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Glücklich ohne Gott Warum Bibel und Koran uns die Antwort schuldig bleiben von Manus, Robert E. (eBook)

  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
eBook (ePUB)
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Glücklich ohne Gott

Aktuell gehören etwa 65 Prozent der deutschen Bevölkerung einer Konfession an. Eine Religionszugehörigkeit kann Halt und Sicherheit bieten. Doch was passiert, wenn der eigene Glaube plötzlich ins Wanken gerät? Der Glaube, der einen schon seit frühester Kindheit begleitet? Robert E. Manus wendet sich an all diejenigen, die sich kritisch mit ihrem christlichen oder muslimischen Glauben auseinandersetzen oder sich sogar von diesem lösen möchten. Der Autor ergründet die Entstehung und die Botschaften der 'heiligen Schriften' und untersucht, ob sie sich tatsächlich mit Liebe und Toleranz beschäftigen: Können sie eine Grundlage für ein friedliches Miteinander, ein selbstbestimmtes und glückliches Leben bieten? Oder sind es Bücher der Abgrenzung, des Hasses und der Gewalt - und ginge es uns eigentlich besser ohne sie, ohne die darauf aufbauenden Religionen, ohne Gott?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 503
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783828869097
    Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
    Größe: 899 kBytes
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Glücklich ohne Gott

1 Gott - Ein Hirngespinst?

1.1 Warum der Mensch glaubt

Wer einmal die Taufe eines Säuglings in Oberbayern erlebt hat, die herausgeputzten Eltern und Verwandten, mit Lederhosen, Gamshüten und Dirndl, der weiß: die Religionszugehörigkeit hat hier mit Brauchtum zu tun. Die Religion wird von Generation zu Generation einfach weitergegeben. Der Wahrheitsgehalt steht dabei weniger im Fokus - er interessiert einfach niemanden sonderlich.

So geschieht das ständig. Millionenfach. Warum wir heutigen Menschen glauben und was wir glauben, beruht, da ist man sich weitgehend einig, auf frühkindlicher Beeinflussung - auf Erziehung, Tradition und der Region, in der man aufgewachsen ist. Aber wo kommt die Religion, wo kommt der Glaube ursprünglich her?

Als Wurzeln der Gottesgläubigkeit - wie also alles einmal angefangen hat in archaischen Zeiten - verweist die Wissenschaft überwiegend auf die Angst der Menschen vor Gefahren, auch vor dem Tod, gepaart mit Unwissenheit. Darüber hinaus werden evolutionäre Einflüsse gesehen. Generell ist eine Erklärung zudem, dass Armut, (seelische) Not und Unterdrückung der Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach einem besseren Leben, die Aufnahmebereitschaft für religiösen Glauben begünstigen.

Die großen Religionen sind, wir werden fast täglich daran erinnert, allesamt in archaischen, vorwissenschaftlichen Zeiten entstanden. Warum? Warum nicht heute? Die Antwort vermag eigentlich jeder Leser selbst zu geben. Religiös Überzeugte behaupten zwar gerne, die Tatsache, dass alle Völker in der Vergangenheit an höhere Wesen geglaubt hätten, sei ein Hinweis auf die Existenz eines göttlichen Wesens. Hier muss man schlicht feststellen: Unsere Urahnen hatten keine andere Möglichkeit, als sich die Welt und ihre vielen Phänomene - Blitz und Donner, die Himmelskörper, den Wechsel von Tag und Nacht und auch der Jahreszeiten, Erdbeben, Krankheiten und Tod - religiös zu deuten, mangelte es ihnen doch an natürlichen oder wissenschaftlichen Erklärungsmöglichkeiten.

Hinzu kommen Projektionen. Die Menschen projizierten ihr Innenleben - ihre Gedanken, Gefühle, Wünsche, Ängste - auf Objekte, andere Lebewesen, aber eben auch auf Götter und das Jenseits. So strafen die Götter in der Weise, wie es sich die Menschen selbst antun würden. Das Jenseits, das Paradies bei dem in der arabischen Wüste lebenden Mohammed ist geprägt von Bächen, Gärten, Blumen, Früchten, hübschen bereitwilligen Jungfrauen; selbst Wein und Schweinefleisch, auf Erden streng verboten, dürfen nun genossen werden. Es steht zu vermuten, dass diese Bilder mit den Lebensumständen, Wünschen und Hoffnungen der Gesellschaft, in denen der Prophet wirkte, zu tun haben.

1.1.1 Angst, Unwissenheit und die daraus erwachsenden Mythen

Furcht gebiert Götter.

Lukrez

Wovor fürchteten sich die Menschen in alten Zeiten? Sicherlich vor wilden Tieren - wir standen Jahrtausende lang nicht an der Spitze der Nahrungskette! Furcht auch vor Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Stürmen und Gewittern, Krankheiten, Dürre und Hungersnöten. Hinzu kamen, dies überlagernd, die Furcht vor dem Tod und die Ungewissheit, ob und wie es danach weitergeht, in einem Paradies oder gar in der Hölle. Dementsprechend finden sich bei allen Völkern vielfältige und ausgeprägte Todes- und Jenseitsmythen. Das Wissen um die eigene Sterblichkeit sowie das Sich-nicht-abfinden-Wollen mit dem Tod als Ende des (begrenzten) Lebens waren sicherlich eine wichtige Triebkraft zur Entstehung religiösen Glaubens.

Die Hoffnung auf das Paradies hat auch mich schon als Kind beschäftigt. Aber: Ist das Dasein dort eigentlich so erstrebenswert? Es wäre im himmlischen Paradies, wenn es denn so etwas überhaupt gäbe, wahrscheinlich ziemlich langweilig! Keiner weiß, warum und wozu er lebt. Und immer nur Halleluja singen, das hat schon den Alois bzw. den Engel Aloisi

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