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Die Kuh, die weinte Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück von Brahm, Ajahn (eBook)

  • Verlag: Lotos
eBook (ePUB)
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Die Kuh, die weinte

Unterhaltung und Lebensschule für Jung und Alt
Schon Buddha unterwies seine Zuhörer mit Witz und Weisheit. Ajahn Brahm steht in der Tradition dieser orientalischen Erzählkunst. Geschickt verknüpft er die uralten Weisheiten mit modernen, lebensnahen Themen. Mit viel Humor und Einfühlungsvermögen unterhält er seine Leser - und eröffnet auf ganz unaufdringliche Weise neue Wege zu einem glücklichen und erfüllten Leben.
Ein inspirierendes und erbauendes Buch, voll mit Geschichten von Liebe, Hoffnung, Glück und der Überwindung von Leiden. Mit erfrischendem Esprit und Einfühlungsvermögen kratzt Ajahn Brahm an eingefahrenen Überzeugungen und begegnet unseren kleinen Schwächen und Marotten mit entwaffnendem Humor. So regt jede dieser 108 kurzen Erzählungen dazu an, innezuhalten, um über den eigenen Lebensweg nachzudenken.
Was dieses Buch auszeichnet:
- Voller Inspiration und verblüffender Erkenntnisse - und immer unterhaltsam
- Ohne religiösen Fachjargon werden Leser jeden Alters angesprochen
- Herzerwärmend und humorvoll, bisweilen sanft ermahnend - aber ganz anders, als man es vielleicht von einem buddhistischen Abt erwarten würde
Nie wurden die buddhistischen Lehren unterhaltsamer präsentiert!

Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, studierte Theoretische Physik an der Universität von Cambridge und ist seit mehr als 40 Jahren buddhistischer Mönch. Neun Jahre lang lebte, studierte und meditierte er in einem thailändischen Waldkloster unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana-Klosters in Westaustralien und einer der beliebtesten und bekanntesten buddhistischen Lehrer unserer Zeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641014919
    Verlag: Lotos
    Originaltitel: Opening the Door of Your Heart. And Other Buddhist Tales of Happiness
    Größe: 948 kBytes
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Die Kuh, die weinte

Liebe und Verbindlichkeit Bedingungslose Liebe

Ich war etwa dreizehn Jahre alt, als mich mein Vater zur Seite nahm und mir etwas sagte, das mein Leben von Grund auf verändern sollte. Wir saßen damals in seiner alten Rostlaube in einer Seitenstraße eines der ärmsten Vororte Londons. Er wandte sich mir zu und sagte: "Ganz gleich, was du in deinem Leben tun wirst, mein Sohn, meine Tür steht dir immer offen." Als Teenager begriff ich damals nicht wirklich, was er damit meinte. Aber ich hatte schon verstanden, dass es ziemlich wichtig war, weshalb ich mir diese Worte wohl auch gemerkt habe. Drei Jahre später war mein Vater tot. Als ich im Nordosten Thailands Mönch wurde, dachte ich über diesen Satz meines Vaters nach. In meiner Kindheit hatten wir in einer winzigen Sozialwohnung in einem heruntergekommenen Londoner Viertel gewohnt; wahrlich kein besonderes Haus, dessen Tür da offen stehen sollte. Aber ich verstand, dass mein Vater etwas ganz anderes gemeint hatte. Er hatte die schönste Liebeserklärung, die ich kenne, wie ein Schmuckstück in ein Samttuch verpackt: "Ganz gleich, was du in deinem Leben tun wirst, mein Sohn, eines solltest du wissen: Die Tür zu meinem Herzen wird dir immer offen stehen." Mein Vater hatte mir bedingungslose Liebe angeboten. Ohne jegliche Verpflichtung. Ich war sein Sohn, und das genügte ihm. Es war wunderschön, echt, und er meinte es sehr ernst. Man benötigt Mut und Weisheit, um einem anderen Menschen so etwas zu sagen, um jemandem die Tür des eigenen Herzens ohne jedes Für und Wider zu öffnen. Vielleicht glauben wir, dass uns der andere dann ausnützen wird, doch dies geschieht meiner Erfahrung nach nicht. Schließlich handelt es sich um das kostbarste Geschenk, das ein Mensch einem anderen machen kann, und so etwas hält man in Ehren, nahe dem eigenen Herzen, um es nicht zu verlieren. Obwohl ich damals nur teilweise verstand, was mir mein Vater sagen wollte, hätte ich es nie gewagt, einem solchen Mann wehzutun. Wenn Sie so etwas zu jemandem sagen, der Ihnen nahe steht, Sie diese Worte wirklich meinen, sie tief aus Ihrem Herzen kommen, dann wird sich der andere nach oben strecken, nicht nach unten bücken, um Ihrer Liebe zu begegnen. Öffnen Sie die Tür zu Ihrem Herzen

Vor einigen Jahrhunderten lebten sieben Mönche in einer Höhle tief im asiatischen Urwald, um über eben jene Art bedingungsloser Liebe zu meditieren, die ich eben beschrieben habe. Zusammengefunden hatten sich der oberste Mönch, sein Bruder und sein bester Freund. Zur Gruppe gehörten ferner ein Feind des obersten Mönchs, mit dem er überhaupt nicht zurechtkam, ein uralter Mönch, dessen Tod unmittelbar bevorstand, ein sehr kranker Mönch, der jeden Moment hätte sterben können, sowie ein Mönch, der völlig nutzlos war. Er schnarchte, wenn er meditieren sollte, konnte sich an sein Mantra nicht erinnern, und wenn es ihm mal einfiel, stimmte der Singsang nicht. Er konnte sich nicht einmal richtig anziehen. Doch die anderen fanden sich mit ihm ab und dankten ihm dafür, dass er sie Geduld lehrte. Eines Tages wurden die Mönche von Räubern überfallen, die beschlossen hatten, die entlegene Höhle als eigenes Hauptquartier zu nutzen und alle Mönche umzubringen. Doch der oberste Mönch war glücklicherweise sehr redegewandt. Er überzeugte die Räuber, alle Mönche freizulassen - bis auf einen. Dieser sollte ermordet werden - als Warnung für die anderen Mönche, die Lage der Höhle nicht zu verraten. Das war das Beste, was der oberste Mönch herausschlagen konnte. Man ließ ihn einen Augenblick allein, damit er die furchtbare Wahl treffen konnte, wer von seinen Leuten nun geopfert werden sollte, damit die anderen freigelassen werden konnten. Wenn ich diese Geschichte vor Publikum erzähle, halte ich hier inne und frage meine Zuhörer: "Nun, was glaubt ihr, wen wird der oberste Mönch wohl ausgew

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