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Alles. Wie ein kleines Gebet mein Leben radikal veränderte von Allen, Jennie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.08.2014
  • Verlag: Brunnen Verlag Gießen
eBook (ePUB)
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Alles.

Jennie Allen führt das Bilderbuchleben, von dem sie immer geträumt hat: ein toller christlicher Ehemann, drei süße Kinder, hübsche Gardinen vor den Fenstern ihres Hauses. Doch in ihr nagt die Sehnsucht nach einem aufregenden Leben mit dem realen Gott. Also spricht sie eines Abends mit einem mulmigen Gefühl die Worte aus, die ihr auf dem Herzen liegen: Herr, ich will dir alles geben. Von heute an will ich alles tun, was du von mir verlangst. Alles. Ängstlich wartet sie auf Gottes Antwort. Wird sie ihr Haus verkaufen, nach Afrika gehen, für ihren Glauben sterben müssen? Geduldig und liebevoll offenbart Gott Jennie, was es wirklich bedeutet, ihm ganz zu vertrauen. Jennies Geschichte inspiriert und ermutigt dazu, sich selbst auf den Weg zu machen - zu einem befreiten Leben ohne Mittelmaß.

Jennie Allen ist begeisterte Autorin und Bibellehrerin. Mit ihrem Mann Zac hat sie vier Kinder, wovon das Jüngste vor Kurzem aus Ruanda adoptiert wurde. Gemeinsam leben sie in Texas, wo Zac eine Gemeinde leitet. alles ist ihr erstes Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 08.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783765571831
    Verlag: Brunnen Verlag Gießen
    Originaltitel: Anything
    Größe: 1087 kBytes
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Alles.

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Feigenblätter:

Mehr Schein als Sein

Es war ein traumhafter Tag. Ich fuhr gerade von der Uni nach Hause, als mein Handy klingelte. Es war Kathryn, eine meiner besten Freundinnen. Wir kannten uns seit unserer Kindheit, und während des Studiums waren wir fast unzertrennlich geworden. Ein besonderer Sonntag am Ende unseres ersten Collegejahres hatte uns noch fester zusammengeschweißt: Wir waren gemeinsam zum See hinausgefahren, und als wir uns ein ziemlich schmalziges christliches Lied anhörten, fing Kathryn an zu weinen und erklärte, sie wolle ihr Leben ändern und von nun an für Gott leben. Sie meinte es ernst und machte ihre Entscheidung tatsächlich nie wieder rückgängig.

Als sie mich nun viele Jahre später anrief, fiel sie gleich mit der Tür ins Haus. Mit heiserer Stimme fragte sie: "Jennie, glaubst du, dass mein Dad im Himmel ist?"

Bestürzt suchte ich nach einer Antwort, während ich mir fieberhaft in Erinnerung rief, was ich über ihren Vater wusste. Leider gab es nicht viel Grund für Optimismus. Kathryns Vater Mike, der vor Kurzem an einem Herzinfarkt gestorben war, war ein völlig verkorkster Typ gewesen. Nachdem er aus seiner Ehe ausgebrochen war, hatte man ihn öfter in Kneipen als in Kirchen angetroffen, und er ähnelte in keiner Weise dem Musterbeispiel eines christlichen Mannes.

Andererseits war er ein ungewöhnlich lebendiger und fröhlicher Mensch gewesen, der alle Leute mit seiner guten Laune angesteckt hatte. Da er jeden Bekannten wie einen guten Freund behandelt hatte, war Kathryn nach seinem Tod überall hingegangen – zu seinem Friseur, seiner Apotheke, in seinen Supermarkt –, um den Leuten zu erklären, wieso Mike nicht mehr kommen würde. Er hatte wirklich ein Herz für andere Menschen gehabt.

Jetzt rief Kathryn mich aus lauter Verzweiflung an, weil sie nicht sicher war, ob Mike bei Gott war. Je mehr sie sich sein Leben vor Augen führte, desto zerstörerischer erschien ihr sein Verhalten.

Während sie am anderen Ende der Leitung auf meine Antwort wartete, schickte ich ein Stoßgebet zum Himmel. Ich flehte Gott an, mir zu verraten, wie ich meiner deprimierten Freundin helfen konnte.

Es gibt viele Themen, über die in christlichen Kreisen gerne diskutiert wird, aber die Tatsache, dass jeder von uns sündigt, gehört normalerweise nicht dazu. Und obwohl mir noch nie jemand begegnet ist, der von sich behauptet hätte, er sei vollkommen, habe ich schon viele Leute getroffen, die sich für einen anständigen Menschen halten.

Was meinen sie eigentlich damit? Denken sie, ihre Beweggründe und ihr Handeln seien immer tadellos? Oder sind sie nur der Ansicht, dass Gott im Großen und Ganzen mit ihnen zufrieden sein müsste?

Obwohl ich mich von klein auf an die Regeln meiner Umgebung gehalten habe, habe ich mich im tiefsten Inneren nur sehr selten wie ein guter Mensch gefühlt. Ich war bestimmt nicht so böse wie viele andere, denn ich habe mich bemüht, mir durch gutes Benehmen den Respekt anderer Leute zu verdienen. Doch ich wusste sogar an meinen besten Tagen, dass ich weit davon entfernt war, wirklich untadelig zu sein. Dieser innere Zwiespalt quälte mich immer wieder.

Man kann sich jedes Verhalten antrainieren, ohne die entsprechende Charaktereigenschaft zu besitzen. Auch wenn ich von Zeit zu Zeit wirklich aufrichtig war und aus den richtigen Motiven heraus gehandelt habe, ist mir nur zu gut bewusst, dass ich selbstsüchtig und stolz bin. Mir ist es wichtig, was andere über mich denken, weil ich

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