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Lotos-Sutra Das große Erleuchtungsbuch des Buddhismus. Vollständige Übersetzung von Margareta von Borsig

  • Erscheinungsdatum: 12.10.2019
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
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Lotos-Sutra

Die Predigten Buddhas im Lotos-Sutra gehören zu den bekanntesten und populärsten Schriften im ostasiatischen Raum und bringen den Leserinnen und Lesern die buddhistische Idee näher, dass jeder Mensch sein Schicksal und Leben selbstbestimmt führen und gestalten kann. Durch Margareta von Borsigs exakte und gut lesbare Übertragung taucht man in die faszinierende Welt des Lotos-Sutras ein und kann die Weisheit und Menschenliebe Buddhas näher ergründen. Nun liegt die vollständige Übersetzung in hochwertiger und veredelter Ausgabe vor. Margareta von Borsig, geb. 1944, studierte Altphilologie, Japanologie, Sinologie, Philosophie und Theologie. Promotion 1974 in München zum Lotos-Sutra. Zahlreiche Übersetzungen und Veröffentlichungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 12.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451818318
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 7303 kBytes
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Lotos-Sutra

Einleitung zum Lotos-Sutra

Es besteht heute bei uns ein lebhaftes Interesse an den großen Religionen der Erde. Besonders der Dialog mit dem Buddhismus 1 ist in den letzten Jahren vorangeschritten, und der Zen-Buddhismus 2 hat das Interesse weiter Kreise erweckt. Voraussetzung für eine Vertiefung des Dialogs mit dem Buddhismus in seiner breiten Fächerung ist eine zunehmende Kenntnis der buddhistischen Literatur.

So soll hier mit dem Lotos-Sutra, wörtlich dem "Sutra von der Lotosblume des wunderbaren Gesetzes" (skt . Saddharmapundarika-Sutra, chin. Miao fa lien hua ching, jap. Myo h-renge-ky), ein wichtiges Sutra des Mahayana-Buddhismus (Buddhismus des Großen Fahrzeugs) vorgestellt werden. Das Lotos-Sutra wird auch die "Bibel Ostasiens" genannt. "Niemand kann den Fernen Osten verstehen ohne einige Kenntnis der Lehren des Lotos-Sutra, denn es ist die bedeutendste Schrift des Mahayana-Buddhismus, der sich über den ganzen Fernen Osten zieht", schreibt Wing-tsit Chan. 3

Das Lotos-Sutra ist in Indien niedergeschrieben. Den Verfasser kennen wir nicht. Als Zeit der Abfassung werden die Jahrhunderte 200 vor bis 200 nach Christus angenommen. 4 Der japanische Gelehrte Hajime Nakamura meint, dass der "Prototyp" des Sutra im 1. Jh. n. Chr. abgefasst wurde und dass das Werk am Ende des 2. Jh. n. Chr. in der uns heute bekannten Form vorlag. 5 Im Jahre 406 n. Chr. übersetzte der bekannte und bedeutende Mönch Kumarajiva (343- 413 n. Chr.) im Zuge eines großen Übersetzungswerkes des buddhistischen Kanons das Lotos-Sutra aus dem Sanskrit ins Chinesische. Diese chinesische Übersetzung des Mönches Kumarajiva ist der Text, der in China und Japan benutzt wurde und der auch im heutigen Japan hochgeschätzt und gebraucht wird. Dieser chinesische Text ist in Japan der religiöse Grundtext für die Tendai-Schule, die Nichiren-Schule, 6 ferner die modernen buddhistischen Laienbewegungen Rissh-ksei-kai (Gesellschaft zur Errichtung des wahren Glaubens und für Mitmenschlichkeit) und Skagakkai (Wertschaffende Gesellschaft). 7 Dieser chinesische Text Miao fa lien hua ching von Kumarajiva ist auch der Text, den ich hier zum ersten Mal vollständig ins Deutsche übersetze.

Kumarajiva 8 wurde im Jahre 343 n. Chr. im zentralasiatischen Königreich Kucha geboren. Sein Vater war Inder, seine Mutter eine Prinzessin von Kucha. Nach Studien des Hinayana (Kleines Fahrzeug) wandte er sich ganz dem Mahayana (Großes Fahrzeug)-Buddhismus der Schule des Nagarjuna zu. Im Jahre 383 wurde Kucha von China unterworfen, wobei Kumarajiva als Kriegsgefangener genommen und achtzehn Jahre in der heutigen Provinz Kansu festgehalten wurde. Zu dieser Zeit hatte Kumarajiva Gelehrte, die Meister der chinesischen Sprache waren, um sich versammelt. Im Jahre 401 wurde Kumarajiva als Staatslehrer in der Hauptstadt Ch'ang-an empfangen. Der König versammelte für ihn all die buddhistischen Gelehrten seines Königreiches und richtete unter ihrer Mitarbeit ein großes Übersetzungsprojekt auf Regierungskosten ein. Diese Gelehrtengruppe unter der Leitung von Kumarajiva übersetzte u. a. das Prajñaparamita-Sutra, das Vimalakirtinirdesa-Sutra und eben das Saddharmapundarika-Sutra, d. h. das Lotos-Sutra, ins Chinesische. Es gibt noch zwei Übersetzungen des Lotos-Sutra ins Chinesische von Dharmaraksa mit dem Titel Cheng fa hua ching aus dem Jahre 286 n. Chr. und von Jñanagupta und Dharmagupta mit dem Titel T'ien p'in miao fa lien hua ching aus dem Jahre 601 n. Chr. Aber die Übersetzung von Kumarajiva ist über alle Jahrhunderte hinweg in China und Japan als die autoritative 9 angesehen worden.

Zum besseren Verständnis des Lotos-Sutra mit seinen achtundzwanzig Kapiteln in sieben Büchern (in der japanischen Ausgabe acht Bücher) hat schon früh T'ien-t'ai Ta Shih, einer der bedeutendsten buddhistischen Mönche in China (6. Jh. n. Chr.), das Werk in zwei große T

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