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Das Leben Jesu Vollständig überarbeitete Ausgabe von Renan, Ernest (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2012
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Das Leben Jesu

Das umfangreiche und dabei kurzweilige und lehrreiche Werk zu Leben und Wirken Jesu Christi. In vollständiger Überarbeitung, mit ausführlichem interaktiven Inhaltsverzeichnis, 140 kommentierenden Fußnoten und einem Vorwort des Übersetzers. Erleben Sie in mehreren Kapiteln das Leben des einflussreichsten Menschen auf Erden, des Sohn Gottes, von seiner Geburt, seinen ersten Reden, seinen Wundern bis zu seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Alle Passagen sind mit ausführlichen Quellenangaben zum Nachlesen im Neuen Testament versehen. Überzeugen Sie sich, lesen Sie ein Probekapitel. 1. Auflage Umfang: 359 Buchseiten bzw. 351 Normseiten Null Papier Verlag

Ernest Renan (geb. 27. Februar 1823 in Tréguier; gest. 2. Oktober 1892 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler und Orientalist und Mitglied der Académie française.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 359
    Erscheinungsdatum: 14.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954180974
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 392kBytes
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Das Leben Jesu

Einleitung

E ine Geschichte der "Anfänge des Christentums" müßte die ganze dunkle, sozusagen unterirdische Periode umfassen, die sich von den ersten Regungen dieser Religion bis auf den Zeitpunkt erstreckt, wo ihre Existenz eine öffentliche, bekannte, jedermann klare Tatsache wurde. Eine derartige Geschichte würde aus vier Teilen bestehen. Der erste, den ich hiermit veröffentliche, erörtert die Tatsache, die dem neuen Kultus als Ausgangspunkt gedient hat: er beschäftigt sich nur mit der hehren Person des Stifters. Der zweite Teil würde sich mit den Aposteln und ihren unmittelbaren Schülern beschäftigen, oder besser gesagt, mit den Umwälzungen, die der religiöse Gedanke in den ersten zwei Generationen ausgesetzt war. Ich würde ihn etwa mit dem Jahre 100 abschließen, mit dem Zeitpunkt, wo die letzten Genossen Jesu gestorben waren und wo sämtliche Schriften des Neuen Testaments so ziemlich ihre jetzige Gestalt schon erhalten hatten. Der dritte Teil würde das Christentum unter den Antoniern darstellen, zeigen, wie es sich langsam entwickelte und einen beinahe steten Kampf gegen Rom führte, das damals den Gipfel administrativer Vollkommenheit erreicht hatte, von Philosophen regiert wurde und das in der neuen Sekte eine geheime, theokratische Verbindung sah, welche die bestehende Ordnung hartnäckig verleugne, sie beständig untergrabe. Dieser Teil würde die Zeit des ganzen 2. Jahrhunderts umfassen. Der vierte Teil endlich würde den bedeutenden Fortschritt schildern, welchen das Christentum mit dem Beginn der syrischen Kaiserherrschaft gemacht hat. Es würde sich da zeigen, wie der Wissensbau der Antoniden zusammenstürzte, der Verfall antiker Zivilisation unabwendlich eintrat; wie das Christentum durch diesen Verfall gewann, Syrien, das ganze Abendland eroberte und Jesus in Gesellschaft der Götter und göttlich verehrter Weisen Asiens in Besitz einer Gesellschaft gelangte, der die Philosophie und der rein bürgerliche Staat nicht mehr genügen konnte. Zu dieser Zeit veränderten sich auch gewaltig die religiösen Anschauungen der an den Ufern des Mittelmeeres ansässigen Völker. Der orientalische Kultus kam überall zur Macht; das Christentum wurde zu einer großen Kirche, vergaß völlig die Träumereien vom tausendjährigen Reich, zerriß die letzten Fäden, die es noch an das Judentum knüpften und ging völlig in die Welt des Griechentums und Römertums über. Die Kämpfe und die Gelehrtenarbeit des 3. Jahrhunderts, die bereits deutlich hervortreten, würden in diesem Teile nur im allgemeinen geschildert werden. Noch kürzer würde ich darstellen die Verfolgungen zum Beginn des 4. Jahrhunderts, die letzten Versuche Roms zu den alten Grundsätzen zurückzukehren, wonach der religiösen Verbindung jeder Zulassung im Reiche verwehrt worden wäre. Endlich würde ich den politischen Umschwung nur andeuten, der eintrat, als unter Konstantin die Rollen wechselten und aus freiem inneren Antrieb ein dem Staate unterworfenen Kultus entstehen ließ, welcher jetzt seinerseits als Verfolger auftrat.

Ob ich lange genug leben und Kraft genug besitzen werde diesen großen Plan auszuführen, weiß ich nicht. Ich werde befriedigt sein, wenn es mir, nachdem ich "Das Leben Jesu" vollendet haben werde, gegönnt wäre zu sagen, wie ich die Geschichte der Apostel auffasse, den Zustand christlichen Bewußtseins in den nächsten Wochen nach Jesu Tod, die Bildung des Legendenkreises von der Auferstehung, die ersten Handlungen der Kirche von Jerusalem, das Leben Pauli, die Krisis zur Zeit Neros, das Erscheinen der Apokalypse, die Zerstörung Jerusalems, die Gründung der jüdischen Christengemeinde zu Batanea, die Herstellung der Evangelien, der Ursprung der großen von Johannes ausgegangenen Schulen Kleinasiens. Es ist eine seltene Erscheinung in der Geschichte, daß wir besser wissen was in der christlichen Welt vom Jahre 50-75 geschehen ist, als das vom Jahre 100 bis 150.

Der Plan, den ich im vorliegenden Werke anwendete

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