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Der Talmud

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2013
  • Verlag: Anaconda Verlag
eBook (ePUB)
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Der Talmud

Der Talmud ist eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. Er enthält keine Gesetzestexte, sondern zeigt auf, wie die Regeln der Thora, der fünf Bücher Mose, in der Praxis und im Alltag umgesetzt werden sollen. Daneben enthält er Legenden, Gleichnisse, erbauliche Vorträge und Gebete. Diese Auswahl aus dem Babylonischen Talmud gibt komprimiert vertiefte Einblicke in das Wesen talmudischer Denk- und Handlungsweisen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 01.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783730690390
    Verlag: Anaconda Verlag
    Größe: 1547 kBytes
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Der Talmud

EINLEITUNG

SPRÜCHE DERVÄTER

Die Gotteslehre – ihr Ursprung und ihre Geschichte

Moses empfing die Thora, die Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm genannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, dem Talmud, war alles angedeutet, was die maßgebenden Schriftgelehrten in der Folgezeit von der schriftlichen Thora ableiten würden) und überlieferte sie dem Josua. Josua überlieferte sie den Ältesten, (die zur Zeit der Richter das Volk regierten. Mit ihnen endete die erste Überlieferungsepoche. Sie kennzeichnete sich durch die Zeitrechnung nach dem Auszug aus Ägypten). Die Ältesten übergaben sie den Propheten und die Propheten den Männern der großen Synode, (die von der Zerstörung des ersten Tempels bis zu der Zeit, da Palästina unter die Herrschaft des griechischen Königs Seleucos kam, an der Spitze des jüdischen Volkes standen). Der letzte unter den Männern der großen Synode war Simon der Gerechte. (Mit ihm endete die zweite Epoche. In ihr zählten die Juden nicht mehr nach dem Auszug aus Ägypten, sondern nach der Regierungszeit ihrer Könige. Die Männer der großen Synode übergaben die Thora den Talmudlehrern. Mit ihnen begann die dritte Epoche. Sie kennzeichnet sich durch die Zählung nach der Herrschaft der Seleuciden (Lischetarot) und zerfällt in vier Perioden. In der ersten Periode heißen die Talmudlehrer Peruschim, Pharisäer, Abgesonderte, weil sie die Berührung mit den talmudisch ungebildeten Volksmassen, den Amme-haarez, ängstlich mieden. Der Nasi, Patriarch, der an der Spitze ihres Synhedrion, des hohen Rates, stand, wurde durch Wahl ernannt. Die zweite Periode begann mit dem Patriarchen Hillel, der in der zweiten Hälfte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts gelebt hat. Mit ihm wurde das Patriarchat erblich. Die Talmudlehrer hießen fortan Rabbanan, unsere Herren (Einzahl: Rabbi, mein Herr [Matthäus 23,7: "und haben's gerne, dass sie ... Rabbi genannt werden"]) und Chakamim, die Weisen. Der Nasi hieß Rabban, unser Herr. Die dritte Periode beginnt mit der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n. Chr.). Neben den früheren Bezeichnungen erhielten die Talmudlehrer noch den Titel Tannaim, Tannaiten, Überlieferer, weil sie die auf mündlichem Wege sich fortpflanzenden Entscheidungen (Mischnajot, Einzahl Mischna) sammelten. Die vierte Periode beginnt mit dem Abschluss der Mischna (Anfang des dritten nachchristlichen Jahrhunderts) und endet mit dem Abschluss des babylonischen Talmud (Ende des fünften nachchristlichen Jahrhunderts). Die palästinensischen Lehrhäuser verkümmern, während die babylonischen zur Blüte gelangen. Die Talmudlehrer heißen jetzt Amoraim, Amoräer, Erläuterer, weil sie sich hauptsächlich mit der Herstellung einer Gemara, Erklärung zur Mischna, befassten. In Babylonien wurden sie nicht mehr Rabbi, sondern Rab oder Mar, Herr, genannt. Die vierte Periode umfasst die Zeit von dem Abschluss des Talmud bis in die Gegenwart. In ihr wird nach der Weltschöpfung gezählt. Der babylonische Talmud ist die einzig maßgebende Rechtsquelle. Die VÄTER, von denen die Sprüche dieses Traktates herrühren, sind die Talmudlehrer der ersten und zweiten Periode der dritten Epoche, die Pharisäer und Tannaiten.)

1. Ein köstlich Kleinod ist die Gotteslehre, sie beglückt in diesem und im künftigen Leben. 6,7. Wer sie ehrt, wird geehrt, wer sie missachtet, wird verachtet. 4,8. Wer ihren Dienst auf sich nimmt, wird von den weltlichen Lasten befreit; wer sich ihr entzieht, dem wird der Gesellschaft

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