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Lebensräume - Lebensträume Innovative Konzepte und Dienstleistungen für besondere Lebenssituationen

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2011
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
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Lebensräume - Lebensträume

Ambient Assisted Living (AAL), Universal Design, Lifestyle, Ambiente: wohlklingende Begriffe, prickelnde Schlagworte - aber passen sie zu den besonderen Lebenssituationen, in denen zum Beispiel junge Familien, kranke Menschen, Menschen mit Behinderung oder Menschen im Alter ihr Wohn- und Lebensumfeld gestalten müssen? Die Autoren dieses Bandes meinen übereinstimmend und ganz klar - Ja! Architekten, Ingenieure, Marketingspezialisten, Journalisten, aber auch Theologen und Ethiker beschreiben, welche Chancen für Ambiente und Dienstleistungen in besonderen Lebenssituationen genutzt werden können, um die Lebensqualität für die Menschen deutlich zu erhöhen. Es werden innovative Konzepte vorgestellt und die gesammelten Erfahrungen konkret dargestellt - zum einen aus Sicht der Anbieter, zum anderen aus Sicht der 'Kunden'. Dr. Markus Horneber ist Leitender Verwaltungsdirektor der Diakonie Neuendettelsau. Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer ist Rektor des Evangelisch-Lutherischen Diakoniewerkes Neuendettelsau.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 10.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170296015
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 5090 kBytes
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Lebensräume - Lebensträume

Kapitel 2 Lebensträume - Design- und Dienstleistungskonzepte

Gute Design- und Dienstleistungskonzepte für besondere Lebenssituationen berücksichtigen die Würde und auch die spezifischen Erfordernisse der jeweiligen Zielgruppen auf selbstverständliche Weise. Gute Gestaltung ist zugleich für jüngere und ältere Menschen, für Menschen mit und ohne Behinderung geeignet. Sie ist schön, attraktiv und fügt sich zwanglos in die normale Alltagswelt ein, ohne zu stigmatisieren. 'Universal Design' oder 'joy of use' zeigen Blickrichtungen und Haltungen von Entwicklern an, die die Lebensträume der Menschen respektieren.

Die Autoren von Kapitel 2 beschäftigen sich genau hiermit: Sie zeigen, wodurch überlegtes Design und hervorragende Architektur gekennzeichnet sind. Sie vermitteln aber auch, dass die Verwendung innovativer Systeme und Techniken aus ethischer Perspektive dort an ihre Grenzen stößt, wo sie zu Vereinzelung oder Vereinsamung durch ausbleibende persönliche Zuwendung führt.
Universal Design - Lebensräume für alle

Eckhard Feddersen

1. Gesellschaftliche Ausgangslage

2. Integrative Gestaltung im Universal Design

3. Wohnen - ein lebenslanger Prozess

4. Lebensräume im Universal Design

4.1 Das Badezimmer - Intimer Ort des Rückzugs

4.2 Mehr als Kochen und Spülen - Küchen mit Komfort für alle

4.3 Die Wohnküche als Lebensraum

4.4 Flure mit menschlichem Maß

4.5 Der Empfang als Visitenkarte

4.6 Das Bewohnerzimmer

5. Ausblick: Vom Universal Design zum Universal Home

Literatur
1. Gesellschaftliche Ausgangslage

Menschen in besonderen Lebenssituationen sind auf eine ihren Bedürfnissen angepasste Umgebung angewiesen. Bislang versuchte man oft, diesen Anforderungen durch spezielle Einrichtungen gerecht zu werden. Pflegeheime, Werkstätten, Wohnheime für Menschen mit Behinderungen und auch Krankenhäuser wurden nach besonderen Gestaltungsvorschriften und Normen errichtet. So entstanden spezielle Lösungen für einzelne Gruppen.

Die Nachteile dieser Herangehensweise liegen auf der Hand. Statt die Menschen zu integrieren, werden sie separiert, durch die gesonderte Behandlung an einem gesonderten Ort bisweilen sogar stigmatisiert. Ihr Aktionsradius ist nicht nur auf Grund körperlicher oder seelischer Einschränkungen oft sehr begrenzt. Auch vielfältige Barrieren in ihrer Umwelt schränken ihre Bewegungsfreiheit ein. Eine Teilhabe am öffentlichen Leben, an kulturellen Angeboten und die Nutzung von Dienstleistungen ist für sie nur schwer zu realisieren oder sogar unmöglich.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels stößt die Strategie spezieller Lösungen für einzelne Gruppen endgültig an ihre Grenzen. Der steigende Anteil Älterer verlangt nach einem umfassenden Konzept der Gestaltung der gebauten Umwelt, das möglichst allen Menschen unserer Gesellschaft zu Gute kommt.
2. Integrative Gestaltung im Universal Design

Universal Design bietet diesen ganzheitlichen Ansatz. Die Gestaltungsstrategie entstand in den 1970er Jahren in den USA. Hinter dem Begriff Design verbirgt sich keine formale Vorgabe der Formgebung oder eine Anleitung zu "universaler" Gestaltung. Vielmehr versteht man unter Universal Design eine sublime Herangehensweise an einen Entwurf, vergleichbar mit der Grammatik einer Sprache: Durch das gemeinsame Anwenden von Regeln können selbst völlig fremde Menschen miteinander kommunizieren. Der Inhalt und die Wortwahl können variieren - das gegenseitige Verstehen ist trotzdem möglich.

Die selbstbestimmte Lebensführung eines Menschen steht

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