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Persönlichkeitsdiagnostik

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2011
  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (PDF)
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Persönlichkeitsdiagnostik

Die Beiträge stellen unterschiedliche Ansätze und Verfahren zur Diagnostik differenzieller Merkmale vor, z.B. standardisierte Fragebögen, konstruktivistische Ansätze, Formdeuteverfahren und projektive Verfahren. Weiterhin wird die Diagnostik von Einstellungen, Interessen und Werthaltungen, die Erfassung affektiver Zuständ sowie die Motivationsdiagnostik thematisiert.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 742
    Erscheinungsdatum: 01.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840915253
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 4013kBytes
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Persönlichkeitsdiagnostik

2. Kapitel Indirekte Verfahren zur Erfassung von Persönlichkeit ("Objektive Persönlichkeitstests") (S. 73-74)
Stefan C. Schmukle und Boris Egloff
1 Einleitung

1.1 Vorbemerkung

Übersichtsarbeiten zum status quo "objektiver" Tests zur Messung der Persönlichkeit sind im deutschen Sprachraum in regelmäßigen Abständen erschienen (in zeitlicher Reihenfolge z. B. Fahrenberg, 1964; Schmidt, 1975; Häcker, 1982; Kubinger, 1996; Ortner, Proyer & Kubinger, 2006). Der vorliegende Beitrag will die Neuentwicklungen der letzten 10 Jahre intensiver beleuchten. Dementsprechend werden dort, wo schon ausgezeichnete Darstellungen einzelner Testverfahren vorliegen, diese nicht noch einmal im Detail referiert, sondern nur die für die Argumentation zentralen Befunde illustriert und ansonsten auf die entsprechenden Abhandlungen verwiesen.

1.2 Zur Terminologie und Definition

Wie schon aus dem Titel dieser Arbeit ersichtlich wird, präferieren wir den Begriff indirekte Verfahren gegenüber der traditionellen Bezeichnung objektive Tests. Wir werden im Folgenden argumentieren, dass das Attribut "objektiv" als zentrales Bestimmungsstück des Terminus objektive Tests in mehrfacher Hinsicht suboptimal ist und eher zur Verwirrung denn zur Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte beiträgt. Zunächst soll aber referiert werden, was unter objektiven Tests in der Tradition Cattells verstanden wird: Cattell (1957, S. 897) selbst definiert objektive Tests als Verfahren, "in which the subject's behavior is measured, for infering personality, without his being aware in what ways his behaviour is likely durch die "Undurchschaubarkeit des Testprinzips" gekennzeichnet. In der am häufigsten verwendeten Definition führt Schmidt (1975, S. 19) aus: "Objektive Tests (T-Daten) zur Messung der Persönlichkeit und Motivation sind Verfahren, die unmittelbar das Verhalten eines Individuums in einer standardisierten Situation erfassen, ohne daß dieses sich in der Regel selbst beurteilen muß. Die Verfahren sollen für den Probanden keine mit der Messintention übereinstimmende Augenscheinvalidität haben. Dies kann durch die Aufgabenwahl oder bestimmte Auswertungsmethoden erreicht werden. Um als Test zu gelten, müssen auch die objektiven Verfahren den üblichen Gütekriterien psychologischer Tests genügen." Wir vertreten die Auffassung, dass es - wie vielfach konstatiert und zumeist auch beklagt - wünschenswert wäre, wenn das Attribut "objektiv" innerhalb der psychologischen Diagnostik exklusiv in Bezug auf das Testgütekriterium der Objektivität verwendet würde, welches Durchführungsobjektivität, Auswertungsobjektivität und Interpretationsobjektivität umfasst. Ob nun diagnostische Verfahren dem Kriterium der Objektivität genügen, muss für jedes Verfahren separat geprüft werden - die Bezeichnung "objektive Persönlichkeitstests" könnte aber bei weniger fachkundigen Personen die Implikation induzieren, dass solche Verfahren (und vielleicht sogar ausschließlich solche Verfahren) per definitionem objektiv im Sinne des Testgütekriteriums seien.

Die terminologische Verwirrung ist aber dann komplett, wenn einerseits subjektive Verfahren (Fragebögen) den objektiven Verfahren (sensu Cattell) gegenübergestellt werden (Häcker, 1982), andererseits Fragebögen als objektive Tests bezeichnet werden (da sie dem Gütekriterium der Objektivität genügen) und exakt aus diesem Grund mit projektiven Verfahren, bei denen Objektivität nicht unbedingt gegeben ist, kontrastiert werden (Meyer & Kurtz, 2006).

Wie bereits erwähnt, plädieren wir dafür, das Attribut "objektiv" innerhalb der psychologischen Diagnostik exklusiv in Bezug auf das Testgütekriterium der Objektivität zu verwenden. Dies macht es nötig, eine alternative Bezeichnung für T-Daten (test data) generierende Verfahren zu finden. Cronbach (1990) schlägt für diese Klasse von Verfahren den Namen performance tests of personality vor - hierbei wird also der Leistungsaspekt bei d

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