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Geisteskampf um Israel Endzeit - Gefechte. von Stücher, Helmut (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Geisteskampf um Israel

Seit der Staatsgründung Israels währt ein Krieg der Geister im christlichen Luftraum um die politisch-sinnliche Bedeutung oder das geistliche Verständnis der Propheten und die Johannesoffenbarung. Auslöser in dem Exegetenstreit ist die buchstabistische Bibelzerlegung, die, entgegen der 2000jährigen Kirchenlehre, einen Teil der Bibel der Gemeinde wegnimmt und der Zukunft Israels zuordnet, kurz Israel versus Gemeinde. Damit zerfällt die paulinische Leibeseinheit (Epheserbrief), sodass zwei Völker Gottes, zwei Reiche, zweierlei Hoffnungen und Verheißungen entstehen. Selbst die Wiederkunft Christi wird in zwei Kommen aufgeteilt, eine zur Entrückung der Gemeinde (Vorausentrückung) und eine spätere zum Gericht der Welt und zur Aufrichtung des 'Tausendjährigen Reiches'. Aus christlich-zionistischer Sicht, die im 19.Jahrh. durch den Dispensationalismus entstand, lassen sich drei 'Heilsveranstaltungen', Israel, Gemeinde und zuletzt wieder Israel, in der Bibel erkennen. Diese Lehre ist weit verbreitet und hat eine Flut von Unheil verkündenden Endzeitbüchern hervorgebracht, die einander widersprechen und eine bedrückende Endzeitstimmung hinterlassen. Mit diesen Irrtümern und einer spektakulären 'Endzeit' setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander und stellt ihnen die Wahrheit vom Reiche Gottes und der Gemeinde gegenüber - nicht zuletzt, um den Menschen das richtige Bild der Apokalypse zu vermitteln und Hoffnung zu geben statt Angst zu schüren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 14.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739296906
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 981kBytes
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Geisteskampf um Israel

I ENDZEITERWARTUNGEN

1 Prophetieverständnisse

Die Revolutionen der letzten Jahrhunderte, angefangen mit der Aufklärung und der französischen Revolution, die industrielle Revolution und der Sozialismus brachten auch für Christen eine Revolution, und zwar im prophetischen Bibelverständnis. Verstand man bisher die Propheten im Geiste des Evangeliums, was gerade jetzt vonnöten war, sollten sie nun nicht mehr für die Kirche gelten, sondern erst zukünftige Erfüllung für Israel haben, und zwar wörtlich. Von den Hinweisen in den Propheten, besonders in Jesaja, auf die Kirche blieb nichts mehr übrig, außer die messianischen Ankündigungen. Betroffen von der radikalen Umdeutung evangelischer Wahrheiten war auch die Offenbarung, die nach dem 6.Kapitel nunmehr ausschließlich auf die Welt und auf Israel gedeutet wurde, natürlich soweit wie möglich buchstäblich. Das verkürzte die Bibel erheblich, für uns als Christen wäre dann ein Viertel der Bibel nicht mehr relevant. Erweckungen, die früher gerade mit der Predigt des prophetischen Wortes stattfanden, sind so nicht mehr möglich.

Die neue prophetische Sicht belebte wieder die Erwartung eines irdischen Reiches, die eigentlich überwunden war. Das hatte noch weitere Konsequenzen. Man war gezwungen, Krieg, Gewalt und Vergeltung, soweit die Propheten und die Offenbarung davon redeten, mit Gottes Plan und Gerechtigkeit zu begründen. Als dann der Staat Israel gegründet wurde, war der Jubel auf christlicher Seite groß. Mit Genugtuung verfolgte man die Erfolge der Israelis im Sinai-Krieg gegen eine Übermacht. Wenn da nicht Gott dahinter stand, Engel sollen erschienen und Wunder geschehen sein, und der gleichen Märchen. Inzwischen ist der Nimbus der Unbesiegbarkeit gewichen, Terroranschläge, gegen die man machtlos ist, erschüttern das "heilige Land". Was an dem Land heilig sein soll, müsste nach Hesekiel (48) neu vermessen werden, was einen geistlichen Sinn hat. "Machet euch auf und ziehet hin! denn dieses Land ist der Ruheort nicht" (Mich.2,10).

Ruhe finden die Seelen nur in Jesus (Matth.11,28-30). Darum hätten die Juden keinen eigenen Staat gründen brauchen, zumal er mit viel Blut erkämpft werden musste. Land hätten sie auch in Amerika bekommen können. Nun aber ringsum vom Islam bedroht und von Arabern (Anteil 23% steigend, durch mehr Geburten) mitbestimmt, ist die Zukunft des jüdischen Staates ungewiss. Wie das ausgeht, weiß noch niemand, außer die erleuchteten Israelpropheten, die offenbar der Geist verlassen hat (1.Kön.22,24). Seitdem sich die Aufmerksamkeit der Welt, besonders aus dem Westen auf den Staat Israel richtet, haben wir auch die Aggression des Islam, unter dem früher Juden und Christen leidlich in Frieden leben konnten.

Alle Deutungen des Geschehens in Nahost, die meist neben der Bibel mit der Zeitung in der Hand versucht wurden, sind auch so überholt wie die Zeitung von gestern. Hängengeblieben ist: Das neue weltliche Israel ist das auserwählte Volk Gottes. Was keiner der apostolischen Väter, Kirchenväter und Reformatoren gewusst hat, nicht einmal die großen Erweckungsprediger wie Wesley, Zinzendorf, Finney u.a., wird heute als biblische Wahrheit verkauft, die Paulus untergeschoben wird. Erklärungen des Apostels, dass "alle gesündigt haben und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen" (Röm.3), scheinen für die Juden nun nicht mehr zu gelten. Vergessen scheint, dass ihnen zuerst das Evangelium verkündigt wurde, anfangend in Jerusalem, sie aber "sich selbst nicht würdig achteten des ewigen Lebens" (Apg.3,46).

Die Reformatoren wussten wenig oder nichts mit der Israelprophetie und überhaupt mit Prophetie anzufangen. Für sie war klar, was das Israel des neuen Bundes ist. Die Wiederentdeckung des Evangeliums beschäftigte sie vollauf. Es war auch eine andere Zeit, das Christentum war noch anerkannt, die christlichen Werte noch allgemein gültig. Erst im 19.Jahrhundert begann ein entschiedener Angriff auf die christlic

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