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Kinder brauchen Religion! von Langenhorst, Georg (eBook)

  • Erschienen: 27.02.2014
  • Verlag: Herder, Freiburg
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kinder brauchen Religion!

Religion wird heute zur Privatsache erklärt. Jeder soll nach seiner Überzeugung leben. Viele Eltern werden unsicher, ob sie ihre Kinder überhaupt religiös erziehen sollen. Kindertagesstätten und Schule greifen zwar religiöse Elemente auf, scheuen sich aber davor, konfessionelle Prägungen zu berücksichtigen. In diese Situation hinein setzt das Buch ein eindeutiges Plädoyer: Kinder brauchen Religion, weil sie ohne sie weder ein stimmiges Weltbild aufbauen noch eine umfassende Identität herausbilden können. Und beides ist nur möglich in eindeutiger konfessioneller Beheimatung. Das Buch entwirft - gerade auch für Eltern - praktische pädagogische und innovative theologische Perspektiven, wie heute und morgen in Familien, Kindertagesstätten, Schulen und Gemeinden christliche Erziehung und Bildung möglich wird.

Georg Langenhorst, geb. 1962, Dr. theol., Inhaber der Lehrstuhls für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg; viel gefragter Referent in der Erwachsenenbildung; Autor zahlreicher Bücher, vor allem im Grenzbereich von Theologie und Literatur.

Produktinformationen

    Größe: 3599kBytes
    Herausgeber: Herder, Freiburg
    Untertitel: Orientierung für Erziehung und Bildung.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 208
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783451801174
    Erschienen: 27.02.2014
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Kinder brauchen Religion!

"Gott macht sich im Herzen
jedes Menschen spürbar"
Papst Franziskus
("Über Himmel und Erde", S. 34)
Vorwort: Ziel und Absicht des Buches
"Religion - das ist Privatsache!"
"Ob meine Kinder sich einer Religion anschließen, das sollen sie später selbst entscheiden. Ich möchte sie da nicht festlegen."
"Religion - da bin ich mir nicht sicher, was ich selber denke. Wie soll ich da meinen Kindern etwas mit auf den Weg geben? Ich halte mich da lieber heraus."
"Die Kirchen und die anderen Religionen sollten mit der öffentlichen Bildung nichts zu tun haben. Kindergarten und Schule sollten frei sein von konfessionellen Vorgaben."
Solche und ähnliche Stimmen lassen sich in unserer postmodernpluralen Gesellschaft mehr und mehr vernehmen. Religion wird zur subjektiven Privatsache erklärt, die jede und jeder für sich selbst entscheiden muss. Den verfassten Religionen wird zunehmend das Recht abgesprochen, sich an öffentlichen Bildungseinrichtungen zu beteiligen. Dass Konfession, also das aktive Bekennen und Praktizieren einer ganz spezifischen Religion, als Teil persönlicher Lebensführung einen wichtigen Raum einnehmen soll und darf, wird dabei in der Regel nicht in Frage gestellt. Sehr wohl umstritten ist aber jegliche Forderung, hieraus politische, institutionelle und öffentlich wirksame Ansprüche herleiten zu dürfen.
Die Diskussion um die Legalität der Beschneidung von männlichen Kindern in Judentum und Islam hat zudem eine weitere Frage in das öffentliche Interesse gerückt: Dürfen Eltern in Sachen Religion überhaupt für ihre Kinder langfristig wirksame Entscheidungen treffen, Prägungen vornehmen, Wegspuren bahnen? Ist das nicht bereits einerseits eine pädagogisch unerlaubte Engführung, andererseits aber auch ein juristischer Eingriff in das Recht auf Selbstbestimmung der Person, das auch schon für Kinder gilt? Die Anfragen bleiben nicht auf die Religionen Judentum und Islam beschränkt. Legt nicht auch die christliche Säuglingstaufe, im kirchlichen Selbstverständnis die Verleihung eines character indelibilis (eines unauslöschlichen Merkmals), Menschen lebenslang auf eine Prägung fest - unabhängig davon, ob sie diese später akzeptieren und gestalten, sich dagegen wehren oder sie schlicht ignorieren?
Religion, religiöse Erziehung und religiöse Bildung sind im Kontext der postmodernen Gesellschaft schon seit einiger Zeit zum Streitthema geworden. Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen reagieren auf diese Situation mit unterschiedlichen Strategien:
mit dem Hinweis auf traditionell festgelegte juristische Rahmenvorgaben und Staatsverträge;
mit dem Rückzug auf vermeintlich eindeutige Aussagen von Katechismen und Dogmen;
mit der Vermeidung und einem Wegducken vor klarer Positionierung;
mit einem Blick auf potentiell langfristige Entwicklungen, der mittelfristige Probleme ignoriert;
mit der konfrontativ ausgerichteten Einforderung vom Menschenrecht auf religiöse Entfaltung, Praxis und Erziehung;
mit der Aufnahme von echten Dialogunternehmungen über künftige Wege und Organisationsformen;
mit kritischer Bestandsaufnahme und offenen Gesprächen.
Auch im Feld der wissenschaftlichen Religionspädagogik finden sich unterschiedliche Strategien und Meinungen: Manche verweisen auf die Notwendigkeit des Abschieds von konfessionellen Engführungen und plädieren für den verstärkten Ausbau christlich-ökumenischer Gemeinschaft auf der Ebene von Gemeinde und Schule. Andere sehen im Miteinander der drei abrahamischen, d

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