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Die vollständige Edda des Snorri Sturluson Die Götter der Germanen - Band 77 Prolog, Gylfaginning, Skaldskaparmal, Thulur, Hattatal und Skaldatal von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Die vollständige Edda des Snorri Sturluson

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei wird zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Baneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben Das Buch Die um ca. 1220 n.Chr. von Snorri Sturluson verfaßte "Edda" ist das grundlegende Werk über die germanische Mythologie. Es erscheint in diesem Band das erste mal vollständig übersetzt: 1. Prolog - Snorris Erläuterungen zu der damaligen christlichen Interpretation der religiösen Vorstellungen der "Heiden" sowie die Erläuterung seines Vorgehens beim Verfassen seines Buches; 2. Gylfaginning: Übersicht über die Mythen der Germanen; 3. Skaldskaparmal: Übersicht über die poetischen Umschreibungen ("Meeres-Ross" für Schiff u.ä.); 4. Thulur: Listen der verschiedenen Namen für Götter, Waffen, Tiere u.ä.; 5. Hattatal: ausführliche Erläuterung von 100 verschiedenen Strophenformen; 6. Skaldatal: Liste der damals wichtigen Skalden. Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 09.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738680935
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 27791kBytes
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Die vollständige Edda des Snorri Sturluson

I Prolog zur Edda 1

I 1. Die Entfaltung des Flusses des Geistes Gottes 2

Am Anfang erschuf der allmächtige Gott Himmel und Erde und alle Dinge in ihnen; und zuletzt zwei Menschen: Adam und Eva, von denen alle Völker abstammen. Und ihre Nachkommen vermehrten sich und verteilten sich über die ganze Erde. 3

Als aber die Zeit verging, wurden die Völker unterschiedlich in ihre Art: einige waren gut und rechtgläubig; viele aber strebten nach den Lüsten der Welt und wichen von Gottes Geboten ab. Deshalb ertränkte Gott die Welt und alle Lebewesen in einer riesigen Flut des Meeres außer Noah in seiner Arche. In Noahs Flut überlebten acht Menschen, die anschließend die Erde wieder bevölkerten und alle Völker stammen von ihnen ab. 4

Und es geschah wieder wie zuvor: Als die Erde voller Menschen und von vielen bewohnt war, begannen die meisten der Menschen wieder Gier, Reichtum und weltlichen Ruhm zu lieben, aber die Verehrung Gottes zu vernachlässigen. Nun wurde es wieder so schlimm, daß sie nicht einmal mehr über Gott sprachen - und wer könnte dann noch seinen Söhnen von den Wundern Gottes berichten?

So geschah es, daß sie Gottes Namen vergaßen und in der gesamten Welt gab es nicht mehr einen einzigen Menschen, der noch in irgendeiner Sache die Spur seines Schöpfers hätte erkennen können. Gott gab ihnen dennoch die Geschenke der Erde: Reichtum und Glück und die Welt zu ihrem Vergnügen. Er vermehrte ihre Weisheit, sodaß sie alle irdischen Dinge verstehen konnten und auch jede Bewegung von allem, was sie auch immer in der Luft und auf der Erde erblicken mochten.

Über ein Ding wunderten sie sich und dachten darüber nach: Was mochte es wohl bedeuten, daß sich die Erde und die Tiere und die Vögel in mancher Hinsicht glichen, aber sich trotzdem in ihrer Lebensweise unterschieden. Darin glich sich ihr Wesen: Wenn man auf den hohen Berggipfeln grub, findet man schnell Wasser und man muß dafür nicht länger graben als in den tiefen Tälern. So ist es auch mit den Tieren und den Vögeln: Es ist gleichweit für das Blut in den Kopf und in die Füße. Eine weitere Eigenschaft der Erde ist es, daß in jedem Jahr Gras und Blumen auf der Erde wachsen und in demselben Jahr alles Gewachsene wieder vergeht und verwelkt. Mit den Tieren und Vögeln ist es ebenso: Haare und Federn wachsen jedes Jahr und fallen wieder aus. Dies ist das dritte Merkmal des Wesens der Erde: Wenn man sie öffnet und aufgräbt, wächst das Gras sofort wieder auf dem Boden, der als oberstes auf der Erde liegt. 5

Die Felsen und Steine verglichen sie den Zähnen und den Knochen der Lebewesen. 6 So erkannten sie, daß die Erde lebendig war und auf ihre Weise Leben hatte, und sie begriffen, daß sie unglaublich alt an Jahren und mächtig in ihrer Art sein mußte: Sie ernährte alles, das lebt, und sie nahm alles zu sich, das stirbt. Daher gaben sie ihr einen Namen und führten ihre vielen Generationen auf sie zurück.

Außerdem erkannten sie dasselbe von ihren alten Verwandten: Viele Hundert Jahre wurden gezählt, in der die Erde dieselbe gewesen ist und auch die Sonne und die Sterne am Himmel; aber ihre Bahnen waren verschieden - einige hatten längere und andere kürzere Wege.

Aus Dingen wie diesen entstand der Gedanke, daß es einen Lenker der Sterne geben könnte: jemanden, der ihre Bahnen nach seinem Willen fügte - und daß dieser sehr stark und voller Macht sein mußte. Auch dies hielten sie für wahr: Wenn er die Dinge der Schöpfung lenkte, dann mußte er bereits vor den Sternen da gewesen sein; und wenn er die Bahnen der Himmelskörper bestimmte, mußte er auch das Leuchten der Sonne beherrschen und den Tau der Luft und die Früchte der Erde und alles, was auf ihr wächst; und auf dieselbe Weise die Winde der Luft und die Stürme des Meeres.

Sie wußten jedoch noch nicht, wo sein Königreich war, aber dies glaubten sie: daß er alle Dinge auf der Erd

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