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Sinn und Glück im Glauben Gedanken zur christlichen Spiritualität von Wallner, Karl J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2014
  • Verlag: Media Maria Verlag
eBook (ePUB)
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Sinn und Glück im Glauben

Während die Sehnsucht nach Spiritualität wächst und die Religiosität verstärkt auch öffentliche Wertschätzung erfährt, sind die Kirchen in den letzten Jahren immer leerer geworden. Das Wissen um die Inhalte des christlichen Glaubens ist weithin geschwunden und die christliche Spiritualität verkümmert. Gerade Suchende steckt Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz mit seiner eigenen Begeisterung an, sodass sie die Inhalte des katholischen Glaubens als befreiende und frohmachende Angebote Gottes für eine gelingende Zukunft erkennen können.

Pater Karl Josef Wallner, geboren 1963 in Wien, ist Zisterzienser des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald und Rektor der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, an der er Dogmatik lehrt. Er hat zahlreiche Bücher verfasst; sein Bestseller 'Sinn und Glück im Glauben' erscheint bereits in der 3. Auflage.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 27.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945401620
    Verlag: Media Maria Verlag
    Größe: 205 kBytes
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Sinn und Glück im Glauben

2. Kapitel

Was ist echte christliche Spiritualität?

Kriterien zur Unterscheidung nach Hans Urs von Balthasar

Viel "Spiritualität" und wenig Christentum

In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts, als kirchliche Architekten eine Betonkirche nach der anderen in stolzer Tristesse aus dem Boden stampften, waren Begriffe wie "Mystik", "Ritual" und "Kult" regelrecht geächtet. Mittlerweile hat sich alles gewandelt: Ritual ist "in", Kult ist angesagt, Mystik ist zum Werbeslogan für relaxte Wellness geworden. Zu den "In-Begriffen" des beginnenden 21. Jahrhunderts zählt sicher auch der Begriff der Spiritualität.

Die Frage nach den Kriterien authentischer christlicher Spiritualität war Balthasar immer ein Anliegen; sie ist heute drängender denn je. Denn mit atemberaubender Geschwindigkeit ist mittlerweile die "Moderne" in die "Postmoderne" übergegangen, der kritische Rationalismus ist in einen abergläubischen Irrationalismus umgekippt.

Das "Neue Zeitalter" ist bei uns im europäischen Westen auch schon statistisch greifbar: So bezeichnen sich etwa in neueren Umfragen immer mehr Menschen als "religiös", während negativ-reziprok dazu die kirchliche Praxis, zumindest in West- und Mitteleuropa, zurückgeht! Begriffe wie "Spiritualität", "Geistigkeit" oder "Mystik" begegnen uns heute fast mehr im außerkirchlichen Bereich als im kirchlichen, in dem man sich allzu lange durch Strukturgefechte blockieren ließ. Bei uns in Österreich sind Esoterikmessen bereits eine Selbstverständlichkeit, der Markt für "religiöse" Angebote sonderlichster Art boomt weiterhin; was da an "Spiritualität" geboten wird, reicht von Schnellkursen in Astrologie bis zu östlichen Meditationsübungen und esoterischem Mentaltraining. Es ist bedauerlich, dass dafür ein weit professionelleres Marketing betrieben wird als für die christliche Frömmigkeit! Aber ist es nicht ohnehin egal, auf welche Weise man "Spiritualität" praktiziert? Das genau ist die Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen dem, was außerchristlich an "Religiösem", "Transzendentalem", "Mystischem" und "Spirituellem" läuft, und dem, was das Christentum unter Spiritualität versteht?

Der berühmte deutsche Trendforscher Matthias Horx übertitelte das Religions-Kapitel seines Buches, in dem er die "Megatrends" der Gegenwart analysierte, so: "Wie die Gläubigen aus den Kirchen ausziehen und wie sich unsere Gesellschaft langsam, aber sicher spiritualisiert" 1 . Er stellte also dem Zuwachs an "Spiritualität" proportional den Verlust an Kirchlichkeit gegenüber. Welche "Spiritualisierung" ist hier gemeint? Nach Horx ist den vielen Strömungen der neuen Spiritualität eines gemeinsam: sie sind vom östlichen Denken beeinflusst. Er spricht daher von einer "Veröstlichung des Westens". Wenn etwas so populär ist wie die östliche Spiritualität, dann ist natürlich klar, dass es auch innerkirchlich Tendenzen geben muss, hier nachzuziehen. Seit den 70er-Jahren wird in vielen katholischen Bildungseinrichtungen alles Mögliche angeboten: Zen- und Yogakurse sowie transzendentale Meditationskurse sind auch offensichtlich mehr gefragt als Kurse über das betrachtende Gebet, die ignatianische Kontemplation oder die eucharistische Anbetung.

"Spirituell" zu sein ist "in" geworden. Es ist schon bei oberflächlichem Hinsehen leicht zu verstehen, warum der "postmoderne" Mensch heute "Spiritualit&

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