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Der Eibengott Ullr Die Götter der Germanen - Band 11 von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Eibengott Ullr

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben, Das Buch Ullr ist heute vor allem als Ski-Gott bekannt, aber er ist durchaus mehr als das: Er ist auch der Bogen-Ase, der Eiben-Gott, der Wintergott, der Schild-Ase ... Und er ist der ehemalige Sonnengott-Göttervater Tyr in der nächtlichen und winterlichen Unterwelt. In Skandinavien ist 'Ullr' in der Zeit, bevor Odin um 500 n.Chr. auch im Norden zum Göttervater geworden ist, der übliche Name für den ehemaligen Sonnengott-Göttervater Tyr gewesen. Und sein Schild war damals die Sonnenscheibe selber ...

Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 148
    Erscheinungsdatum: 01.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741287510
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 8636kBytes
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Der Eibengott Ullr

VIII Der Name "Ullr"

Die Bedeutung des Namens "Ullr"

Der altnordische Göttername "Ullr" lautete im frühen Germanischen "Wulthuz". Seine Bedeutung ist "Glanz, Ruhm". Die Bedeutung "Ruhm" wird eine naheliegende Sekundärbildung zu "Glanz" gewesen sein, die z.B. dadurch entstanden sein könnte, daß die Götter, Fürsten und Helden immer wieder der Sonne verglichen wurden. "Wulthuz" im Sinne von "Ruhm" könnte daher ursprünglich "sonnengleich" bedeutet haben. "Ruhm" ist sozusagen "sozialer und politischer Glanz".

Altenglisch

In der altenglischen Sprache bedeutet "wuldor" ebenfalls "Ruhm". Dieser Begriff taucht auffallend häufig in Kenningarn für den christlichen Gott auf wie z.B. "wuldorfather" ("Ruhm-Vater") oder "wuldor al-wealda" ("Ruhmreicher Allbeherrscher"). Diese häufige Verwendung von "wuldor" in den Kenningar für den christlichen Gott Vater könnte darauf zurückzuführen sein, daß "wuldor" sowohl den Ruhm als auch den "sonnengleichen" Gott Ullr bezeichnete und die Verwendung dieses Namens/ Wortes in Bezeichnungen für den christlichen Gott daher sehr naheliegend war - einfach weil "Ullr" zugleich "Ruhm" und "Gott" bedeutete.

Ein weiterer Grund wird ein, daß sowohl Gott Vater als auch Christus sehr oft der Sonne (und somit Tyr/Ullr) verglichen worden sind.

Kelten

Die Kelten kannten einen Gott, König oder Helden mit dem Namen Uillin, der dem Namen des germanischen Gottes Ullr recht ähnlich klingt. Er war der Enkel des Gottes Nuada, der wie Tyr ein einarmiger Schwert- und Sonnengott ist - sowohl Nuada als auch Tyr sind eine Weiterentwicklung des indogermanischen Göttervater Dyaus. Die Wahrscheinlichkeit ist daher sehr groß, daß Uillin und Ullr identisch sind.

Diese spezielle Übereinstimmung zwischen Kelten und Germanen liegt vermutlich darin begründet, daß es das Motiv des Sonnenschildes, das in etwa den Namen "wul" ("Leuchtendes") getragen haben könnte, bereits um 1.800 v.Chr. gegeben hat, als sich die Germanen von den gemeinsamen Vorfahren der Kelten und Römer getrennt haben. Zu dieser Zeit müßte es dann schon eine recht ausgeprägte Sonnenschildsymbolik gegeben haben, die sich dann bei den Germanen zu Ullr und bei den Kelten zu Uillin weiterentwickelt und verselbständigt hat.

Es wäre natürlich auch denkbar, daß "wul" zunächst die Sonnenscheibe bezeichnete und erst später bei den Germanen zum Sonnenschild des Ullr geworden ist. Die Wichtigkeit der Sonnenscheibe an sich ist jedoch klar an den frühen germanischen Felsritzungen erkennbar.

Der keltisch-irischen Überlieferung zufolge soll Uillin ein irischer König gewesen sein. In dem Text heißt es:

Uillin, Enkel des Nuada mit der silbernen Hand, König von Irland zwölfhundert Jahre vor Christi Geburt, besiegte in einer Schlacht Orbsen MacAlloid, der allgemein wegen seines Geschickes in der Schifffahrt Manannan ("der Mann von der Insel Man") MacLir ("Sohn des Meeresgottes Lir") genannt wurde, und befahl ihn zu töten.

Uillin erscheint in dieser Sage als der Mörder des Lir, der der keltische Gott des Meeres und der Unterwelt war. Der Name des Nuada, dessen Enkel Uillin war, setzt sich aus "Nua-da" zusammen, daß auf "Nua-dyaus" zurückgeht und "Göttervater im Wasser (Wasserunterwelt)" bedeutete. Die Zeitangabe "zwölfhundert Jahre vor Christi Geburt" ist wohl nur als "vor langer Zeit" aufzufassen.

Auch der keltische Gott der Richtigkeit, also der "keltische Baldur" ist eng mit der Sonne verbunden: der Sonnengott Lugh.

Uillin könnte ursprünglich wie Ullr ein Jenseitsgott gewesen sein.

Slawen

Auch von den Slawen, die sich um ca. 1.900 v.Chr. von den gemeinsamen Vorfahren der Germanen, Kelten und Römer getrennt haben, ist ein Gott bekannt, der einen Namen trägt, der dem des Ullr und des Uillin und noch stärker dem älteren "Wuldor" ä

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