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Der Sommergott: Baldur, Phol und Meili von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Sommergott: Baldur, Phol und Meili

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben, Das Buch Baldur ist der 'lichte Ase'. Er steht für Schönheit, Ehrlichkeit und Frieden - also für Eigenschaften, die ansonsten in der germanischen Überlieferung nicht besonders betont werden. Er ist der Gott des Sommers, der sterbende und wiedergeborene Gott, der Mistelgott und der Träger des Ringes Draupnir. Die Geschichte des Baldur lässt sich weit zurück bis in die Jungsteinzeit nach Mesopotamien zurückverfolgen. Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 228
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743144231
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4364 kBytes
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Der Sommergott: Baldur, Phol und Meili

I Baldur in der mythologischen Überlieferung der Germanen

Die Hauptquelle für die Mythen der Germanen ist die Edda. Sie ist eine Sammlung von Geschichten und Liedern über die germanischen Götter sowie eine ausführliche Beschreibung der germanischen Dichtkunst. Der Name "Edda" leitet sich von dem lateinischen "editio" ab und bedeutet hier in etwa "Sammlung, Zusammenstellung". Sie besteht aus zwei Teilen: aus einer Sammlung von alten Liedern und einem Prosateil mit einzelnen Strophen, der um 1220 n.Chr. von Snorri Sturluson (1179-1241 n.Chr.) für den norwegischen König Hákon Hákonarson und für seinen Freund, den norwegischen Jarl ("Earl" = Fürst) Skule Bårdson verfaßt wurde.

Diese Texte werden schon recht alt sein, da sich einige Motive aus diesen Liedern bereits auf den Runensteinen finden und viele Motive auch aus den Mythen anderer indogermanischer Völker bekannt sind.

Der Gott Baldur ist vor allem in den Prosatexten der Edda beschrieben worden.
I 1. Gylfis Vision (1)

In dieser langen Vision wird zunächst allgemein Baldurs Herkunft und sein Charakter dargestellt:

Da sprach Gangleri: " Ich möchte auch von den anderen Asen Kunde hören. "

Har sprach: " Odins anderer Sohn ist Baldur. Von ihm ist nur Gutes zu sagen: Er ist der beste und wird von allen gelobt. Er ist so schön von Antlitz und so glänzend, daß ein Schein von ihm ausgeht. Ein Kraut ist so licht, daß es mit Baldurs Augenbrauen verglichen wird, es ist das lichteste aller Kräuter: Davon magst Du auf die Schönheit seines Haars sowohl als seines Leibes schließen. Er ist der weiseste, beredteste und mildeste von allen Asen. Er hat die Eigenschaft, daß niemand seine Urteile schelten kann. Er bewohnt im Himmel die Stätte, welche Breidablick heißt. Da wird nichts Unreines geduldet, wie hier gesagt wird:

'Die siebente ist Breidablick, da hat Baldur sich

Die Halle erhöht

In jener Gegend, wo ich der Greuel

Die wenigsten lauschen weiß.' "

Später wird in dem Text ausführlich dargestellt, wie es zu Baldurs Tod kam und was sich danach ereignete:

Da frug Gangleri: " Haben sich noch andere Abenteuer mit den Asen ereignet? Eine gewaltige Heldentat hat Thor auf dieser Fahrt verrichtet. "

Har antwortete: " Es mag noch von Abenteuern berichtet werden, die den Asen bedeutender scheinen.

Und das ist der Anfang dieser Sage, daß Baldur der Gute schwere Träume träumte, die seinem Leben Gefahr deuteten. Und als er den Asen seine Träume sagte, hielten sie zusammen Rat und beschlossen, dem Baldur Sicherheit vor allen Gefahren auszuwirken.

Da nahm Frigg Eide von Feuer und Wasser, Eisen und allen Erzen, Steinen und Erden, von Bäumen, Krankheiten und Giften, dazu von allen vierfüßigen Tieren, Vögeln und Würmern, daß sie Baldurs schonen wollten. Als das geschehen und allen bekannt war, da kurzweilten die Asen mit Baldur, daß er sich mitten in den Kreis stellte und einige nach ihm schossen, andere nach ihm hieben und noch andere mit Steinen warfen. Und was sie auch taten, es schadete ihm nicht; das dünkte sie alle ein großer Vorteil.

Aber als Loki, Laufeyjas Sohn, das sah, da gefiel es ihm übel, daß den Baldur nichts verletzen sollte. Da ging er zu Frigg nach Fensal in Gestalt eines alten Weibes. Da frug Frigg die Frau, ob sie wüßte, was die Asen in ihrer Versammlung vornähmen.

Die Frau antwortete, daß sie alle nach Baldur schossen; ihm aber nichts schade.

Da sprach Frigg: 'Weder Waffen noch Bäume mögen Baldur schaden: ich habe von allen Eide genommen.'

Da frug das Weib: 'Haben alle Dinge Eide geschworen, Baldurs zu schonen?'

Frigg antwortete: 'Östlich von Walhall wächst eine Staude, Mistel genannt, die schien mir zu jung, sie in Eid

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