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Die Hörbigers Biografie einer Familie von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Die Hörbigers

Die erste Biografie der bedeutendsten Schauspielerfamilie des deutschen Sprachraums. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite: Bestellerautor Georg Markus schrieb mit diesem Buch ein einzigartiges Stück Theater-, Film- und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts: -Der unvergleichliche Aufstieg einer Familie. Ihre Triumphe am Theater, ihre Schicksalsschläge, ihre Niederlagen -Die Geschichte einer Liebe: Warum Paula Wessely und Attila Hörbiger lange nicht heiraten konnten -Die Karriere der Ausnahmeschauspielerin Paula Wessely und die große Krise ihres Lebens -Zwei Brüder und ihre unterschiedlichen Lebenswege: Theaterstar Attila und Filmstar Paul Hörbiger -Der mysteriöse Tod des dritten Bruders entzweit die Familie: Jahrzehntelange Gerichtsprozesse folgen -Zum ersten Mal: Paula Wesselys Entnazifizierungsakt, die Zeugenaussagen, der Privatnachlass, die Korrespondenz -Und die große Lebensbeichte der Wessely: 'Was ich getan habe, ist durch nichts zu verantworten' -Alle Generationen auf einen Blick: vom 'Vater der Welteislehre' über Christiane Hörbiger bis zu den 'jungen Hörbigers'

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an. In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus. Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 340
    Erscheinungsdatum: 14.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998569
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 944 kBytes
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Die Hörbigers

"BEI DEN WINDSORS IST ES NICHT ANDERS"

Vorwort

Kaum eine Familie wird verehrt wie diese. Und kaum eine so heftig kritisiert. Die Verehrung gilt dem künstlerischen Potenzial, die Kritik hat mit der dramatischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und vor allem damit zu tun, wie sich einzelne Mitglieder der Familie Hörbiger im politischen Umfeld ihrer Zeit verhielten.

Dieses Buch will weder verherrlichen noch verteufeln. Es stützt sich auf Fakten und Dokumente, auf Aussagen von Familienmitgliedern, Zeitzeugen und Betroffenen. Die großteils bisher unveröffentlichten Dokumente lassen eine zum Teil neue Sicht der Familiengeschichte zu, belegen Licht- und Schattenseiten der größten, wohl auch bedeutendsten Schauspielerdynastie des deutschen Sprachraums. In langen Gesprächen und mit beeindruckender Offenheit standen mir die Töchter des Ehepaares Hörbiger-Wessely sowie Töchter und Sohn von Paul Hörbiger über ihre Eltern Rede und Antwort. Darüber hinaus waren alle Familienangehörigen – wirklich alle – bereit, diesem Buchprojekt wertvolle Informationen zur Verfügung zu stellen.

Neben der Theater- und der Filmgeschichte spielt in dieser ersten Biografie der Familie Hörbiger auch die Zeitgeschichte eine große Rolle. Dieses Buch gewährt Einblick in den Aufstieg einer Reihe von Ausnahmekünstlern, erzählt aber auch die private Geschichte einer Familie, die sich mir bei den Recherchen und während des Schreibens streckenweise wie ein Kriminalroman darbot: In den zwanziger Jahren wurde auf Paul Hörbiger ein Eifersuchtsattentat verübt, das er beinahe nicht überlebte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam einer der vier Hörbiger-Brüder auf mysteriöse Weise ums Leben – die Prozesse um seinen Gifttod dauerten zwölf Jahre und entzweiten den sonst so harmonisch wirkenden "Clan". Paula Wesselys Leben war von mehreren Nervenkrisen überschattet, die an die Substanz der Familie gingen. Schließlich mussten sie und ihr Mann Attila Hörbiger sich nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs einem "Entnazifizierungsverfahren" stellen, das hier zum ersten Mal umfassend dokumentiert ist: durch Betroffene und prominente Zeitzeugen, die ihre Aussagen nach 1945 dem Alliierten Rat und in Gerichtsakten hinterlassen hatten.

Als äußeren Anlass für das Erscheinen dieses Buches könnte man Paula Wesselys hundertsten Geburtstag am 20. Jänner 2007 nennen. Der innere und wahre Anlass ist es aber, dass mir zum ersten Mal die Möglichkeit gegeben wurde, die persönlichen Nachlässe von Paula Wessely und den Brüdern Attila und Paul Hörbiger aufzuarbeiten. Sowohl die Familie als auch wichtige Archive in Wien und Berlin gewährten mir Einblick in das künstlerische und private Leben dieser Generation. Eine weitere Informationsquelle war schließlich Paula Wesselys bislang unveröffentlichte Korrespondenz, die mir von ihren Töchtern und dem Österreichischen Theatermuseum zur Verfügung gestellt wurde.

Paula Wessely kann die Aufarbeitung des Tiefpunkts in ihrem Leben nicht erspart werden: 1941 spielte sie die Hauptrolle in dem Nazi-Propagandafilm Heimkehr . Gleichzeitig belegen aber Briefe, Dokumente und Zeugenaussagen zum ersten Mal in allen Details, wie sie und ihr Mann ihre Stellung im Dritten Reich dazu verwendeten, verfolgten Menschen zu helfen – in manchen Fällen wohl auch lebensrettend. Paul Hörbiger hatte sich diesbezüglich nie zu verteidigen: Er saß in den letzten drei Monaten des "Tausendjährigen Reichs" im Gefängnis, weil er eine Widerstandsbewegung unterstützt hatte.

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