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Sterben im Vertrauen auf Gott von Dyckhoff, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.11.2014
  • Verlag: Media Maria Verlag
eBook (ePUB)
10,99 €
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Sterben im Vertrauen auf Gott

Das Anliegen des Buches 'Sterben im Vertrauen auf Gott' besteht darin - uns unsere eigene Sterblichkeit bewusst zu machen - anzuregen, uns mit dem Sterben zu beschäftigen und entsprechende Vorbereitungen zu treffen - den Gedanken an die Endlichkeit des Lebens aufzugreifen, damit das Leben in seiner Begrenztheit einen neuen und tiefen Wert erhält. Der Blick für die Würde des Lebens und damit verbunden die Würde des Sterbens soll geschärft und kultiviert werden; - zu ermutigen, das sich ständig verändernde Leben in seiner Gebrechlichkeit anzunehmen und das Vertrauen in den barmherzigen Gott immer wieder neu einzuüben - das Wesentliche im Leben in den Blick zu nehmen und ein Gespür von dem vermittelt zu bekommen, was auch im Angesicht des Todes noch Bestand hat - aufzufordern, Kranke zu besuchen und Sterbenden beizustehen. Kein Werk der Barmherzigkeit ist größer und nutzbringender als dieses.

Dr. Peter Dyckhoff, 1937 in Rheine geboren, studierte Psychologie und war viele Jahre als Geschäftsführer eines Industriebetriebes tätig. Mit vierzig Jahren wagte er den Neuanfang und studierte Theologie. Er ist anerkannter Experte für das christliche Ruhegebet und wurde 2006 über dieses Thema zum Doktor der Theologie promoviert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 14.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945401682
    Verlag: Media Maria Verlag
    Größe: 7481 kBytes
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Sterben im Vertrauen auf Gott

E RSTER T EIL

H INFÜHRUNG DURCH ELF K UPFERSTICHE DES M EISTERS E. S.

Als ich mein erstes Buch über das Sterben schrieb: "Sonnenuntergänge. Vom Abschied aus dieser Welt", begegnete ich einer Bildfolge von elf Kupferstichen aus dem 15. Jahrhundert, die mich in ihrer Aussagekraft stark beeindruckten. Ich freue mich darüber, diese jetzt im Buch "Sterben im Vertrauen auf Gott" zusammen mit begleitenden Texten vorstellen zu dürfen.

Im Mittelalter pflegte man in besonderer Weise die "Ars moriendi", die "Kunst des Sterbens". In einer Zeit, in der Katastrophen, Krieg, Hunger und Pest wüteten, wurde das Interesse an der Sterbebegleitung in der Öffentlichkeit immer größer. Vornehmlich waren es die häufigen Pestepidemien, die das Bedürfnis nach einer praktischen Anweisung für die Hilfe in der Stunde des Todes weckten. Die vielen Notstände, in denen sich Menschen befanden, führten dazu, dass in erster Linie Laien Sterbehilfe leisteten. Hinzu kam das Bestreben, auch Laien zu größerer Verantwortung zu bewegen. Zunächst jedoch entstanden Texte, die den in der Sterbebegleitung noch unerfahrenen Priestern bei der Betreuung von Sterbenden dienen sollten. Eine grundlegende Schrift "De arte moriendi" verfasste Johannes Gerson (1363-1429), Kanzler der Pariser Universität. Seine Gedanken wurden von fast allen späteren Sterbebüchern übernommen - kommentiert durch Wort und Bild. Der Sterbende soll nicht allein gelassen werden, denn der Begleiter möchte mit ihm zusammen Entscheidungen finden, die zum ewigen Heil führen.

Der Text von Johannes Gerson liegt auch den folgenden eindrucksvollen Kupferstichen des unbekannten Meisters E. S. zugrunde. Seine "Ars moriendi" ist in textlosen Einzelblättern überliefert. Jedes Detail auf den Bildern hat jedoch seine eigene Sprache. Es kann sein, dass daran gedacht war, die Einzelblätter in handschriftliche Exemplare der "Ars moriendi" einzukleben. Die stilistische Ausprägung der Kupferstiche des Meisters E. S. zeigt, dass es sich bei ihm um eine Neuschöpfung handelt. Wahrscheinlich war E. S. der Erste, der sich auf die Verbildlichung eines "Ars moriendi"-Textes einließ, denn man kennt keine Bildserie dieser Art, die älter ist als die des Meisters E. S.

Zunächst die Frage: Wer war der Meister E. S.? Die Buchstaben E. S. retten ihn aus der vollkommenen Anonymität, denn einige seiner Kupferstiche hat er damit bezeichnet. Wahrscheinlich sind es Initialen seines Namens. Der Meister E. S. ist nur aus seinen Werken bekannt; biografische Daten gibt es nicht. Alle Versuche, eine Person zu finden, auf die die Initialen passen, sind bisher gescheitert. So bleibt E. S. mangels entsprechender Geschichtsquellen als historische Person unbekannt. Die künstlerische Entwicklungslinie weist ihn als Kupferstecher aus, der hohe Popularität besaß. Man schließt aus seinen Werken - vornehmlich aus Wappen und Wasserzeichen - und seiner stilbildenden Wirkung auf andere Werkstätten und Künstler, dass er Mitte des 15. Jahrhunderts am Oberrhein zwischen dem Elsass und Konstanz tätig war.

Die Arbeiten des Meisters E. S. müssen zwischen 1445 und 1468 entstanden sein. Sein spätgotischer Figurenstil fand in Mitteleuropa rasche Verbreitung. Rekonstruktionen ergaben, dass er um 1420 geboren wurde. Nach einer Ausbildung als Maler widmete er sich aus bestimmten Gründen dem Kupferstich Man sagt sogar, er sei der Begründer des Kupferstichs. Seine Karriere war um 1467 abgeschlossen, denn seine letzten Werke entstanden in dieser Zeit. Im Jahr 1466 wurde der Meister E. S. mit der Herstellung einiger Blätter für das Kloster Einsiedeln beauftragt, die er sämtlich signierte. Sein erhaltenes Werk umfasst ungefähr 320 Blätter.

Die meisten Kupferstiche sind religiöser Natur. Nur wenige beinhalten Szenen aus dem Alten Testament, die meisten schildern Ereignisse aus dem Leben Jesu Christi. Madonnenbilder widmete E

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