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Leonhard Goppelt (1911-1973). Eine theologische Biographie Exegese in theologischer und kirchlicher Verantwortung von Simonsen, Horst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2004
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
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Leonhard Goppelt (1911-1973). Eine theologische Biographie

Leonhard Goppelt hat einen eigenständigen Entwurf der Theologie des Neuen Testaments vorgelegt, der zu erheblich anderen Positionen kommt als das Werk Rudolf Bultmanns. Es ist in einem eigenständigen Prozess entstanden, inhaltlich geprägt durch die Weiterführung der heilsgeschichtlichen Erlanger Theologie Hofmanns, darin in großer Nähe zum Werk Gerhard von Rads. Viele von Goppelts Positionen wie der gesamtbiblische Ansatz, die Einbeziehung von Wirken und Verkündigung Jesu in die Theologie des Neuen Testaments und eine positive Würdigung der späten Schriften des Neuen Testaments haben erst nach seinem Tod Anerkennung gefunden. Die aufgrund von Goppelts frühem Tod in mancher Hinsicht nur fragmentarisch publizierte "Theologie des Neuen Testaments" wird durch die Darstellung seiner vorangehenden Forschungen zur Auslegung des Alten Testaments im Neuen und zur Geschichte des Urchristentums gewürdigt. Das gesamte Lebenswerk wird in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien in die Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts eingeordnet.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 296
    Erscheinungsdatum: 05.10.2004
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862340132
    Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
    Größe: 1190 kBytes
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Leonhard Goppelt (1911-1973). Eine theologische Biographie

" 4. Geschichte des Urchristentums als Leitmotiv in Goppelts mittlerer Schaffensphase (S. 133-134)

Nach der ausführlichen Analyse von "Typos" soll nun die in 1.3.2. benannte "mittlere" Schaffensphase Goppelts gewürdigt werden. Im Mittelpunkt dieser Periode stehen seine Arbeiten zur Geschichte des Urchristentums. Goppelt hat drei Entwürfe zur Geschichte des Urchristentums vorgelegt: – Da ist zunächst die unveröffentlichte Originalhabilitation, die er im Wintersemester 1941/42 unter dem Titel "Das Judentum im Urteil der Alten Kirche" vorlegte;1 – als ausführliche Umarbeitung dieser hat er 1954 unter den stark veränderten Nachkriegsbedingungen die Monographie

"Christentum und Judentum im ersten und zweiten Jahrhundert (Ein Aufriß der Urgeschichte der Kirche)" veröffentlicht (4.2); – schließlich hat er in der Reihe "Die Kirche in ihrer Geschichte" eine weitere Bearbeitung zur Geschichte des Urchristentums unter dem Titel "Die apostolische und nachapostolische Zeit" vorgelegt (4.4.).2 "Christentum und Judentum im ersten und zweiten Jahrhundert" soll ausführlicher analysiert werden, weil hier Goppelts eigene Stimme stärker hervortritt, als es der lehrbuchartige Charakter es in "Die apostolische und nachapostolische Zeit" zulässt. Zuvor soll ein kurzer Abschnitt über das unmittelbare Umfeld der Arbeit und über die Disziplin "Geschichte des Urchristentums " (o.ä.) im Gefüge der neutestamentlichen Wissenschaft des 20. Jahrhunderts vorangestellt werden, um diesen Arbeitsschwerpunkt Goppelts in rechter Weise einordnen und würdigen zu können (4.1.).

In einem weiteren kurzen Zwischenabschnitt sollen Entwicklungen in den wichtigen Themenbereichen "Kirche und Israel" und "Jesus und das Urchristentum", die schon zum späteren Werk (vgl. 5.) hinführen, anhand des Referates von zwei ausgewählten Aufsätzen dargestellt werden (4.3). Ein dem der Behandlung von "Typos" entsprechender wirkungsgeschichtlicher Teil kann in die Zusammenfassung eingehen, denn die unmittelbare Resonanz auf diese Werke Goppelts war recht gering.3

4.1. Das Um- und Vorfeld der Arbeit

4.1.1. Das theologische Umfeld der Arbeit

Der Ansatz, die vorliegende Arbeit in Epochen zu gliedern (1.3.2.) gründet sich darauf, dass Goppelt gerade seine monographischen Werke in bewusster Auseinandersetzung mit theologischen, kirchlichen und zunehmend auch gesellschaftlichen Strömungen der jeweiligen Zeit verfasst hat. "Typos" (1939) und "Das Judentum im Urteil der Alten Kirche" (1942) als ein erster Versuch der geschichtlichen Sicht des Urchristentums waren aus dem Versuch der Klärung der kirchlichen Stellung zum alttestamentlichen Erbe unter den Fragestellungen von Nationalsozialismus und Kirchenkampf zu verstehen, auch wenn die theologischen Wurzeln dieser Arbeiten natürlich tiefer gingen."

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