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Lass dich fallen und flieg! WIE DER GLAUBE VOM KOPF INS HERZ GELANGT von Lenzen, Christof (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2015
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Lass dich fallen und flieg!

Wie kann man seinen Glauben voller Kraft und doch mit Leichtigkeit leben? Wie schafft man es, dass der Glaube vom Kopf ins Herz rutscht - und dann quasi ganz von selbst Auswirkungen hat? Unsere Spiritualität setzt sich aus drei Bereichen zusammen: unserer inneren Haltung, geistlichen Übungen und der Umsetzung im Alltag. Wenn unser Glaube keine Durchschlagskraft besitzt und wir das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, liegt das häufig daran, dass wir einen der drei Aspekte überbetonen. Eine Schieflage ist entstanden. Der Autor zeigt praktische Wege auf, wie wir den Tanz des Glaubens mit Leichtigkeit tanzen können, ohne uns dabei zu verrenken, zu stürzen oder in Leistungsdenken abzurutschen. Christof Lenzen, Jahrgang 1967, verheiratet und Vater zweier Kinder, ist Informatiker, Theologe und seit 2003 Pastor in der Freien evangelischen Gemeinde Eschweiler. Ansonsten ist er Autor, Hobbykoch, Genießer, liebt gute Gespräche mit Menschen und mit Gott!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 28.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417227932
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 4790 kBytes
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Lass dich fallen und flieg!

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
KAPITEL 1

Spiritualität - was ist denn das?
Vom Gummibegriff zu einem hilfreichen farbigen Bild

" S piritul... Spritua... Spirtu..." - der Mann mühte sich redlich und wer wollte es ihm verdenken? Wir saßen zusammen im Männerkreis (der bei uns in der Gemeinde scherzhaft "Die freien Radikale" heißt) und diskutierten über männliche Spiritualität.

Mir wurde bei diesen unfreiwilligen Sprechübungen deutlich: Kaum etwas macht geistlich offene und interessierte Menschen so neugierig wie das Wort Spiritualität. Auf eigenartig diffuse Weise verheißt es etwas Besonderes, vielleicht sogar Geheimnisvolles. Es scheint, ironisch zugespitzt, einen pawlowschen Reflex auszulösen: Unter dem Label Spiritualität lässt sich der größte Mist als Gold vermarkten und trotzdem sabbern die nach geistlicher Erfahrung Dürstenden. Mich macht das traurig und gleichzeitig hoffnungsvoll: Was für einen geistlichen Hunger erleben wir unter uns!

Gleichzeitig kommt das Wort Spiritualität schwer über die Zunge, es ist unnahbar und seltsam weich, wattig und formbar. Unwillkürlich stellt sich die Frage: Was hat denn das mit meinem Leben zu tun? Meinem Leben als Fabrikarbeiter, Hausfrau, Student oder Manager, der oder die sich eben nicht einfach so in ein Kloster abseilen kann. Dazu kommt: Das S-Wort wird in allen möglichen Kontexten, Religionen, Weltanschauungen und Denkwelten verwendet und vermittelt die Illusion (?) einer ganzheitlichen geistlichen Sichtweise des Lebens. Illusion mit Fragezeichen, denn ich glaube, dass gute Spiritualität das bieten kann. Dazu müsste man sie aber definieren und auf den Punkt bringen. Denn als frei schwebender flaumiger Wattebausch, als fromme Worthülse bringt sie uns nicht weiter.

Bevor wir uns nun an diese Aufgabe begeben, möchte ich eine Bemerkung vorwegschicken: Dieser erste Teil des Buches wirkt erst einmal vermeintlich theoretisch, ist aber letztlich hochgradig praktisch. Um es in ein Bild zu packen: Es hat keinen Sinn, einen stabilen Tisch zu bauen und ihn dann auf Sand zu stellen. Der Boden muss bereitet und fest sein. Wir müssen unseren Standort bestimmen, wenn wir wissen wollen, wohin wir aufbrechen können. Von welchen Seiten wir vom Pferd fallen können. Wo unsere Lieblingseinseitigkeiten lauern. So habe ich bereits diese vermeintlich theoretischen Einsichten in meiner Glaubensgeschichte als äußerst befreiend erlebt, auch wenn sie eher Rohkost und Braten als Softeis und Flüssignahrung waren. Gute Spiritualität ist Analyse und Weg gleichermaßen. Bei den kommenden Seiten habe ich einen Wunsch. Dass wir diese neuen Erkenntnisse auch als Einsichten (in unser Herz) und als Aufsichten (zu Gott) begreifen - und nicht nur als intellektuelle Bereicherung. Im Zentrum steht die Frage: Wo und wie stehe ich gerade da?
Spiritualität - der Versuch einer Definition

Genug der Vorrede, los geht's. Erste Konturen werden sichtbar.

Das sind nicht meine Worte, sondern die Ausführungen der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Diese Definition drückt gleichzeitig die Hilflosigkeit aus, dieses Phänomen Spiritualität zu beschreiben, denn es wirkt irgendwie wie alles und nichts gleichzeitig, sehr weit und sehr diffus, aber doch verlockend - so wie Zuckerwatte. Von der kann man aber nicht leben!

Als ich auf meinem Blog einen Artikel zur Spiritualität geschrieben habe, kamen auch prompt die Reaktionen: Was für ein dummer Gummibegriff! Kann man da nicht einen anderen finden? Ich bemühte mich redlich. "Frömmigkeit" als Ersatzwort - das funktionierte nicht und war mir zu altbacken und auch zu sehr nach innen gewandt. "Glaubenspraxis", also die gute alte praxis pietatis, war das etwas? Nein, auch das schien mir zu einseitig, denn wo kommt in diesem Begriff die innere Haltung vor?

Deswegen bin ich dafür, dass wir das Wort Spiritualität biblisch fundiert füllen

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