text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Einführung in die allgemeinen Konzilien von Lange, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2013
  • Verlag: WBG Academic
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Einführung in die allgemeinen Konzilien

Dieser Einführungsband bietet Studierenden ohne Vorkenntnisse einen kompakten Überblick über die 22 ökumenischen Konzilien der Katholischen Kirche. 20 Jahrhunderte Kirchengeschichte werden exemplarisch anhand dieser Bischofsversammlungen und ihrer Beschlüsse gezeigt. Ideal, um kirchengeschichtliches Überblickswissen zu erlangen, orientiert sich das straffe Format dieser Einführung an den Anforderungen, die seit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge an Studierende gestellt werden. Durch eine klar strukturierte Vorgehensweise sowie Hinweise auf weiterführende Literatur wird der Lehrinhalt leicht zugänglich gemacht, weshalb das Buch die optimale Unterstützung bei der Seminar- und Prüfungsvorbereitung bietet. Jede Synode wird mit einem Überblick über die jeweils vorherrschende kirchenpolitische Ausgangssituation, Fragestellung, Verlauf und Ergebnisse beschrieben und gewährt darüber hinaus einen Einblick in originale Quellentexte in deutscher Übersetzung. Christian Lange, geb. 1972, ist Privatdozent für Kirchengeschichte und Akademischer Oberrat für die Fachwissenschaft Katholische Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Herausgeber des WBG-Bandes "Die Taufe" (2008) und Mitautor des Bandes "Die altorientalischen Kirchen. Glaube und Geschichte" (2. Auflage 2011), sowie Autor der Werke "Einführung in die allgemeinen Konzilien" (2012) und "Eine kleine Geschichte des Christentums" (2012).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 155
    Erscheinungsdatum: 01.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534725809
    Verlag: WBG Academic
    Größe: 2007 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Einführung in die allgemeinen Konzilien

I. Vom Apostelkonvent zum Ökumenischen
Konzil: Begriffsbestimmungen

1. Der heutige Sprachgebrauch im römisch-katholischen Kirchenrecht

Die Bedeutung von concilium

Das lateinische Nomen concilium , das vielleicht vom Verbum calare = "rufen" und der Präposition cum = "zusammen" gebildet ist, bezeichnet im klassischen Wortsinn das bewirkte Zusammenkommen einer Gruppe von Menschen, beispielsweise in einem Verein oder bei einer Versammlung eines nicht-römischen Volksstammes (vgl. [1-1], S. 1391). Es entspricht daher dem Hauptwort synodos im klassischen Griechischen.

Das Konzil nach can . 336-348 CIC

Das römisch-katholische Kirchenrecht ( can. 336-348 CIC) unterscheidet heute zwischen einem Konzil ( concilium ) und einer Synode ( synodus ). Nach can. 337 CIC ist das Konzil ( concilium ), genauer gesagt das ökumenische Konzil ( concili [ um ] oecumenic [ um ]), dasjenige Instrument, mit welchem das Bischofskollegium ( Collegium Episcoporum ) die Amtsgewalt ( potestatem ) in Bezug auf die gesamte Kirche ( in universam Ecclesiam ) ausübt ( exercet ) (CIC can. 337). Ein Konzil ( concilium ) beschreibt demnach eine Versammlung aller Bischöfe, also des gesamten Bischofskollegiums.

Die Synode nach can. 342 CIC

Nach can. 342 CIC unterscheidet sich von einem solchen allgemeinen Konzil ( concilium ) die Synode ( synodus ) dadurch, dass es sich bei einer Synode ( synodus ) um eine Versammlung von Bischöfen ( coetus est Episcoporum ) handelt, die, "aus den verschiedenen Gegenden der Erde ausgewählt" ( ex diversis orbis regionibus selecti ), "zu bestimmten Zeiten" ( statutis temporibus ) zusammenkommen, um ( i. ) die Verbundenheit zwischen Papst und Bischöfen zu fördern ( ut arctam coniunctionem inter Romanum Pontificem et Episcopos foveant ); ( ii. ) dem Papst "bei Wahrung und Wachstum von Glaube und Sitte, bei Wahrung und Festigung der kirchlichen Disziplin mit ihrem Rat hilfreich beizustehen" ( utque eidem Romano Pontifice ad incolumitatem incrementumque fidei et morum, ad disciplinam ecclesiasticam servandam et firmandam consiliis adiutricem operam praestent ); und ( iii. ) "Fragen bezüglich des Wirkens der Kirche in der Welt" ( necnon quaestiones ad actionem Ecclesiae in mundo spectantes perpendant ) zu beraten (CIC can. 342).

Der heutige römischkatholische Sprachgebrauch

Gemäß dieser Unterscheidung spricht die römisch-katholische Theologie heute beispielsweise vom Zweiten Vatikanischen Konzil ( Concilium Universale Vaticanum II ), weil an dieser Versammlung bis zu 2500 Bischöfe, also ein Großteil des Bischofskollegiums, teilgenommen haben. Diejenige Versammlung von Bischöfen ( coetus Episcoporum ), welche die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) für die Kirche im deutschsprachigen Raum umgesetzt hat, wird hingegen nach ihrem Tagungsort als die Würzburger Synode bezeichnet.

Die Praxis der frühen Christen

Die frühen Christen kannten eine solche Unterscheidung nicht. Je nachdem, ob sie beispielsweise Griechisch, Lateinisch oder Syrisch sprachen, bezeichneten sie eine Versammlung von Bischöfen ( episkopoi ) ab dem zweiten Jahrhundert als synodos , concilium oder knusya . In dem folgenden Abschnitt soll daher aufgezeigt werden, wie sich der Begriff des Konzils in der Kirche bis zur heutigen Bedeutung entwickelt hat.
2. Das Apostelkonzil als Vorbild für Bischofsversammlungen

Die Berichte über das Apostelkonzil

Als Vorbild für die Bischofsversammlungen diente der späteren Tradition der so genannte Apostelkonvent oder das Apostelkonzil, über d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen