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Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist Was Christen glauben von Vorgrimler, Herbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Topos
eBook (PDF)
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Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist

Warum sprechen die Christen von einem Gott in drei Personen? Ist die Menschwerdung Gottes ein antiker Mythos? Was genau ist eigentlich gemeint, wenn wir vom Heiligen Geist sprechen? Herbert Vorgrimler versteht es meisterhaft, allgemeinverständlich zu erklären, worum es im christlichen Glauben eigentlich geht und wie man seine Botschaft für moderne, aufgeklärte Menschen übersetzen kann. Die alten Dogmen erhalten plötzlich eine überraschende Frische und treffen die Lebenswirklichkeit heutiger Menschen.

Herbert Vorgrimler, 1929-2014, Dr. theol. Als Schüler Karl Rahners folgte er ihm auf dem Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster nach. Der Theologe mit Weltruf hat zahlreiche Glaubensbücher für einfache Christen verfaßt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 126
    Erscheinungsdatum: 01.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836750172
    Verlag: Topos
    Größe: 2560 kBytes
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Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist

Annäherung an das Geheimnis

Ein Buch kann keinen Menschen davon überzeugen, dass Gott existiert, so wenig wie eine Predigt oder wie die Teilnahme am Religionsunterricht. Gott kann weder bewiesen noch anerzogen werden. Im bloßen Nachdenken zeigen sich Gründe für und gegen die Existenz Gottes. Der Unglaube lässt sich nicht zwingend widerlegen. Der Glaube an Gottes Dasein erwächst aus Lebenserfahrungen, die häufig von gegenteiligen Erfahrungen infrage gestellt werden. Auch glaubende Menschen, die in ihrem Alltag nach Gottes Licht und Liebe ausschauen, machen die Erfahrung einer Gottesferne , glaubende Menschen wohl noch eher als Gleichgültige und Gottesleugner. Der Eindruck drängt sich auf, als habe Gott sich von einem abgewendet, als verhalte er sich stumm und abweisend. Dazu kommt auf unserer Seite die Erfahrung, dass unser Herz wegen der vielen unerhört gebliebenen Gebete resigniert, dass unser Geist wegen der vielen ungelösten Rätsel, der unbeantworteten Fragen müde geworden ist. Und noch ein anderer Umstand kann den Glauben immer von Neuem bedrohen: Das eigene fehlgebildete Gewissen oder rigorose Redensarten unerleuchteter Erzieher oder Verkünder können bewirken, dass Menschen sich von Gott überfordert fühlen, in moralischer Hinsicht oder durch religiöse Pflichtübungen, die sie vermeintlich Tag um Tag zu erbringen haben. Bei solchen bedrängten Menschen entsteht ein Überdruss an Gott, ein Widerwille gegenüber demjenigen, der einen vermeintlich ununterbrochen anklagt, fordert und überfordert, ohne Ruhe und Erfüllung zu schenken. Das ist keine neue, heutige, "moderne" Erfahrung. Sie war den Christen des Altertums schon vor mehr als 1500 Jahren bekannt.

Menschen, die christlich gläubig sein wollen, haben keinen Anlass, voller Hochmut oder Hass auf andere herunterzuschauen, die sich unter Protest oder lautlos vom Gott ihres früheren Glaubens verabschiedet haben. Auch dann nicht, wenn nahe Angehörige, Kinder, Freunde den Gottesglauben aufgegeben haben und der so aufgerissene Graben sehr weh tut. Denn - so will es das Evangelium - Christen dürfen über andere nicht urteilen, geschweige denn sie verurteilen.

Für die Menschen aber, die trotz allem ihren Glauben, ihren Dennoch-Glauben, nicht aufgeben wollen, nennt Karl Rahner zwei Aufgaben:

Die erste Aufgabe besteht darin, sich mit allem Ernst der Frage zu stellen, ob man sich nicht selber Gottesvorstellungen zurecht gemacht habe, enge, verengte, unwahre und vorläufige Gottesbilder, sagt Rahner, "die die Menschen immer bis zu einem gewissen Grad als Götzenbilder aufstellen und so den namenlosen, in Figur und Gestalt, im Bild nicht einfach fangbaren Gott verdrängen". Diese eigenmächtigen Gottesbilder müssten aus den Köpfen und Herzen der Menschen entfernt werden - so benennt Rahner einen wesentlichen Teil dieser ersten Aufgabe. Er bringt ungeschminkt zur Sprache, was Menschen Gott antun:

"Der Gott eines fixen Begriffs - entschuldigen Sie die harte Formulierung [so sagt Rahner selber an dieser Stelle!] -, der Gott der Pfaffen, ist ein Gott, den es nicht gibt. Aber ist nicht dort zu oft ein Götzenbild, und wird es nicht dort angebetet, wo man die Religion, den Glauben, die Kirche, die Botschaft Jesu Christi [...] zum Beruf gemacht hat [wie es bei Ordensleuten und Priestern der Fall ist]? Dann identifiziert man im Grunde sich und die Welt, die man selber aufrechterhalten und verteidigen will, mit Gott. Dann ist Gott im Grunde immer nur das erhabene Wort, hinter dem man sich selbst versteckt. Der Gott des fixen Begriffes gegenüber dem Gott der stets wachsenden Erfahrung als einer lebendigen, unendlichen, unbegreiflichen, unsagbaren Wirklichkeit und Person, dieser Gott des fixen Begriffs ist eines dieser Götzenbilder, das wir vermutlich immer wieder auch bei uns entdecken können."

Der Gott des fixen Begriffs, den Rahner hier ein Götzenb

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