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Nur wer kniet, kann aufrecht stehen Beten in der Kraft des Heiligen Geistes von Schrodt, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2013
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Nur wer kniet, kann aufrecht stehen

Was möchten Sie mit Ihrem Gebet bezwecken? Soll es Gott zu etwas bewegen? Christoph Schrodt ist überzeugt: Es geht vielmehr darum, dass Gott uns bewegt und an seinen Plänen beteiligt. Dies tut er durch seinen Heiligen Geist, der uns im Gebet führt und leitet. Das Buch lädt ein, diese Dimension neu zu entdecken, denn darin liegt die echte Chance, den Gebetsfrust zu überwinden. Mit vielen persönlichen Beispielen und praktischen Gebetsübungen zeigt der Autor, wie wir Freundschaft mit Gott erleben und näher an sein Vaterherz gezogen werden.

Christoph Schrodt, Jahrgang 1966, ist verheiratet mit Annette, hat fünf eigene Kinder, davon eins im Himmel, und ein Pflegekind. Er ist Pastor in einer Freien evangelischen Gemeinde und liebt klassische Musik, Bücher, gute Filme und die Natur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 10.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417226973
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 3913kBytes
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Nur wer kniet, kann aufrecht stehen

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
2 – Jesus Christus

Mittwoch, der 12. September 2001 war der "Tag danach". Die BILD-Zeitung titelte nach den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center mit diesem Gebet: "Großer Gott, steh uns bei!" Als Gorbatschow 1991 abtrat, lautete die Frage in der BILD: "Mein Gott, was nun?" Diese Gebete sind rhetorischer Art – die Abwesenheit Gottes wird dabei schon vorausgesetzt. Jahrelang spielen die Menschen ungestört Gott. Aber wenn dann eine gewaltige Naturkatastrophe hereinbricht oder ein großes Unglück geschieht, dann schreit man nach ihm. Und er scheint plötzlich ganz weit weg.

Keine Annahme könnte weiter danebenliegen. Denn Gott ist in der Person Jesus mittendrin. Wer Gott sucht, muss ihn bei Jesus suchen, sonst wird er ihn nirgends finden. Im Gebet haben wir es nicht nur mit "Gott" zu tun oder mit dem "Vater". Beten hängt elementar mit der Person und dem Wirken von Jesus zusammen. Schauen wir uns das genauer an ...
W o ist Gott?

Im letzten Kapitel haben wir am Gleichnis von den beiden Söhnen (Lukas 15,11-32) die Liebe des Vaters abgelesen. Es hat aber noch eine vielfach übersehene Pointe, die nicht im Gleichnis selbst liegt, sondern im Gleichniserzähler.

Im Gleichnis ist es so: Der jüngere Sohn hat im Ausland sein Erbe verschwendet und ist bankrott. Um nicht zu verhungern, arbeitet er bei einem Schweinehirten – für jüdische Ohren eine unvorstellbare Demütigung: Schweine sind unreine Tiere! Aber damit nicht genug: Er verdient so wenig, dass er etwas vom Schweinefraß klaut und es sich heimlich in den Mund stopft. Da fängt er an, zu bedauern, dass er von seinem Vater weglief, und beschließt, heimzukehren. Den weiteren Verlauf der Geschichte kennen wir schon: "Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater ...". Im Gleichnis kehrt der Sohn heim, und der Vater läuft ihm entgegen. Schon das war eine Ungeheuerlichkeit: Wohlhabende Gutsbesitzer rannten nicht! Das Motto war: Wer arm ist, muss rennen; wer reicht ist, lässt rennen! Die Reichen ließen sich vielleicht tragen. Und wenn sie schon selbst gingen, dann so langsam, dass jeder ihre Würde schon von weitem sehen konnte. Der Vater im Gleichnis rennt! Gott rennt! Aber wie gesagt, das gehört zur Pointe, die im Gleichnis liegt. Der Sohn legt den weiten Weg vom Ausland zurück, und auf dem letzten Stück rennt ihm der Vater entgegen.

Aber das eigentlich Überraschende ist: Der Gleichniserzähler ist Gottes Sohn – ist Gott selbst, der von zwielichtigen Personen umringt war, während er diese Gleichnisse den Pharisäern erzählt: von Prostituierten, Steuereintreibern und anderen Menschen, die es sich in den Augen der Pharisäer gründlich mit Gott verdorben hatten. Menschen, die bei den Schweinen gelandet waren. Der Gleichnis inhalt wird damit durch das Verhalten des Gleichnis erzählers überboten: Während der ganzen Zeit, in der Jesus dieses Gleichnis erzählt, sitzt er als Gott in Person bei seinen verlorenen Menschen, die bei den Schweinen gelandet waren! Gott bei den Schweinen! Im Gleichnis selbst kehrt der Sohn zum Vater zurück, und der Vater rennt ihm das letzte Stück entgegen. Wer aber den Gleichnis erzähler kennt, der weiß: Gott ist den ganzen Weg zum Sohn gerannt! Er ist ihm das ganze Stück entgegengekommen. Er hat nicht gewartet, bis der Sohn kommt. Er hat es im Himmel nicht ausgehalten. Er musste ihn suchen. Er musste ihn finden. Deshalb aß Jesus mit den "Sündern" (Lukas 15,1-2). Und während die Pharisäer pikiert darüber den Staub von ihr

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