist.So kann Ärger sehr wertvoll sein,
wenn wir ihn als Wecker nehmen, der uns aufweckt - um zu realisieren, dass wir ein unerfülltes
Bedürfnis haben und dass unsere Art zu denken dessen Erfüllung unwahrschei

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