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Die Geschichte des Judentums Glaube, Kult, Gesellschaft von Goodman, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2020
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
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Die Geschichte des Judentums

Souverän und lebendig erzählt Martin Goodman die 4000 Jahre umfassende Geschichte des Judentums. Anschaulich und klar schildert er die religiösen Vorstellungen und Praktiken einer der großen Weltreligionen. Die einzigartige und packende Globalgeschichte einer vibrierenden und vielseitigen religiösen Tradition, die - wie kaum eine andere - das geistig-spirituelle Erbe der ganzen Menschheit geprägt hat. Das Judentum ist eine der ältesten Religionen der Welt. Trotz außergewöhnlich diverser Ausprägungen und vielfältiger Glaubensvorstellungen hat es eine besondere Identität im Laufe von mehr als 4000 Jahren bewahrt. Goodman erklärt, wie diese Religion entstand, wie sie sich entwickelte und veränderte, und wie sich die unterschiedlichen Ausprägungen des Judentums zueinander verhalten. In diesem elegant geschriebenen Standardwerk nimmt der Autor den Leser mit auf eine Reise durch die Jahrtausende: von den Anfängen des Judentums in einer Umwelt, die an viele Götter glaubte, über den Tempelkult zur Zeit Christi bis in die Moderne. Er erzählt die Geschichte der Rabbis, der Mystiker und der Messiasse des Mittelalters und der frühen Neuzeit und schildert die vielfältigen Formen und Ausprägungen des Judentums. Seine faszinierende und anregend geschriebene Gesamtdarstellung umspannt den ganzen Globus vom Mittleren Osten, Europa und Amerika nach Nordafrika, China und Indien. Anschaulich und zugänglich erklärt er die Institutionen und die Vorstellungswelt des Judentums von den Anfängen bis in die Gegenwart.

Martin Goodman, geboren 1953, lehrt und forscht als Professor of Jewish Studies in Oxford. Von 2014 bis 2018 war er »President of the Oxford Centre for Jewish und Hebrew Studies« und gilt als einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Judaistik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 786
    Erscheinungsdatum: 22.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608116274
    Verlag: Klett-Cotta
    Originaltitel: A History of Judaism
    Größe: 19507 kBytes
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Die Geschichte des Judentums

Glossar

Für die deutsche Ausgabe wurde das Glossar in einigen Punkten modifiziert und erweitert.

Abkürzungen im Glossar:

A: Aramäisch

Arab: Arabisch

G: Griechisch

H: Hebräisch

J: Jiddisch

Amida [H]: Wörtl. »stehend«, auch Tefilla (»Gebet«). Auch Schemone Esre oder Achtzehngebet, Hauptgebet bei den täglichen Gebeten morgens, mittags und abends.

Amora, Amoräer (Pl. Amoraim, Amoräer): Wörtl. »Interpreten«. Der Begriff bezieht sich auf die rabbinischen Weisen, die in den Talmuden seit der Beendigung der Mischna um 200 n. d. Z. und bis zum Ende des 5. Jahrhunderts zitiert werden.

Chabad [H]: Akronym für eine von den Lubawitscher Chassidim praktizierte Form der Mystik. »Chabad« steht für »Chochma Bina Da'at«: »Weisheit, Verstand, Wissen«.

Chacham [H]: Wörtl. »Weiser«. Rabbinischer Titel.

Challa [H]: Wörtl. »Teighebe«. Nach der hebr. Bibel, Opfergabe: ein bestimmter Teil des Teigs, der an die Priester zu zahlen war, später verbrannt wurde. Auch Brotlaib in Zopfform für den Schabbat und für Festtage.

Chanukka [H]: Wörtl. »Einweihung«. Fest, das der Wiedereinweihung des Tempels nach dem Makkabäeraufstand gedenkt.

Charedi (Pl. Charedim) [H]: Wörtl. »Gottesfürchtiger«. Bezieht sich auf die modernen Anhänger des ultraorthodoxen Judentums.

Chassid (Pl. Chassidim) [H]: Wörtl. »Fromme(r)«. Bezeichnung, die Anhänger des Chassidismus seit dem 18. Jahrhundert für sich selbst verwenden.

Chassidej Aschkenas [H]: Wörtl. »Die Frommen von Aschkenas«. Jüdische Pietisten im Rheinland und in Nordfrankreich im 12. und 13. Jahrhundert.

Chaver (Pl. Chaverim) [H]: »Kamerad«. 1. In tannaitischen Quellen eine Person, die es mit Abgaben und ritueller Reinheit sehr genau nimmt; 2. zur Zeit der Amoräer und später: ein rabbinischer Weiser.

Chawurah (Pl. Chawurot) [H]: Vereinigung von Juden, die zu religiösen Treffen, gemeinsamem Lernen und Feiern zusammenkommen.

Cherem [H]: Wörtl. »Bann«. Der offizielle Ausschluss einer Person aus der Gemeinschaft.

Chiddusch (Pl. Chidduschim) [H]: »Neuheiten«. Neue, aus Talmud- oder Bibelkommentaren abgeleitete Rechtslehren.

Etrog [H]: Cedrat, eine Art Zitrone, die in der Liturgie des Laubhüttenfestes verwendet wird.

Gaon (Pl. Geonim) [H]: Wörtl. »Exzellenz«, »Majestät«. Titel des Oberhaupts der wichtigsten Akademien im Irak vom 6. bis zum 11. Jahrhundert.

Geniza [H]: Wörtl. »Versteck«, »Aufbewahrung«. Ort zur Deponierung unbrauchbar gewordener heiliger Bücher und anderer Kultgegenstände.

Geonische Periode: 6. bis 11. Jahrhundert (vgl. Gaon).

Gesetz: Auf die Tora bezogen zielt der Begriff »Gesetz« auf die Vorschriften zur jüdischen Lebensweise, hebräisch Halacha genannt. »Gesetz« ist ein Begriff aus der griechischen Übersetzung der Tora, der Septuaginta. Dort heißt Gesetz »Nomos«. Die hellenistischen Juden sahen in der Bezeichnung ihrer wichtigsten Schrift als »Gesetz« (Nomos) eine Ehrung, hatten doch die sie umgebenden Völker, polytheistisch geprägt, kein solches Regelwerk. Gleichwohl reden Juden bis heute von den Vorschriften zu ihrer Lebensweise als Mizwot, Geboten Gottes, nicht als Gesetz in einem juristischen Sinn.

Gesetzgeber: vgl.

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