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Würfelt Gott? Was Physik und Theologie einander zu sagen haben von Benz, Arnol (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2015
  • Verlag: Topos
eBook (ePUB)
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Würfelt Gott?

Sind wir tatsächlich nur 'Zigeuner am Rand des Weltalls', die sich einem absurden Zufall verdanken, oder sind wir die Wesen, in denen der Kosmos, Gottes Schöpfung, zu sich selber kommt? Die beiden Autoren - ein Theologe und ein Physiker - halten uns keine langatmigen Vorträge, sondern nehmen uns mit auf eine Reise durchs All! Verpackt in eine spannende Science-Fiction-Erzahlung, werden wir auf unterhaltsame Weise mit Urknall, Quantentheorie, Paralleluniversen usw. vertraut gemacht und in ein Gespräch über unseren Kosmos - und damit letztlich über uns selbst - verwickelt. Physik und Theologie haben einander eine Menge zu sagen!

Arnold Benz ist Professor für Astrophysik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Samuel Vollenweider ist Professor für Neues Testament am Theologischen Seminar in Zürich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 283
    Erscheinungsdatum: 05.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836760263
    Verlag: Topos
    Größe: 2338kBytes
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Würfelt Gott?

DIE SATURNMISSION HERMES: REDAKTIONELLES GELEITWORT

Im Frühling des Jahres 2021 erreichte die Mission H ERMES mit sieben Astronautinnen und Astronauten den Planeten Saturn in den äußeren Regionen unseres Sonnensystems. Die auf insgesamt sieben Jahre konzipierte interplanetare Expedition sollte sich vor allem der Erforschung des Saturnsystems mit seinen spektakulären Ringen und seinen Monden Titan und Japetus widmen.

Bereits zuvor hatten unbemannte Sonden die Saturnwelt eingehend erkundet, unter ihnen Cassini-Huygens im Jahr 2004. Besondere Aufmerksamkeit galt Titan als dem einzigen Mond innerhalb unseres Sonnensystems, der von einer dichten Atmosphäre umgeben ist und die Ausmaße eines kleineren Planeten erreicht. Trotz der enormen Kälte scheinen auf ihm zahlreiche organische Moleküle zu existieren und chemische Reaktionen abzulaufen, wie sie auf der frühen Erde vor rund vier Milliarden Jahren eine Voraussetzung zur Entstehung des Lebens waren. 1 Obschon die wissenschaftlichen Betreuer der bemannten Expedition jegliche Erwartungen, in diesem präbiotischen Laboratorium auf archaische Lebensformen zu stoßen, entschieden zurückwiesen, hat sich das öffentliche Interesse doch hartnäckig an diesem Punkt entzündet. Andere Zielsetzungen, wie etwa die Abklärung einer möglichen Ausbeutung der riesigen Vorräte an Kohlenwasserstoffen auf Titan und bodennahem flüssigem Wasser auf dem Eismond Japetus, verbunden mit der späteren Einrichtung einer permanenten Station, traten dahinter ganz zurück.

Eine ungewöhnliche Astronautencrew

Ungeachtet des Einsatzes leistungsstarker Ionentriebwerke dauerte der Flug von der Erde bis zum Saturn fast drei Jahre. Angesichts dieser enormen Distanz mussten die Astronauten anders als bei den früheren Mond- und Marsflügen in der Lage sein, völlig selbstständig zu handeln. Die IASA (International Aeronautical and Space Administration) hatte deshalb die sieben jungen, technisch gut ausgebildeten Wissenschaftler, zwei Frauen und fünf Männer aus verschiedenen Ländern, ausnehmend strengen und langwierigen Eignungstests unterworfen. Neben Physikern, Biochemikern und Informatikern zählte zur Crew auch ein Theologe. Die IASA akzeptierte nämlich ein von der Participatory Experimental Perception (PEP) Society in San Francisco vorgeschlagenes religionspsychologisch-theologisches Forschungsprojekt, das die zahlreichen Berichte über angebliche religiöse Erfahrungen im Weltall seit den Anfängen der Astronautik testen wollte. 2 Der vehemente Einspruch des naturwissenschaftlichen Ausschusses der IASA gegen dieses als inexakt apostrophierte Projekt erzwang allerdings eine gruppenpsychologische Erweiterung des Auftrags: Der humanwissenschaftlich ausgebildete Theologe wurde auch als Kommunikationsspezialist eingesetzt, da auf einer derart langen Reise mit enormen zwischenmenschlichen und psychischen Problemen zu rechnen war. Die internationale Presse hat diese zweite Aufgabe des Astronauten zum Ärger des Ausschusses kaum zur Kenntnis genommen.

"Houston, we have a problem"

Als die Raumfahrer endlich das Saturnsystem erreichten, schwenkte das Hauptschiff, die H ERMES T RISMÉGISTOS (HTM), mittels komplizierter Bahnmanöver in eine Warteposition am Librationspunkt zwischen Saturn und Titan ein, wo die Schwerkräfte beider Himmelskörper entgegengesetzt sind und sich zusammen mit der Fliehkraft die Waage halten. Gemeinsam mit dem Mond kreiste es nun in 16 Tagen um den riesigen Gasplaneten. Anfang April starteten fünf der Besatzungsmitglieder mit einem Abstiegsmodul zum Titan, um eine Bodenstation zu errichten, während die restlichen zwei auf dem Mutterschiff zurückblieben.

Nachdem der lange interplanetare Flug weitgehend störungsfrei verlaufen war, begannen sich nun die Probleme zu türmen. Zunächst zögerte sich die Landung wegen der schwie

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