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Deine Küsse verzaubern mich Liebe und Leidenschaft als spirituelle Quellen von Stutz, Pierre (eBook)

  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Deine Küsse verzaubern mich

Mit diesem authentischen Buch eröffnet Pierre Stutz einen Blick auf seine spirituelle Lebens- und Liebesgeschichte. Er hält ein Plädoyer für eine erotische Spiritualität, die Lust und Leidenschaft in Zusammenklang mit der Liebe Gottes bringt - denn: 'Die Liebe Gottes kennt viele Melodien ...'.
In 40 Meditationen zeigt er uns einen Weg hin zu einer Versöhnung von Sexualität und Spiritualität. Wer Liebe und Leidenschaft so als seine spirituellen Lebensquellen entdeckt, engagiert sich gelassen-kämpferisch für eine Welt, die zärtlicher wird.
"Jede Liebesbeziehung ist ein großes Glück und eine lebenslange Herausforderung, in der sich Nähe und Distanz, Verbundenheit und Verschiedenheit, Lachen und Weinen, Lebenskraft und Zweifel einen weiten Entfaltungsraum suchen. In dieser Spannung, im Auf und Ab unseres Lebens spiegelt sich unsere tiefe Sehnsucht, auch in der Liebe zweier Menschen, Gottes schöpferische Zärtlichkeit zu erfahren."
Pierre Stutz

Pierre Stutz, geb. 1953, ist Theologe und weit bekannter spiritueller Begleiter. Bestseller-Autor. Rege Kurs- und Vortragstätigkeit im ganzen deutschsprachigen Raum. Pierre Stutz lebt in Lausanne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641089511
    Verlag: Kösel
    Größe: 1558 kBytes
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Deine Küsse verzaubern mich

Im Einklang mit mir selbst sein

atemberaubendes Staunen

schmerzvolle Zerbrochenheit

beglückende Begegnung

unerklärliches Aufgehobensein

Im Einklang mit mir selbst sein

Kontrollmechanismen aufweichen

sich dem Liebesfluss anvertrauen

Raum und Zeit nicht mehr wahrnehmen

innerstes Ergriffensein erfahren

Im Einklang mit mir selbst sein

mein wahres Gesicht erkennen lassen

Konflikte nicht mehr länger verschweigen

schmerzvoll meine Grenzen ausdrücken

befreit zum authentischen Dasein

Im Einklang mit mir selbst sein

Deine Schönheit feiern

als ansteckende Lebenskraft

die in unserem Innersten

immer schon auf uns wartet

"Lass mich bei dir sein, so nah bei dir sein, dass dein Atem meiner wird ...", heißt es in einem wunderbaren Chanson von Hildegard Knef aus dem Jahr 1967. Erfrischende Nähe wird möglich, wenn wir das Geschenk unseres Lebens, unseren Atem, wirklich fließen lassen.

In unserer kurzatmigen Zeit können Liebende einander unterstützen, die kostbare Gabe des Atmens miteinander bewusst zu pflegen. Das Fördern eines tiefen, gesunden Atemflusses ist ein Ausdruck der Selbstachtung, der eine Brücke zur Selbstliebe ist. Die Liebe zu sich selbst ist grundlegend, um wirklich lieben zu können. "Die Bejahung des eigenen Lebens, des eigenen Glücks und Wachstums und der eigenen Freiheit ist in der Liebesfähigkeit eines jeden verwurzelt, das heißt in seiner Fürsorge, seiner Achtung, seinem Verantwortungsgefühl und seiner 'Erkenntnis'. Wenn ein Mensch fähig ist, produktiv zu lieben, dann liebt er auch sich selbst; wenn er nur andere lieben kann, dann kann er überhaupt nicht lieben" 3 , schreibt der Psychologe Erich Fromm in seinem Klassiker "Die Kunst des Liebens". Die Kunst, auch sich selbst zu lieben, darf nicht mit Egoismus oder Narzissmus verwechselt werden. Zu sich selbst "gut" zu sein, ist kein Sonntagsspaziergang, sondern eine lebenslange Aufgabe. Der lange Weg zur Selbstliebe beginnt auch mit einer Reise zur eigenen Leiblichkeit und Geschlechtlichkeit. Die Anfreundung mit seinem eigenen Körper und Aussehen darf nicht unterschätzt werden. Sie kann einer langen Persönlichkeitsarbeit bedürfen. Sie ist grundlegend für eine erfüllte Sexualität. Die nicaraguanische Lyrikerin Gioconda Belli ( 1948) beschreibt dies in ihrer "Kleinen Schule der Erotik":

"Einen Körper bereisen in der Länge und Breite

heißt die Welt umsegeln ...

Es ist nicht leicht - aber lustvoll -

Denk nicht es könnte an einem Tag gelingen

oder in der Nacht ausgebreiteter Laken ...

Ein Körper ist eine Himmelskarte

verschlüsselter Zeichen." 4

Deshalb braucht es die Einsicht, auch im spielerischen Gestalten unserer Sexualität die Gabe des Präsent-Seins und des Ankommens einzuüben. Heute ist sie wichtiger denn je! Sie führt uns zur Lebensaufgabe der Selbstliebe, die schon im alten Griechenland mit der Selbsterkenntnis in Verbindung gebracht wurde. In der Mitte des 5. Jahrhunderts v.Chr. findet sich an einer Säule der Vorhalle im Tempel des griechischen Gottes Apollo in Delphi die Inschrift "Erkenne dich selbst ...". Diese Lebensweisheit betonen auch Mystikerinnen und Mystiker, weil sie erfahren haben, dass der Zugang zum Göttlichen sich uns auch in der Nähe zum eigenen Selbst eröffnet. Wie ein Refrain wird die Wichtigkeit der Selbsterkenntnis als Weg zur Selbstliebe in der mystischen Spur entfaltet. Ich gehöre auch zu jenen Menschen, die zu lange gemeint haben, dass es im Leben vor allem wichtig sei, andere zu lieben und für andere da zu sein. Vom Liebesappell Jesu "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" habe ich bis zu meinem 38. Lebensjahr nur den ersten Teil gehört. Diese Einseitigkeit hat mich krank gemacht. Wie einen Regen nach einer langen Dürre empfand ich in meinem Burn-out den Zuspruch von Meister Eckhart

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