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Handbuch Nikolaus von Kues Leben und Werk

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2014
  • Verlag: WBG Academic
eBook (ePUB)
64,99 €
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Handbuch Nikolaus von Kues

Das breite Werk des Nikolaus von Kues (1401-1464) erstreckt sich von philosophischen Schriften über Werke zu Theologie, Kirchenpolitik bis zu mathematischen Abhandlungen. Das macht ihn zu einer der faszinierendsten Gestalten der europäischen Geistesgeschichte. Zum 550. Todestag erscheint endlich erstmals ein umfassendes Handbuch zu Nikolaus von Kues, das alle Aspekte seines Lebens und Werkes berücksichtigt. Internationale Fachgelehrte bieten hier eine Einführung in die Zeit und eine chronologische Darstellung des Lebens des Nikolaus von Kues. Eine Vorstellung aller seiner Schriften wird mit ausführlichen Kommentaren zu Wirkung und Rezeption der cusanischen Werke ergänzt. Der schnelle Zugriff auf Informationen zu allen Schaffensbereichen des Ausnahmedenkers wird durch eine Zeitleiste zum Leben des Gelehrten, ein Register und eine Bibliographie erleichtert. Ideal auch als Einstieg in das beispiellose Werk des Nikolaus von Kues!

Marco Brösch ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Cusanus-Forschung an der Universität Trier und der Theologischen Fakultät Trier und Wissenschaftlicher Bibliothekar am St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues. Walter Andreas Euler ist Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier und Direktor des Instituts für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier. Alexandra Geissler ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier. Dr. Viki Ranff ist Hochschuldozentin am Institut für Cusanus-Forschung in Trier und Habilitandin an der Theologischen Fakultät Trier. Walter Andreas Euler ist Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier und Direktor des Instituts für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier. Dr. Viki Ranff ist Hochschuldozentin am Institut für Cusanus-Forschung in Trier und Habilitandin an der Theologischen Fakultät Trier. Marco Brösch ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Cusanus-Forschung an der Universität Trier und der Theologischen Fakultät Trier und Wissenschaftlicher Bibliothekar am St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues. Alexandra Geissler ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 01.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534739004
    Verlag: WBG Academic
    Größe: 1304 kBytes
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Handbuch Nikolaus von Kues

Eine kurze Einführung in die Zeit

Das 15. Jahrhundert steckte noch in den Kinderschuhen, als Nikolaus von Kues 1401 in Kues (heute Teil der Gemeinde Bernkastel-Kues) an der Mosel geboren wurde. Kues gehörte zu dieser Zeit zum Kurfürstentum Trier, welches Bestandteil des aus vielen Territorien bestehenden Heiligen Römischen Reiches war. Cusanus starb 1464 im italienischen Todi. Das folgende Kapitel soll einen kurzen Überblick über die Geschichte der Zeit geben, in die der spätere Gelehrte Cusanus hineingeboren wurde, in der er heranwuchs und Karriere machte.
Ein Überblick über die Entwicklungen im Römisch-Deutschen Reich

1400, ein Jahr vor Cusanus' Geburt, wurde Wenzel IV. als deutscher König abgesetzt, König von Böhmen blieb er weiterhin. An seiner Stelle wurde Pfalzgraf Ruprecht III. mit den vier Stimmen der rheinischen Kurfürsten zum deutschen König gewählt, also mit den Vota der Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier sowie seiner eigenen Stimme. Wie seine Mitwähler war er wohl der Meinung, dass Wenzel das Binnenreich vernachlässigt und sich zu sehr auf seine böhmischen Stammlande konzentriert hatte (Schubert 1995, 1108). Mit seiner Wahl war Ruprecht zugleich mit dem Auftrag betraut worden, sich für die Lösung der Kirchenfrage einzusetzen. Er selbst hielt an der römischen Obödienz fest.

Um Ruprechts Finanzen war es seit seinem Amtsantritt schlecht bestellt. Dies wirkte sich auch auf seinen Italienfeldzug aus, den er 1401 antrat - im Geburtsjahr des Nikolaus von Kues. In Norditalien musste sich der König der Übermacht des Herzogs von Mailand, Gian Galeazzo Visconti, geschlagen geben.

Nach seiner Rückkehr sah er sich mit einem Kernproblem seiner Regierungszeit konfrontiert: dem Gegensatz zwischen der Kurpfalz und Kurmainz. Letzteres hatte sich mit anderen potentiellen Feinden im Marbacher Bund (1405) zusammengeschlossen (Moraw 1986, 851). Durch seine eigene Bündnispolitik konnte Ruprecht aber konkrete Auseinandersetzungen vermeiden. Der Konflikt als solcher blieb weiterhin bestehen.

Sowohl Kurmainz als auch Wenzel schlossen sich 1409 dem Konzil an, welches die Kardinäle nach Pisa einberufen hatten. Ruprecht bewies abermals seine Treue zu Rom, indem er dieses ablehnte, weil er es als "frankreichhörig" (ebd., 852) ansah. In der Heidelberger Appellation protestierte er gegen das Konzil und appellierte an den wahren (römischen) Papst und ein rechtmäßiges Konzil. König Ruprecht starb 1410, kurz bevor der Konflikt mit dem Mainzer Kurfürsten offen ausbrach.

Obwohl sich Wenzel in Böhmen noch immer als König behauptete, strebten die deutschen Kurfürsten eine Neuwahl an. Man war nach Ruprechts Tod allein darin einer Meinung, dass sein Nachfolger wieder aus dem Haus der Luxemburger kommen sollte, wie Wenzel und dessen Vater Karl IV. Auf einen Kandidaten konnte man sich nicht einigen. Am 20. September 1410 wurde schließlich Sigismund, der Bruder von Wenzel und König von Ungarn, von den Kurfürsten der Pfalz, Trier und Brandenburg zum König gewählt. Die Wahl war unzulässig, weil nur drei der sieben Kurfürsten für ihn gestimmt hatten. Am 1. Oktober wurde Jobst von Mähren, ein Cousin Wenzels, von den Kurfürsten von Mainz, Köln, Sachsen, Brandenburg und Böhmen zum König gewählt (Wefers 1995, 1869). Doch er starb bereits Anfang des Jahres 1411. Mitte des Jahres wurde dann Sigismund einhellig zum deutschen König gewählt. Dieser hatte seine Kindheit und Jugend im Osten (in Prag, in der Mark Brandenburg, Polen und Ungarn) verbracht. 1387 war er dann zum König von Ungarn gekrönt worden. Er konnte seine Macht also nicht auf eine Hausmacht im Reich bauen, zumindest nicht bis zum Tode Wenzels im Jahr 1419, als er dessen Nachfolge antrat. Nach seiner Wahl zum deutschen König zog es ihn ebenfalls nicht nach Westen. Deshalb war es erforderlich, dass er seine Macht im Reich auf wechselnde Adelshäuser und Reichsstädte stützte. So ernannte Sigismund den B

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