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Die 5 Dakinis Die himmlischen Kräfte des Buddhismus - Mit Meditationen für viele Alltagsprobleme von Allione, Tsültrim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Arkana
eBook (ePUB)
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Die 5 Dakinis

Dakinis sind Himmelstänzerinnen, mythische Geistwesen mit wechselndem Temperament. Sie stärken die weiblichen Kräfte in uns - jene Qualitäten, die wir in Zeiten wie diesen besonders dringend brauchen, um uns selbst und die Erde zu heilen. Lama Tsültrim Allione, eine der bekanntesten tibetisch-buddhistischen Lehrerinnen im Westen, zeigt uns darüber hinaus, wie die Dakinis uns helfen können, wann immer wir Mut und Durchhaltevermögen brauchen. Und wie sie uns sogar bei alltäglichen Problemen wie Entscheidungsschwierigkeiten oder Aufschieberitis zur Seite stehen. Durch kraftvolle, jedoch leicht erlernbare Meditationstechniken können wir uns mit den Dakini-Kräften verbinden und sie zu machtvollen himmlischen Begleiterinnen machen.

Tsültrim Allione ist eine der ersten Amerikanerinnen, die in der tibetischen Tradition ordiniert wurden. Sie lebte viele Jahre als buddhistische Nonne im Himalaya und studierte bei tibetischen Lehrern, kehrte dann aber in ein weltliches Leben zurück, heiratete und wurde Mutter dreier Kinder. Tsültrim Allione beschäftigt sich intensiv mit den weiblichen Traditionen im tibetischen Buddhismus. Sie ist Gründerin des Meditationszentrums Tara Mandala in Colorado, USA. Als beliebte und angesehene spirituelle Lehrerin besucht sie regelmäßig Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233112
    Verlag: Arkana
    Originaltitel: Wisdom Rising
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Die 5 Dakinis

1 . MEINE REISE ZUR GANZHEIT

Gott ist die unendliche Sphäre, deren Mittelpunkt überall und deren Umfang nirgends ist.

LIBER XXIV Philosophorum, Das Buch der 24 Philosophen

A ls Teenager streifte ich gern über den Harvard Square, wo Studenten und Professoren durch den wuseligen Verkehr zu ihren Vorlesungen eilten. Der Platz mit Buchhandlungen, einem Lebensmittelladen, einem Eisenwarengeschäft, einem Deli, wo es riesige heiße Pastrami-Sandwiches mit Sauerteigbrötchen gab, war damals das Zentrum des Stadtteils. Dort war auch das Restaurant, in dem mein Großvater jeden Tag frischen Fisch aß, und eine Eisdiele, die das beste Pfefferminzeis überhaupt hatte - mit kleinen roten schmelzenden Pfefferminzstückchen.

Mein Großvater mütterlicherseits, früher Philosophie- und Wirtschaftsprofessor in Harvard, war schon längst im Ruhestand, aber er lebte weiterhin mit meiner Großmutter - auch Philosophin und ehemalige Professorin - in einem kleinen weißen Haus in der Willard Street 8 in Cambridge. Ich besuchte sie an Wochenenden, als ich im Internat am Stadtrand von Boston war. Es war immer eine tolle Abwechslung, aus dem Internatsschlafsaal in ihr skurriles Häuschen zu kommen: ein Haus im Kolonialstil mit unebenen Holzfußböden und griechischen Vasen, die er sammelte und die furchtbar kippelig auf einem wackeligen Tisch in dem kleinen dunklen Wohnzimmer standen.

Bei einem meiner Besuche, als ich in der Senior High School war, stieß ich in der Bücherabteilung im Harvard-Coop-Laden auf ein großes Buch mit dem Titel Der Mensch und seine Symbole , herausgegeben von C. G. Jung. Darin waren zahlreiche Abbildungen und Fotos, und das Buch war anders als alle Bücher, die ich je zuvor gesehen hatte. Den Umschlag zierte ein tibetisches Mandala, und innen im Buch waren noch viel mehr Mandalabilder. Die Mandalas übten eine solche magnetische Anziehungskraft auf mich aus, dass ich das Buch sofort kaufte.

Ich nahm es mit ins Haus meiner Großeltern, ging hinauf in das kleine Gästezimmer und lehnte mich auf der alten Rosshaarmatratze in die Kissen zurück. Ich schlug das Buch auf und fand tibetische Mandalas und jede Menge Bilder von anderen Mandalas verschiedener Kulturen aus aller Welt. Als ich mir ein tibetisches Mandala ansah, schaute ich mit konzentriertem Blick auf dessen Mittelpunkt. Da eröffnete sich eine leuchtende Dimension, und ich verspürte eine tiefe Ruhe in mir. Kein Kunstwerk hatte je zuvor eine so starke Reaktion in mir ausgelöst. Ich hatte ein leicht unheimliches Gefühl von Vertrautheit kombiniert mit der Faszination darüber, was mir da gerade geschah und was diese Bilder darstellten. In den nächsten Jahren nahm ich das Buch überallhin mit und betrachtete die Mandalas.

In dem Buch stellte Jung viele Formen von Mandalas vor, nicht nur traditionell tibetische, sondern auch Mandalas in der Architektur, Stadtplanung, in der christlichen Sakralkunst, Glasmalerei, in der Kunst und bei Zeremonien indigener Völker. Doch ich fühlte mich ganz besonders zu den tibetischen Mandalas hingezogen: Ihre Tiefe und ihre komplexe Symmetrie lösten eine Resonanz in mir aus und schienen nach mir zu rufen. Ich spürte, dass dies mehr als nur Bilder waren. Sie strahlten eine mystische Energie aus, und ich fragte mich, welche Wahrheiten wohl in diesen Bildern lagen. Ihre Kraft ergab sich nicht aus dem kognitiven Verständnis ihrer Bedeutung, die ich inzwischen kenne, sondern aus der direkten Betrachtung der Mandalas. Dies war meine erste Begegnung mit tibetischen Mandalas, und sie sollten meine gerade beginnende spirituelle Suche beschleunigen.

Innerlich fühlte ich mich zur buddhistischen Kultur hingezogen, vor allem in Richtung Tibet, doch in New England gab es darüber nur wenige Informationen. Es war die Zeit vor dem Internet, vor Google, Facebook und YouTube. Kommunikation fand nur per Telefon oder Briefpost statt. Um sich

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