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Wenn sich der Himmel wieder öffnet Menschen mit Schicksalsschlägen erzählen

  • Erscheinungsdatum: 06.02.2013
  • Verlag: Brendow Verlag
eBook (ePUB)
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Wenn sich der Himmel wieder öffnet

Unverhofft, oft im Bruchteil einer Sekunde, brechen sie über uns herein, und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war: Der Sohn von Sandra Schlitter wird Opfer eines schrecklichen Verbrechens, Nikolaus und Anne Schneider verlieren ihre lebensfrohe Tochter durch Leukämie, und Dave S. hört noch heute die Worte der Richterin, mit denen sie ihn in den Todestrakt schickt. 'Wenn sich der Himmel wieder öffnet' versammelt eindrucksvolle Berichte von Menschen, deren Glaube auch vor den größten Bergen nicht haltmacht. Die gemeinsame Botschaft lautet: Ein Leben danach ist möglich!

Koch, Nicolas hat in Marburg und Heidelberg Germanistik studiert. Er arbeitet als Lektor und lebt in Duisburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 06.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865064509
    Verlag: Brendow Verlag
    Größe: 434kBytes
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Wenn sich der Himmel wieder öffnet

"Wir konnten dem Täter vergeben"

Mirco Schlitter war zehn Jahre alt, als er gegen Abend mit seinem Fahrrad unterwegs ist und nicht zurückkehrt. Fünf Monate später nimmt die Polizei einen 45-jährigen Mann fest, der die Beamten kurz darauf zur Leiche des Jungen führt. Mircos Familie sind gläubige Christen und Mitglieder einer Pfingstgemeinde. In diesem Beitrag berichtet die Mutter, Sandra Schlitter, wie sie das Unglück mit ihrer Familie erlebt und überstanden hat.

Von Sandra Schlitter

Es war ein Freitagabend, der 03.09.2010, an dem unser Mirco auf seinem Heimweg entführt wurde. Ich wollte am nächsten Morgen zur Arbeit gehen, als ich bemerkt habe, dass er nicht in seinem Bett liegt. Auch stand sein Fahrrad (das er niemals alleine lassen würde!!) nicht im Schuppen. Sofort schossen mir unzählige Fragen durch den Kopf: "Ist er bei seinen Kumpels? Was ist passiert?" Ich habe zuerst seine Freunde angerufen, um mich schlau zu machen, ob er vielleicht über Nacht dageblieben sei. Fehlanzeige. Wir dachten daran, dass ihm vielleicht etwas passiert sein und er in einem umliegenden Krankenhaus liegen könnte. Also habe ich auch dort angerufen, aber wieder ohne Erfolg. Sofort sind auch mein Mann und Mircos Bruder mit dem Fahrrad losgefahren, in der Hoffnung, irgendeinen Hinweis auf ihn - oder sogar Mirco selbst - zu finden. Als auch das nichts brachte, habe ich mich an die Polizei gewandt, die sofort mit der Suche startete!

"Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn."

Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Familie im Hintergrund schon begonnen zu beten, dass es Mirco doch gut gehen möge und wir ihn so schnell wie möglich finden würden. Am Tag von Mircos Verschwinden stieß ich in meiner Morgenandacht auf Vers 31 in 2. Samuel 22: "Alles, was dieser Gott tut, ist vollkommen, und was der Herr sagt, ist unzweifelhaft wahr. Wer in Gefahr ist und zu ihm flieht, findet bei ihm immer sicheren Schutz." Dieser Vers hat mir Trost geschenkt und mich durch die folgende Zeit begleitet.

Nachdem wir Mirco vermisst gemeldet hatten, begann eine Zeit des Hoffens, Wartens und ständigen Bereitseins. Viele Polizeibeamte gingen bei uns ein und aus und nahmen Sachen von Mirco mit, damit die Spürhunde seine Fährte aufnehmen konnten. Ab Sonntagabend war dann die gesamte Familie zusammen: Vater, Mutter, Geschwister, Omas und Opas, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen haben unsere Sorgen gemeinsam im Gebet zu Gott gebracht. So wie es in Philipper 4,6 heißt: "Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das Gute, das er euch schon erwiesen hat." Der Vers hat sich seit meiner Taufe tief in mein Herz gebrannt. Diese Austausch- und Gebetsabende waren für uns als Familie prägende und wichtige Zeiten. Für die Kinder war es zudem gut, ihre Cousins und Cousinen da zu haben, so waren sie nicht so alleine.

Schon am ersten Tag nach Mircos Verschwinden fragte die Polizei an, ob sie sein Fahndungsbild in den WDR-Nachrichten bringen dürfte. Für uns war klar, dass wir das unterstützen, denn wir wollten Mirco ja so schnell wie möglich wiederhaben. Dass schon die Veröffentlichung seines Bildes so weite Kreise zieht und er sich in so viele Herzen brennt, hatten wir aber nicht gedacht. Wir bekamen von Menschen aus aller Welt Post, wo uns mitgeteilt wurde, dass sie in ihren Gemeinden/Kirchen für uns beten. Andere wollten durch Wahrsagerei oder Wünschelrutensuche etwas für uns tun. Mit diesen Dingen konnten wir uns natürlich nicht identifizieren.

"Wir haben mit herabgelassenen Jalousien gelebt, damit uns die Medienvertreter nicht durch die Fenster filmen."

Es war in diesen ersten Wochen nach Mircos Verschwinden schwierig, einen normalen Alltag zu führen. Wir haben während dieser Zeit mit herabgelassenen Jalousien gelebt, damit uns die Medienvert

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