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Wie ein Bündel Schilf Warum Einheit und gegenseitige Verantwortung der Ruf der heutigen Stunde ist von Laitman, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.07.2014
  • Verlag: Edition Laitman Kabbala
eBook (ePUB)
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Wie ein Bündel Schilf

'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.' ist die maximale Form der Selbstlosigkeit, die das jüdische Volk der Welt überbracht hat. Unzählige jüdische Weise sprachen im Laufe der Jahrhunderte ehrfurchtsvoll über die Macht der brüderlichen Liebe und gegenseitigen Verantwortung. In letzter Zeit scheint es, als hätten wir zu beidem jegliche Verbindung verloren. Heute sind die jüdischen Menschen stärker polarisiert und zersplittert als je zuvor. Aber vor allem jetzt im Angesicht eines wieder erstarkten Antisemitismus wäre die Einheit des gesamten Volkes von größter Bedeutung. Doch es scheint, als könnten wir uns nicht über unsere starren Standpunkte erheben, um uns zu vereinen. Dieses Buch verdeutlicht, warum Einheit und gegenseitige Verantwortung der Ruf der heutigen Stunde sind. Warum nur die Rückbesinnung auf diese Werte unsere Gesellschaft heilen kann - auch den Antisemitismus. Anhand zahlreicher Zitate und Referenzen von jüdischen Weisen und Historikern beleuchtet Michael Laitman die wichtigsten Fragen der Juden: Was ist unsere Rolle auf diesem Planeten? Sind wir wirklich das 'auserwählte Volk' und wenn ja, wofür wurden wir ausgewählt? Was ist die tatsächliche Ursache des Antisemitismus? Michael Laitman ist Gründer und Präsident des Ashlag Research Instituts (ARI). Das Ashlag Research Institut untersucht die Verbindung zwischen Wissenschaft und Kabbala. Michael Laitman ist Professor der Ontologie, Doktor der Philosophie und hat einen Master in medizinischer Kybernetik. Sein Werk von mehr als 30 Büchern wurde in 29 Sprachen übersetzt. Laitman gilt als weltbekannter Experte auf dem Gebiet der Kabbala.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 248
    Erscheinungsdatum: 10.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899018837
    Verlag: Edition Laitman Kabbala
    Größe: 1031 kBytes
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Wie ein Bündel Schilf

VORWORT: DAS SCHRECKGESPENST UND DER GEIST

(Was mich dazu bewog, dieses Buch zu schreiben)

Ich wurde im August 1946 in der Stadt Vitebsk in Weißrussland geboren. Es war der zweite Sommer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und das Leben gestaltete sich träge; langsam bewegte es sich zurück zu der freundlichen Monotonie der Normalität. Als erstgeborenes Kind eines Zahnarztes und einer Gynäkologin hatte ich eine sehr angenehme Kindheit. Ich wuchs in einer vorstädtischen Nachbarschaft auf, und wir hatten keinerlei materielle Sorgen wie die Familien der meisten meiner Kindheitsfreunde.

Und doch folgte mir ein Schatten durch meine ganze Kindheit und selbst durch meine Teenager-Jahre. Es war das Schreckgespenst des Holocausts, das Phantom, über das man zwar nicht sprach, das aber trotzdem immer zugegen war. Die Namen von Familienmitgliedern oder Freunden, die damals verschwanden, wurden nur leise und mit düsterem Unterton ausgesprochen, was ihnen eine seltsame Präsenz verschaffte - als wären sie noch immer unter uns, obwohl ich natürlich wusste, dass sie es nicht waren.

Und noch seltsamer war das Ekelgefühl gegenüber Juden, das mich meine Kameraden damals in Russland spüren ließen. Die Kinder, mit denen ich gemeinsam aufwuchs, hassten Juden einfach deswegen, weil sie Juden waren. Sie wussten, was ihren jüdischen Nachbarn noch bis vor einem Jahr zugestoßen war, doch sie waren genauso boshaft und mitleidlos wie vor dem Krieg, so erzählten es mir zumindest die älteren. Das konnte ich nicht verstehen. Warum waren sie so hasserfüllt? Was hatten die Juden ihnen jemals getan, das so unverzeihlich falsch gewesen war? Und woher hatten sie diese Horrorgeschichten über die Dinge, die Juden ihnen antun könnten?

Wie es von einem Sohn eines Ärzte-Ehepaares erwartet wurde, "wählte" auch ich eine medizinische Karriere. Ich studierte medizinische Biokybernetik, eine Wissenschaft, welche die Systeme des menschlichen Körpers erforscht. Ich wurde Wissenschaftler und arbeitete am St. Petersburger Blutforschungsinstitut. Und während ich mich selbst schon strahlend vor Stolz als Nobelpreisgewinner am Rednerpult in Stockholm sah, gelangte langsam eine tiefere Leidenschaft, mit der ich mich bereits seit einiger Zeit auseinandersetzte, an die Oberfläche meines Bewusstseins.

"Ich möchte das System begreifen", dachte ich, "wissen, wie alles funktioniert ." Doch hauptsächlich fragte ich mich, warum alles so war, wie es war.

Als Wissenschaftler aus Überzeugung suchte ich nach wissenschaftlichen Antworten, die alles erklären konnten, nicht nur, wie man die Masse eines Objekts oder die Geschwindigkeit seines Falls berechnet, sondern was überhaupt die Existenz dieses Objekts bewirkte.

Und da ich in der Wissenschaft keine Antwort fand, entschied ich mich, weiterzuziehen. Nachdem ich zwei Jahre lang ein Refusenik war (sowjetische Juden, welchen die Emigration verwehrt wurde), bekam ich schließlich im Jahr 1974 doch noch meine Ausreiseerlaubnis, und ich emigrierte nach Israel.

In Israel suchte ich weiter nach der Bedeutung und dem Zweck aller Dinge. Zwei Jahre nach meiner Ankunft in Israel begann ich, die Kabbala zu studieren. Doch erst im Februar 1979 fand ich meinen Lehrer, den Rabash, den erstgeborenen Sohn und Nachfolger von Rav Yehuda Leib HaLevi Ashlag, auch bekannt als Baal HaSulam (Besitzer der Leiter) für seinen Sulam (Leiter)-Kommentar zum Buch Sohar .

Endlich wurden meine Gebete erhört! Jeden Tag, jede Stunde enthüllten sich mir neue Dinge. Die Teile des Puzzles der Wirklichkeit passten plötzlich alle zusammen, und ein vollständiges Bild der Welt formte sich vor mir.

Mein Leben hatte sich geändert. Ich vertiefte mich i

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