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Karl Rahner Innsbrucker Jahre von Kolozs, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2014
  • Verlag: Universitätsverlag Wagner
eBook (ePUB)
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Karl Rahner

SCHWERPUNKT-BIOGRAPHIE EINES DER EINFLUSSREICHSTEN KONZILSTHEOLOGEN DES 20. JAHRHUNDERTS Karl Rahner war einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Einfluss auf das Zweite Vatikanische Konzil, an dem er als Berater des Wiener Kardinals König teilnahm, ist bis heute unbestritten und weiterhin Thema einer breiten, internationalen Forschung. In Innsbruck hat der Jesuitenpater Karl Rahner drei wichtige Phasen seines Lebens verbracht: - 1936-1939: Machtübernahme und Vertreibung durch die Nazis, die Theologie in Innsbruck wurde geschlossen - 1948-1964: Rahner gilt als Revoluzzer und wird vor dem Konzil von den eigenen Leuten ruhig gestellt - 1981 bis zu seinem Tod 1984: diese Zeit ist gezeichnet vom bedrohlichen Gesundheitszustand des Theologen Karl Rahner galt als Großer Denker in einer engstirnigen Welt Grundlegende Arbeiten seines reichen publizistischen Wirkens sind in diesen drei Abschnitten entstanden. Diesen 'Innsbrucker Jahren' widmet Martin Kolozs in seiner Biografie besondere Aufmerksamkeit und zeigt Anknüpfungspunkte zu Papst Franziskus und dessen 'Kirche der Sünder' auf. Mit Interviews mit em. Univ.-Prof. Dr. Otto Muck SJ und Univ.-Prof. Dr. Günther Wassilowsky sowie kommentierten Lesevorschlägen, zusammengestellt von Univ.-Prof. Dr. Roman A. Siebenrock.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 126
    Erscheinungsdatum: 13.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783703009068
    Verlag: Universitätsverlag Wagner
    Größe: 1039 kBytes
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Karl Rahner

1.Lebens- und Persönlichkeitsbeschreibung Karl Rahners

"Das Christentum ist immer noch eine höchst unmoderne Sache; auch in dem, worüber ich nun so lang zu schreiben versuchte. Gott sei Dank, dass es so ist. Gott gebe mir und Ihnen die Gnade, das zu begreifen." 2

Karl Rahner

Nach seinem eigenen Dafürhalten war Karl Rahners Leben geradezu unspektakulär, vor allem was dessen äußere Ereignisse betraf. So meinte er etwa über seine Prägung in der Kindheit und Jugend: "Ich bin natürlich in einer normal-christlichen, nicht bigotten Familie katholischen Bekenntnisses aufgewachsen, zusammen mit sechs anderen Geschwistern. Ich bin auf einer normalen Mittelschule gewesen, habe dort mein Abitur gemacht, und dann bin ich in den Jesuitenorden eingetreten. [...] In solch einer Familie wuchs man eigentlich relativ problemlos auf. Die Dinge, die man zu tun und zu lassen hatte, waren irgendwie von vornherein klar. Da war nicht so furchtbar viel zu überlegen. Fürchterliche Problematiken erlebten wir eigentlich nicht. Ich habe keinen Streit zwischen meinen Eltern erlebt. Von einer Ehescheidung war in der damaligen Zeit, in dem Milieu, in dem ich groß wurde, bei meinen Verwandten und im Bekanntenkreis nie die Rede. Alle diese Dinge, die heute problematisch sind, die sozialkritische Haltung gegenüber der Gesellschaft und dem Staat, die Eheprobleme, die Probleme der Sexualmoral und so weiter, die ganze Bildungskrise gab es noch nicht." 3 Und dennoch wurzelte vieles, das Karl Rahner später im Leben zu seinem nonkonformen Denken und Handeln machte, gerade in dieser Frühzeit, als "alles unproblematischer und bis zu einem gewissen Grade nüchterner [war]" 4 . Denn unabhängig von Rahners Art, bescheiden und auch recht verhalten bei Fragen zu seiner Person aufzutreten, lassen sich wenigstens drei Einflüsse in seiner Biographie ausmachen, welche zwar verschieden stark, aber allesamt nachhaltig auf ihn gewirkt haben dürften. Zum einem war er im Jugendalter Mitglied der Quickborn, "das war eine mehr freie, von der Basis herkommende, nicht so ausdrücklich kirchlich gesteuerte Jugendbewegung, aber doch katholisch und religiös, durchaus lebendig und intensiv sich betätigend. Und insbesondere habe ich da schon auch einige Eindrücke positiver Art für mein künftiges Leben bekommen." 5 Zum Beispiel traf er dort erstmals auf den Philosophentheologen Romano Guardini, dem Rahner Jahrzehnte danach auf dessen Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung und Philosophiegeschichte in München folgen sollte.

Zweitens trat 1919 sein um vier Jahre älterer Bruder Hugo, "der am Schluss des ersten Weltkriegs noch Soldat war, wenn er es auch nur bis Belgien gebracht hat und nicht mehr in den eigentlichen Kampf kam" 6 , in die Gesellschaft Jesu ein, was Karl Rahners eigenen Entschluss, drei Jahre später dem Orden beizutreten, zwar nicht sonderlich begünstigt hat 7 , aber dennoch eine wahrscheinlich ähnlich wirksame Atmosphäre geschaffen haben könnte, wie es sein familiäres Umfeld schon tat: "Die Familie war irgendwie selbstverständlich katholisch und christlich – praktizierend christlich. [...] Kurz und gut, wenn man in einer solchen Familie aufwächst und vielleicht – ohne von irgendwo anders her stark beeinflusst zu sein – sich zu einem Beruf entschließt, dann war der Entschluss, Priester, Jesuit, zu werden, eigentlich nicht so ferne liegend." 8

Einen ganz bestimmenden Eindruck auf Karl Rahner hat wohl dessen Begegnung mit dem jungen Pier Giorgio Frassati gemacht. Noch in seinem letzten großen Fernsehinterview mit dem ZDF eri

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