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Bibelauslegung praktisch In zehn Schritten den Text verstehen von Stadelmann, Helge (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2015
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Bibelauslegung praktisch

Wer einen Schatz heben will, braucht das richtige Werkzeug. Das gilt auch für die Bibel. Nur an der Oberfläche zu graben, kann zu einem subjektiven und völlig falschen Verständnis biblischer Aussagen führen. Deshalb gibt das Autorenteam Stadelmann/Richter dem Leser die geeigneten Werkzeuge an die Hand, um in zehn Schritten eine Exegese zu erarbeiten. Am Ende steht dann eine fundierte Auslegung, die als Grundlage für eine Predigt oder Bibelarbeit dienen kann. Ganz bewusst richtet sich das Buch auch an den theologischen Laien, der mit den Grundsprachen Hebräisch und Griechisch nicht vertraut ist. Doch auch Pastoren, Bibelschüler und Theologiestudenten finden hier in kompakter und gut lesbarer Form viele Ratschläge, von denen sie profitieren können. Stand: 3. Auflage 2009 Dr. Helge Stadelmann, Jahrgang 1952, ist Rektor der Freien Theologischen Akademie Gießen und Gastprofessor für Praktische Theologie an der Evangelischen Theologischen Fakultät Löwen/Belgien. Der Autor von mehr als 150 Veröffentlichungen ist beheimatet im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden. Thomas Richter, Jahrgang 1966, war bis 1999 Geschäftsführer einer Metallbaufirma. Dann studierte er Theologie an der Freien Theologischen Akademie in Gießen, wo er mit einem Magistergrad abschloss. Heute ist er Prediger beim Württembergischen Brüderbund und Gastdozent am Bibel-Seminar Königsfeld.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 23.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417227611
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 3760 kBytes
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Bibelauslegung praktisch

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TEIL 2

ZEHN SCHRITTE ZU EINER SCHRIFT- UND TEXTGEMÄSSEN AUSLEGUNG DER BIBEL

Die hier vorgestellte 10-Schritt-Methode soll allen Auslegern - besonders denen, die auf die deutsche Übersetzung der Bibel angewiesen sind - die Hilfestellungen bieten, die sie zu einer sorgfältig begründeten und biblisch-theologisch verantworteten Erklärung und Anwendung der Heiligen Schrift benötigen. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die Methode nach dem Text selbst zu richten hat und der biblische Text nicht an die Methode angepasst wird. Jede Methodik besitzt nur eine dienende Funktion. Ist sie schrift- und textgemäß, dient sie der Kommunikation: Sie hilft, dass andere die Gedanken des Auslegers nachvollziehen und selbst am Text der Bibel überprüfen können, ob sie dem offenbarten Willen Gottes entsprechen. Natürlich ist die hier vorgestellte 10-Schritt-Methode keine Garantie für eine gute Auslegung. Aber sie ist ein Leitfaden, der helfen kann, eine schlechte Auslegung unwahrscheinlicher zu machen. Die Aufteilung in verschiedene kleine Arbeitsschritte hilft, die große Aufgabe der Bibelauslegung schultern und bewältigen zu können. Methodisch werden wir also versuchen, das Ganze in verschiedene überschaubare Teilschritte aufzuteilen, diese kleineren Herausforderungen so zu lösen, dass sie dem Selbstanspruch der Bibel gerecht werden, um dann am Schluss die verschiedenen Einzelergebnisse zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen.
Einführung in die 10-Schritt-Methode

Bei der 10-Schritt-Methode wird der Auslegungsprozess in drei Phasen strukturiert. Sie sollen den Ausleger in die Lage versetzen, den "Schatz" des Wortes Gottes schrift- und textgemäß zu Tage zu fördern. Der Ausleger kann so in den Lobpreis des Psalmisten einstimmen: "Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht" (Ps 119,162). In einer ersten Phase geht es unter der Überschrift "Lesen, was da steht" darum, sich einen Überblick über den Text zu verschaffen. Hierzu ist es nötig, zuerst einmal den vorgegebenen "Schatzplan" des Wortes Gottes genau zu studieren. Dazu gehört, dass der Ausleger einfach liest und wahrnimmt, "was da steht", und dass er die offensichtlichen Stolpersteine und Hindernisse auf dem Weg zur Kenntnis nimmt und markiert, damit er auf dem Weg zum Ziel später nicht durch sie zu Fall kommt. So wird die Wegstrecke schon einmal vertraut und das Gelände grob untersucht. In einer zweiten Phase, die unter dem Motto steht: "Merken, worum es geht", dreht es sich dann darum, sich auf den Weg zu machen und die "Schatzsuche" konkret zu beginnen. Durch einen vertieften Einblick und detaillierte Untersuchungen des Weges wird der genaue Fundort des Schatzes lokalisiert und seine Bergung vorbereitet. Der Ausleger richtet seine Aufmerksamkeit auf das, "worum es geht", und kann die bereits markierten "Stolpersteine" wegräumen, damit der Weg zum Ziel nicht versperrt bleibt. Ist der Schatz lokalisiert und sind Stolpersteine und Hindernisse weggeräumt bzw. als Bausteine integriert, kann der Ausleger nun in einer dritten Phase seinen Schatz endgültig bergen. Diese Phase steht unter der Überschrift: "Sagen, wo es hingeht". Da die Schätze und Reichtümer des Wortes Gottes aber nicht zum reinen Privatgenuss des Auslegers dienen, geht es um zweierlei: zusammenfassend den Wert des Schatzes zu benennen und seine Verteilung (z. B. die Anwendung des Wortes Gottes) vorzubereiten. Dieser Ausblick bildet die Nahtstelle und Grundlage für die "Wirklichkeitsexegese" der gegenwärtigen Situation, die bei der Vorbereitung einer Predigt, Bibelarbeit oder Andacht hilft, das Zielgebiet für die Anwendung präzise in den Blick zu nehmen. 12

Die nachfolgende Übersicht zeigt die verschiedenen Einzel- bzw. Arbeitsschritte der 10-Schritt-Methode im Prozess der

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