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Der zugewandte Jesus von Keller, Timothy (eBook)

  • Erschienen: 09.03.2015
  • Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen
eBook (ePUB)
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Der zugewandte Jesus

Wozu ist diese Welt da? Was läuft in ihr falsch? Wie kann sie wieder ins Lot kommen? Und was ist meine Aufgabe dabei? Das sind die großen Fragen des Lebens. Jesus von Nazareth hat nicht gesagt: Ich gebe euch Antworten auf diese Fragen. Er hat behauptete: Ich bin die Antwort auf diese Fragen! Tim Keller schaut sich das Leben von diesem Jesus an. Wie er sich einzelnen Menschen zuwendet: Dem Skeptiker Nathanael, dem Pharisäer, der Frau, die schon jenseits des Randes der Gesellschaft steht. Diese Begegnungen und wichtige Schlüsselerlebnisse im Leben von Jesus zeigen, wer er wirklich war. Gibt dieser zugewandte Jesus auch heute noch die Antwort auf die großen Fragen? Und was bedeutet das für mein Leben heute?

Timothy, Jahrgang 1950, hat Praktische Theologie an verschiedenen Universitäten gelehrt. Seit 1989 leben Timothy und Kathy Keller in Manhattan, wo sie gemeinsam die Redeemer Presbyterian Church gegründet haben, die als eine der einflussreichsten 25 Gemeinden in den USA gilt und deren Gottesdienste regelmäßig von ca. 6.000 Menschen besucht werden. Timothy Keller ist bis heute deren Pastor. Er ist Autor des New-York-Times-Bestsellers: Warum Gott?

Produktinformationen

    Größe: 986kBytes
    Herausgeber: Brunnen-Verlag, Gießen
    Untertitel: Unerwartete Antworten auf die großen Fragen des Lebens
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 208
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783765573033
    Erschienen: 09.03.2015
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Der zugewandte Jesus

Kapitel 1
Ein skeptischer Schüler

D ie erste Begegnung, die ich betrachten möchte, ist tiefgründig und eindrucksvoll zugleich. Es ist die Begegnung mit einem kritischen Schüler. Es geht darin um die vielleicht grundlegendste aller großen Lebensfragen: Wo sollen wir eigentlich nach Antworten auf unsere großen Fragen suchen und wo besser nicht? So hat diese Begegnung all denen etwas zu sagen, die dem Christentum kritisch gegenüberstehen. Und auch Christen, die sich der Skepsis von Menschen gegenübersehen, die nicht glauben.

Diese Begegnung findet sich gleich nach dem Absatz am Beginn des Johannesevangeliums, den man den "Prolog" genannt hat. Der französische Philosoph Luc Ferry stellt heraus, dass dieser Prolog ein Wendepunkt in der Geistesgeschichte ist. Die Griechen glaubten, dass das Universum eine rationale und moralische Ordnung habe; sie nannten diese natürliche Ordnung Logos. Für die Griechen lag der Sinn des Lebens darin, diese Ordnung in der Welt zu meditieren und zu erfassen. Ein gut geführtes Leben war für sie ein Leben, das dieser Ordnung entsprach. Der Verfasser des Johannesevangeliums greift nun bewusst auf diesen Begriff Logos zurück und sagt über Jesus:

Am Anfang war das Wort (Logos). Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen, und nichts ist ohne das Wort geworden ... Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen ... (Johannes 1,1-3.14)

Diese Aussage schlug wie ein Blitz in die Welt der antiken Philosophen ein. Wie die griechischen Philosophen - und anders als viele zeitgenössische - bekräftigt Johannes, dass es für unser Leben ein telos gibt, eine Bestimmung - etwas, wofür wir geschaffen wurden, das wir erkennen und achten müssen, wenn wir gut und frei leben wollen. Er verkündet, dass die Welt nicht das Produkt blinder, zufälliger Kräfte ist; ihre Geschichte ist eben nicht, wie William Shakespeare es ausdrückte, "ein Märchen, erzählt von einem Blödling, voller Klang und Wut, das nichts bedeutet" 1 .

Aber dann behauptet die Bibel, dass der Sinn des Lebens nicht in einem Prinzip oder einer abstrakten rationalen Struktur liegt, sondern in einer Person , einem konkreten Menschen, der über diese Erde gegangen ist. Ferry bemerkt, dieser Anspruch sei den Philosophen als Verrücktheit erschienen. Aber er führte zu einer Revolution. Wenn das Christentum wahr ist, dann ist das gute Leben nicht zuerst in philosophischem Nachsinnen und intellektuellem Streben zu finden, was an den meisten Menschen dieser Welt vorbeigeht. Vielmehr ist es in der Begegnung mit einer Person zu finden, in einer Beziehung, die für jedermann an jedem Ort und von jedem erdenklichen Hintergrund aus zugänglich ist.

Um uns nun gleich zu zeigen, wie das im wirklichen Leben aussieht, wird Johannes konkret und präsentiert uns Jesus im Gespräch mit einer Gruppe von Schülern. In der Zeit Jesu gab es keine Universitäten; wer etwas lernen wollte, schloss sich einem Lehrer an. Es gab viele spirituelle Lehrer, und es gab viele, die ihnen folgten und ihre Schüler oder Jünger wurden. Der kantigste und vielleicht kämpferischste Lehrer seiner Zeit war wohl Johannes der Täufer. Er war sehr bekannt, hatte viele Jünger und etliche besonders eifrige Schüler. Die Geschichte kennt einige davon: Andreas mit seinem Bruder Petrus und Philippus, der seinen Freund Nathanael mitbrachte. Einige unter den Schülern glaubten bereits, was ihr Lehrer über den kommenden Messias sagte, den er "das Lamm Gottes" nannte (Johannes 1,29). Aber manche zweifelten auch. Nathanael gehörte zu diesen kritischen Schülern, bis er selbst eine Begegnung mit Jesus Christus hatte.

Als Jesus am nächsten Tag nach Galiläa gehen wollte, traf er unterwegs Philippus. Auch ihn forderte er auf: "Folge mir!" Philippus stammte wie Andre

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